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Sensibel

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Über das Buch

Mehr denn je sind wir damit beschäftigt, das Limit des Zumutbaren neu zu justieren. Wo liegt die Grenze des Sagbaren? Ab wann ist eine Berührung eine Belästigung? Svenja Flaßpöhler tritt einen Schritt zurück und beleuchtet den Glutkern des Konflikts: die zunehmende Sensibilisierung des Selbst und der Gesellschaft. »Sensibel« ist ein hochaktuelles, philosophisches und gleichzeitig unterhaltsames Hörbuch, das die Sensibilität dialektisch durchleuchtet und zu dem Schluss kommt: Die Resilienz ist die Schwester der Sensibilität. Die Zukunft meistern können sie nur gemeinsam.

Editionen (4)

ISBN9783955679361
VerlagLagato Verlag
Erscheinungsdatum20.10.21

Rezensionen & Bewertungen

21 Bewertungen

3 Rezensionen

3,5

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  • kahu
    kahu

    20 Follower

    2,0

    Brauchte es so viel Rückblick?

    Hier wird sehr viel in die Vergangenheit geschaut um gesellschaftliche Entwicklungen zu durchleuchten und ins Verhältnis zu setzen. Darauf fußend wird das Thema der Sensibilität sehr philosophisch behandelt. Ich hatte mir erhofft, dass der Fokus dieses Buches noch mehr auf die Gegenwahrt gerichtet ist und das Spannungsfeld unserer Gesellschaft HEUTE noch stärker diskutiert wird. Stattdessen liefert dieses Buch eher ein Zusammenfassung der "Evolution der Sensibilität", wenn man so will. Auch gut, war aber nicht das, was ich jetzt hören wollte 😄

    8. Mai 2024

  • der.buecherschrank
    der.buecherschrank

    125 Follower

    4,0

    360 Grad Blick: Sensibilität vs Resilienz

    Darf man das N-Wort zitieren? Wenn ich frage „Wo kommst du her?“, ist das schon Rassismus oder nur eine interessierte Nachfrage? Wo fängt Sexismus an? Bei einem Kompliment, beim Griff an den Po oder beim Gebrauch des generischen Maskulinums? Auf dieses Buch habe ich mich lange gefreut! Vorab: Man muss in der richtigen Mood sein, um sich durchzuarbeiten. Daher hat mich das Lesen trotz der kurzen 240 Seiten knapp 1.5 Monate gekostet. ABER, es hat sich gelohnt! 📚 Buchinhalt: Menschheitsgeschichtlich steht die Sensibilisierung für Fortschritt: Menschen schützen sich wechselseitig in ihrer Verletzlichkeit, werden empfänglicher für eigene und fremde Gefühle, lernen, sich in fremde Schicksale hineinzuversetzen und mit anderen zu solidarisieren. Je „woker“, desto „besser“ der Mensch und alle anderen müssen „gecancelt“ werden. Bis wir ein einer Seifenblase leben, die bei jedem Atemhauch einer Fliege zerplatzen und „Traumata“ auslösen könnte? Was ist heute per Definition ein „Trauma“, wenn Kriegsveteranen und Menschen, die keine Nudeln sehen können, den Begriff identisch nutzen? Diese Entwicklung hat eine Kehrseite: Anstatt uns zu verbinden, zersplittert & atomisiert die Sensibilität die Gesellschaft. Wir erleben gerade den Kipppunkt fortschreitender Sensibilisierung. Svenja Flaßpöhler erzählt die Geschichte des sensiblen Selbst aus philosophisch-historischer Perspektive und beleuchtet die zentralen Streitfragen der Zeit. Nicht jeder Schmerz muss ausgehalten werden, aber auch nicht jeder muss gesellschaftlich verhindert werden. 👍🏽 PRO: Inhaltlich umfangreich, aber dennoch sehr kurzweilig und knackig geschrieben. Ein roter Faden führt von Kapitel zu Kapitel, was es einem leichter macht, bei der Informationsverarbeitung und die Herangehensweise der Analyse zu verfolgen. Wer es versteht, wird sehr viel mitnehmen können! 👎🏽 KONTRA: Die große Frage bleibt am Ende offen, wohin diese Entwicklung führen mag. Mir fehlte ein Ausblick der Autorin. Das Buch endet etwas abrupt. Ab und an ist es etwas zäh zu lesen (aufgrund der trockenen Schreibweise und dem information overload. ⭐⭐⭐⭐: Für alle gesellschaftsinteressierten eine klare Leseempfehlung. Präzise Ableitungen, logische Rückschlüsse und reflektierte Vergleiche.

    16. Dez. 2023

  • limona
    limona

    6 Follower

    2,0

    Mir hatten negative Ansätze hier einfach viel zu viel Platz, mir haben generell ganz oft Triggerwarnings gefehlt und ich konnte mich den abschließenden Worten einfach nicht warm werden. Not my case. Sicher nicht verkehrt, wenn man sich dem Thema neu nähert oder eben nicht mit einem stark linksfeministischen Standpunkt gesegnet ist.

    28. Jan. 2023

Autorin / Autor

Über Svenja Flaßpöhler

Svenja Flaßpöhler, geboren 1975, promovierte in Philosophie an der Universität Münster. Als freie Autorin arbeitete sie für den Deutschlandfunk und schrieb unter anderem für die FAZ, die Welt und den Freitag. Seit 2013 leitet sie - gemeinsam mit Wolfram Eilenberger, Gert Scobel und Jürgen Wiebicke - das Programm des Kölner Philosophie Festivals phil.COLOGNE. Seit Januar 2018 ist sie Chefredakteurin des Philosophie Magazins. Mit kritischen Äußerungen zur #MeToo-Kampagne löste sie eine Debatte über den Feminismus aus. Ihr Buch "Die potente Frau" wurde zum Bestseller.

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