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Sind wir noch zu retten?

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Über das Buch

Ein berührender Blick hinter Deutschlands Türen - gelesen vom Autor selbst!

Im Rettungsdienst trifft man nicht nur tagtäglich auf Menschen im Ausnahmezustand, man trifft sie auch da, wo sonst niemand Einblicke hat: in ihren eigenen vier Wänden. Luis Teichmann, Deutschlands bekanntester Rettungssanitäter, erzählt in seinem zweiten Hörbuch von den emotionalen Schicksalen hinter den Notrufen.


Luis lädt seine Hörer*innen dazu ein, mit ihm in den Rettungswagen zu steigen und einige Schichten im fiktiven Stadtviertel Harlem mitzuerleben, angelehnt an ein Brennpunktviertel und jahrelanges Einsatzgebiet des Autors. Die Abgründe, die sich dort offenbaren, sind nicht nur medizinischer, sondern vor allem auch sozialer Art und zeigen, woran unser Land wirklich krankt: Wohnungslose unter Drogeneinfluss, die man zum Ausnüchtern ins Krankenhaus fährt, Jugendliche in akuten psychischen Krisen. Menschen, die im öffentlichen Raum nicht stören sollen, denen aber wirkliche langfristige Hilfe verwehrt wird. Stadtbekannte Wohnblöcke, in denen Uniformträger ein Feindbild sind, weil man Dinge lieber unter sich klärt. Sanitäter*innen, an denen all das nicht spurlos vorbeigeht, deren mentale Gesundheit leidet und die sich teilweise politisch radikalisieren – ein Tabuthema, das nicht totgeschwiegen werden darf.


Mit klarer Sprache, aber Empathie statt Polemik widmet Luis Teichmann sich in seinem zweiten Hörbuch nicht mehr dem, was im System Rettungsdienst schiefläuft, sondern den Missständen in unserer Gesellschaft.

Editionen (2)

ISBN9783955672607
VerlagLagato Verlag
Erscheinungsdatum18.09.24

Rezensionen & Bewertungen

166 Bewertungen

35 Rezensionen

4,3

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  • lyka22
    lyka22

    81 Follower

    4,0

    Wenn der Rettungsdienst auf soziale Not trifft

    Mich hat „Sind wir noch zu retten? „sehr nachdenklich gemacht. Luis Teichmann gibt einen ehrlichen und teilweise erschütternden Einblick in Einsätze des Rettungsdienstes und in Lebenssituationen von Menschen, die oft unter dem Radar der Gesellschaft leben – einsam, verwahrlost oder mit völlig überforderten Angehörigen. Beim Lesen wird deutlich, dass viele Einsätze eigentlich soziale Probleme widerspiegeln und nicht unbedingt klassische Notfälle für den Rettungsdienst sind. Das Buch hat mir nochmal gezeigt, wie komplex diese Realität ist. Bewegend, authentisch und definitiv lesenswert.

    11. März 2026

  • danielaweisbrich
    danielaweisbrich

    112 Follower

    5,0

    Spannende Einsätze. Schonungslos umschrieben. Wer einen Einblick in denn Rettungsdienst haben möchte, der ist hier genau richtig.

    8. Nov. 2024

  • bookish.life.lines
    bookish.life.lines

    147 Follower

    5,0

    „Sind wir noch zu retten?“ von Luis Teichmann, Rettungssanitäter in Köln, gibt Einblicke hinter die Kulissen des Rettungsdienstes. Schonungslos und ehrlich erzählt dieses Buch von den Abgründen des Lebens und in wie weit unser Land sein Wirken dabei hat. In aufwühlenden Worten blickt der Autor zum einen theoretisch auf sein Berufsbild im Rettungsdienst und belegt diese aber auch durch, meiner Meinung nach, gut gewählte Fallbeispiele, die sich hin und wieder unterscheiden und doch viel zu oft wiederholen, was am Ende dazu führt, dass viele Rettungsdienstmitarbeiter gefrustet sind, von der immer wiederkehrenden Spirale in der sie sich „gefangen“ sehen. Dabei verweist Luis Teichmann aber auch, für mein Empfinden, sehr gut auf mögliche Ansätze um diese Problematik zu lösen. Erschreckend waren für mich, selbst als ehemalige Rettungsdiensdlerin aktiv, nicht die Einsätze bzw. Fallbeispiele an sich, sondern dass ich mich selbst beim Lesen des Buches sehr oft in gewisse Einsatzszenarien zurückgeworfen fühlte und mich dabei erwischt habe, wie viele Thematiken mir allzu vertraut vorkamen. Damit hat das Buch mir auf sehr eindrucksvolle Weise gezeigt, dass dieses Buch längst nicht ein Rettungsdienstbereich oder gar Bundeslandproblem ist, sondern sich auf ganz Deutschland erstreckt. Von mir gibt es nicht nur eine ganz klare Leseempfehlung sondern viel eher den Appell, dass dieses Buch von möglichst vielen Menschen auch außerhalb des Berufsbereiches gelesen werden sollte um zu verstehen, was genau dieser Beruf mit Menschen und aber auch der Gesellschaft macht.

    25. März 2025

3 von 35 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 9546%
ikis_bookshelf
ikis_bookshelf9. Mai 2025

Uff.. Ich muss mich gerade zusammenreißen, nicht auch zu weinen. Das sit so schlimm... ich kann gut verstehen, das dies sein schlimmster Moment da war. Ich wäre schon längst am mitweinen gewesen oder spätestens auf der Wache.... 😭

Seite 9948%

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Autorin / Autor

Über Luis Teichmann

Luis Teichmann, geboren 1996, absolvierte nach seinem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr im Rettungsdienst und erlangte in diesem Zuge die Qualifikation zum Rettungssanitäter. Im Jahr 2016 begann er das Studium Rettungsingenieurwesen an der Technischen Hochschule Köln und schloss dieses als M.Sc. im Jahr 2022 ab. Seit 2023 wird er an der RWTH Aachen zum Dr. rer. medic. promoviert. Auch während des Studiums war er im Rettungsdienst beschäftigt und verfügt somit als Rettungssanitäter und Rettungsingenieur über praktische als auch theoretische Kompetenzen. Auf Instagram und TikTok berichtet er als @5_sprechwunsch von seinen Erlebnissen und Eindrücken. Sein erstes Buch „Einsatz am Limit“ stand zwölf Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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