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Swan Song

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Über das Buch

Swans Song - Buch 2: Das scharlachrote Auge Eine erkaltete, hoffnungslose Welt. Heimgesucht von einer uralten bösen Macht. Er ist der Mann mit dem scharlachroten Auge, der Mann der vielen Masken. Er vereint die Kraft der menschlichen Gier und des Wahnsinns. Er durchstreift das nuklear verstrahlte Land auf der Suche nach einem Kind, dem Mädchen mit dem Namen Swan. Das Kind muss vernichtet werden, denn es besitzt die Gabe. Swan kann dem toten Boden wieder Leben geben und den Menschen somit Rettung bringen … Das Ende der Welt ist nur der Start für den letzten Kampf der Menschheit. Stephen King: »Einer der besten Horror- und Thrillerautoren …« Publishers Weekly: »Überwältigend … Ein tiefer Blick in die Hölle und Erlösung.« Dean Koontz: »Ein irrer Sturz in den Terror. Eine große und erschreckende Geschichte.« Der legendäre US-Bestseller. Düster, brutal und mit epischer Wucht erzählt.

Editionen (3)

ISBN9783954718641
VerlagABOD Verlag
Erscheinungsdatum27.10.22
Seitenzahl370

Rezensionen & Bewertungen

32 Bewertungen

8 Rezensionen

3,9

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  • 5,0

    Die amerikanische Originalausgabe Swan Song erschien 1987. Für die deutsche Ausgabe, die 2015 im Festa Verlag erschien, wurde das Buch in zwei Bände geteilt. Leider gibt es die Bücher nur noch als Ebooks zu kaufen. Für eine Neuauflage wäre ich sehr dankbar, denn ich hätte diese überaus genialen Bücher gerne in meinem Regal stehen. 😍 Meine Meinung Der erste Band beginnt mit dem Fall der Bomben und ich befinde mich sofort mitten im Atomkrieg. Danach ist die Welt eine andere, alles ist zerstört, wüst und ohne jegliche Vegetation. Die Überlebenden sind so wie die ganze Umgebung verstrahlt. Ich bin mitten im atomaren Winter angekommen und entsprechend eiskalt wurde es mir beim Lesen und Hören. Denn das alles ist sehr plastisch beschrieben und ich sah alles wie einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen. Die Geschichte wird aus der Perspektive mehrerer Charaktere erzählt, die sich zu Anfang nicht kennen und nach und nach im Laufe beider Bände aufeinander treffen. Besonders beeindruckt war ich von Sister Creep und Swan, die im Laufe der Handlung eine enorme Entwicklung durchmachen. Aber auch die Charaktere, die ihnen zur Seite stehen und sie begleiten, sind gut umgesetzt und sympathisch, so dass ich mit ihnen mitfiebern konnte. Die Antagonisten hingegen habe ich geradezu gehasst. Sie sind in ihrer Fiesheit so überzeugend dargestellt, dass es mir bei einigen Szenen eiskalt den Rücken herunterlief. Das Szenario ist sehr realistisch beschrieben, nichtsdestotrotz gibt es phantastische und übernatürliche Elemente. Für mich ein interessanter Genremix aus Endzeit Thriller und Horror. Aber das gefällt vielleicht nicht jedem. Fazit Swans Song ist einer der genialsten Endzeit Thriller, die ich je gelesen habe und ein echtes Lesehighligt. Die atomare Apokalypse ist so eindrücklich und bildgewaltig beschrieben, wie ich es selten erlebt habe. Schon ab der ersten Seite ist die Handlung absolut mitreißend erzählt und ich war sofort im Buch versunken und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Von mir gibt es eine Lesempfehlung für alle Endzeit Fans und 5 von 5 🐈‍⬛ Allzu zart besaitet sollte man aber nicht sein, da es doch zuweilen recht blutig und eklig wird. 🔪🔪🔪💣☢️

    29. März 2025

  • bam51
    bam51

    127 Follower

    4,0

    Beklemmend reale Apokalypse mit starken Charakteren. Spannend bis zum Schluss, auch wenn die „Fantasy“ deplatziert wirkt

    Eine kurze Recherche hat ergeben, dass der Roman hierzulande erstmals 1988 bei Knaur erschien – damals allerdings leider nur stark gekürzt (ein Schicksal, das er anfangs ja z.B.mit Stephen Kings „Das letzte Gefecht“ teilte). Umso genialer ist es, dass der Festa Verlag diesen Meilenstein der Endzeit-Literatur ungekürzt, neu übersetzt als Zweiteiler herausgebracht hat. Ein riesiges Danke an den Verlag, denn das Warten auf diese vollständige Fassung hat sich absolut gelohnt! Der inhaltliche Vergleich mit Kings „The Stand“ ist damit umso unvermeidlicher und, ehrlich gesagt, auch verdient. Beides sind ausufernde postapokalyptische Epen, die auf einem fundamentalen Kampf zwischen Gut und Böse aufbauen. Beide bevölkern ihre verwüsteten Landschaften mit einer Riege zutiefst menschlicher Überlebender, und beide schaffen es, einen die Wucht einer Welt spüren zu lassen, die einfach aufgehört hat zu existieren. Aber „Swans Song“ ist keine bloße Imitation. McCammon hat etwas mit ganz eigener Identität, eigener Brutalität und einer ganz eigenen, still verheerenden Eigendynamik geschaffen. Die Ausgangslage ist düster: ein Atomkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion. Keine großen Erklärungen, kein langes geopolitisches Vorgeplänkel – die Bomben fallen, die Welt endet, und uns bleibt nichts anderes übrig, als uns mit den Überlebenden durch die Trümmer zu wühlen. Ein kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle: Ein bisschen mehr Exposition zur Vorgeschichte des Konflikts, ein etwas genaueres Bild einer Welt, die am Abgrund taumelt, hätte dem, was danach kommt, noch mehr Gewicht verliehen. Doch sobald der nukleare Winter hereinbricht und die Geschichte ihren Rhythmus findet, lässt das Tempo nicht mehr nach. Was McCammon meisterhaft beherrscht, sind die Figuren. Sister Creep, Josh, Swan, Roland Croninger, Colonel Macklin – sie alle fühlen sich auf ihre jeweils eigene Art schmerzhaft real an. Niemand entwickelt hier über Nacht praktische Überlebensfähigkeiten. Niemand wird zum Helden, ohne dafür einen Preis zu zahlen. Besonders Roland ist einer der aufrichtig furchteinflößendsten Charaktere, die mir in diesem Genre je begegnet sind – sein Abstieg in den Wahnsinn wird mit einer kalten Präzision geschildert, die das Ganze nur noch verstörender macht. Und Macklin, mit seinem psychologischen Schatten-Soldaten, ist das Porträt eines zerbrochenen Geistes, das noch lange nachwirkt, wenn man die Seite längst umgeblättert hat. Die postapokalyptische Welt selbst wird gnadenlos gezeichnet: Wasser ist vergiftet, Nahrung knapp, jede Dose Sardinen ein kleiner Sieg. McCammon schönt die harte Mathematik des Überlebens an keiner Stelle. Auch die Gewalt ist real. Stellenweise extrem explizit – geradezu beunruhigend –, aber sie dient immer der Weltgestaltung und verkommt nie zum bloßen Selbstzweck. Der größte Stolperstein ist für mich persönlich das übernatürliche Element des Plots. Ein Roman, der so stark in den plausiblen Mechanismen einer nuklearen Katastrophe verankert ist, braucht eigentlich keine gestaltwandelnde Verkörperung des Bösen, keinen magischen Ring und auch kein Mädchen mit der Fähigkeit, Dinge wachsen zu lassen. Diese Elemente wirken, als stammten sie aus einem anderen Buch – einem, das weniger diszipliniert ist und weniger Vertrauen in seine eigene Prämisse hat. Das Spannungsfeld zwischen diesem dreckigen Realismus und dem Fantasy-Gerüst löst sich nie ganz auf. McCammons menschliche Bösewichte sind schon für sich genommen furchteinflößend genug; der übernatürliche Antagonist fühlt sich wie eine Abkürzung an, die die Geschichte schlicht nicht nötig hatte. Aber die Sache ist die: Selbst mit dieser Frustration im Hinterkopf lässt einen das Buch einfach nicht los. Jedes Kapitel treibt einen voran. Jede Figur verdient sich ihren Platz. Für einen postapokalyptischen Klassiker, der irgendwie nie die verdiente Anerkennung gefunden hat, ist „Swans Song“ ein wirklich bemerkenswertes Werk. Teil zwei wartet schon.

    Beklemmend reale Apokalypse mit starken Charakteren. Spannend bis zum Schluss, auch wenn die „Fantasy“ deplatziert wirkt

    27. Mai 2026

  • mandragorah
    mandragorah

    40 Follower

    4,0

    "Der nukleare Winter senkt sich wie ein Leichentuch über die verkohlte Erde"

    Nun, zu Beginn des Buches war ich mir nicht ganz sicher, ob die Geschichte zum richtigen Zeitpunkt in meinen Händen landete. Ich kam nur schleppend voran und bezweifelte das mir die Story irgendwann gefallen würde. Doch je weiter ich las, desto begeisterter war ich. Ab dem Zeitpunkt der nuklearen Katastrophe war ich total gefangen. Ich liebe Bücher, die sich mit postapokalyptischen Themen befassen - und hier werden verschiedene Erzählstränge zu einem großen Ganzen zusammengeführt. Wir begleiten nicht nur die neunjährige Swan, sondern auch unter anderem Sister Creep und Roland Croninger - unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Schicksale. Sie alle befinden sich an verschiedenen Orten der bombardierten USA. Wir erleben Leid, Verwirrung, Verzicht und Verlust - aber auch wachsendene Zuversicht, innere Stärke und den Willen zu überleben. Was für Auswirkungen das auf das Innenleben der Protagonisten hat, fand ich sehr interessant. Jeder Mensch verfällt wohl in solchen Situationen in ein gewisses Extrem und Robert McCammon hat das hier unglaublich gut ausgearbeitet. Die Story hat auch einen gewissen übernatürlichen Touch, der erahnen lässt, dass hier noch ein gewaltiger Kampf von "Gut gegen Böse" folgen wird. Der zweite Teil wartet schon auf mich 🖤

    "Der nukleare Winter senkt sich wie ein Leichentuch über die verkohlte Erde"

    10. Apr. 2026

3 von 8 Rezensionen

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