Give a Fck
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Catrin Altzschner studierte Geschichte und Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaften, arbeitete am Kaas & Kappes Kindertheater, schrieb dort eigene Stücke und nahm mit Prosatexten an Poetry Slams teil. Nach dem Volontariat war sie als Journalistin für verschiedene Format-Radios des NRW Lokalfunks und der ARD tätig. Seit 2019 hostet sie bei 1Live/WDR den Podcast Intimbereich über Sexualität und Beziehungen. Am deutschen Hygiene-Museum in Dresden moderiert sie die literarische Werkschau Club der kruden Dichter.
Beiträge
Die Autorin Catrin Altzschner ist Journalistin und beschäftigt sich schon seit einiger Zeit für ihren Podcast mit Sexualität und Gesellschaft. Für 'Give a Fck' fokussiert sie sich auf Sexarbeit, macht aber gleich zu Beginn, und dann immer wieder, klar, dass man Sexarbeit nicht betrachten kann, ohne generell den gesellschaftlichen Umgang mit Sexualität und Arbeit zu analysieren. Dabei lässt die Autorin auch Sexarbeitende sowie andere Betroffene aus dem Umfeld zu Wort kommen, die aus sehr unterschiedlichen Arbeitsumfeldern kommen. Sie demonstriert damit, wie divers das Gewerbe als auch die Probleme innerhalb des Spektrums sind. Neben Erfahrungsberichten schaut Catrin Altzschner nach rechts und links, nennt Studien und die Probleme dieser. Es ist meiner Meinung nach eine gute Mischung aus Erfahrungsberichten und wissenschaftlicher Forschung. Die angesprochenen Thematiken sind so vielfältig, dass ich sie nicht in einer kurzen Rezension zusammenfassen kann. Altzschner stellt Sexarbeit in Bezug zu privatem sexuellen Tauschhandel, Stigmen, Gesetzeslage, und vielem mehr. Auch geht sie natürlich auf das Nordische Modell ein, welches von vielen Gegner*innen von Sexarbeit gefordert wird. Ich hatte das Gefühl, dass Altzschner Sexarbeit so umfassend wie für ca. 240 Seiten möglich betrachtet. Was ich besonders angenehm fand: Sie versucht die unterschiedlichen Perspektiven auf Sexarbeit objektiv zu betrachten, macht aber dennoch deutlich, was ihre eigene Meinung dazu ist - wenn sie eine hat. Catrin Altzschner nimmt die Lesenden mit auf ihren eigenen Reflexionsprozess und teilt somit auch ihre Unsicherheiten oder widersprüchlichen Emotionen. Für mich war das sehr wichtig und zeigt, wie komplex das Thema ist und dass einfache Lösungen leider selten gute Lösungen sind.
⭐️⭐️ Sterne Generell fühlte sich das Buch mehr wie ein gesellschaftskritischer Kommentar an, wo die Autorin eigene Geschichten und Erfahrungen miteinbezieht, statt einer Reportage über die eigentlichen Sexarbeiter*innen (Redwendungen wie „Ich glaube“ und „meiner Meinung nach…“ kamen immer wieder vor, obwohl die Autorin klar macht, dass sie kein Fachwissen aus dem Bereich mitbringt. Das finde ich irgendwie schwierig). Dies kam meiner Meinung nach viel zu kurz und weckt falsche Erwartungen. Die einzelnen Themenblöcke wirken nur „angekratzt“. Der Erzählstrang springt von einem Thema zum anderen ohne sehr in die Tiefe zu gehen. Für mich persönlich waren es wenig neue Ansätze bzw. die Themen nicht richtig ausgearbeitet und eher für ein Publikum gedacht, das sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat. Die Erzählstruktur und das Tempo fühlt sich deshalb sehr ungleichmäßig an. Die Erzählweise wirkt wie ein direktes Gespräch und macht Sinn, da die Autorin auch Hörfunkmoderatorin mit einem Podcast ist, jedoch geht mit der indirekten Rede für Stimmen aus der Sexarbeit der Fokus verloren. Es wirkt irgendwie distanziert.
Hier kommen verschiedene Sexarbeiter zu Wort von der Prostituierten auf der Straße über die Domina bis hin zu Escort und sugarbabes alle erzählen ihre Eindrücke und was sie sich erhofften was sich ändern soll. Sehr interessant man bekommt seine eigenen Vorurteile vorgehalten und lernt sein eigenes Verhalten zu reflektieren
⭐️⭐️ Sterne Generell fühlte sich das Buch mehr wie ein gesellschaftskritischer Kommentar an, wo die Autorin eigene Geschichten und Erfahrungen miteinbezieht, statt einer Reportage über die eigentlichen Sexarbeiter*innen (Redwendungen wie „Ich glaube“ und „meiner Meinung nach…“ kamen immer wieder vor, obwohl die Autorin klar macht, dass sie kein Fachwissen aus dem Bereich mitbringt. Das finde ich irgendwie schwierig). Dies kam meiner Meinung nach viel zu kurz und weckt falsche Erwartungen. Die einzelnen Themenblöcke wirken nur „angekratzt“. Der Erzählstrang springt von einem Thema zum anderen ohne sehr in die Tiefe zu gehen. Für mich persönlich waren es wenig neue Ansätze bzw. die Themen nicht richtig ausgearbeitet und eher für ein Publikum gedacht, das sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat. Die Erzählstruktur und das Tempo fühlt sich deshalb sehr ungleichmäßig an. Die Erzählweise wirkt wie ein direktes Gespräch und macht Sinn, da die Autorin auch Hörfunkmoderatorin mit einem Podcast ist, jedoch geht mit der indirekten Rede für Stimmen aus der Sexarbeit der Fokus verloren. Es wirkt irgendwie distanziert.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Catrin Altzschner studierte Geschichte und Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaften, arbeitete am Kaas & Kappes Kindertheater, schrieb dort eigene Stücke und nahm mit Prosatexten an Poetry Slams teil. Nach dem Volontariat war sie als Journalistin für verschiedene Format-Radios des NRW Lokalfunks und der ARD tätig. Seit 2019 hostet sie bei 1Live/WDR den Podcast Intimbereich über Sexualität und Beziehungen. Am deutschen Hygiene-Museum in Dresden moderiert sie die literarische Werkschau Club der kruden Dichter.
Beiträge
Die Autorin Catrin Altzschner ist Journalistin und beschäftigt sich schon seit einiger Zeit für ihren Podcast mit Sexualität und Gesellschaft. Für 'Give a Fck' fokussiert sie sich auf Sexarbeit, macht aber gleich zu Beginn, und dann immer wieder, klar, dass man Sexarbeit nicht betrachten kann, ohne generell den gesellschaftlichen Umgang mit Sexualität und Arbeit zu analysieren. Dabei lässt die Autorin auch Sexarbeitende sowie andere Betroffene aus dem Umfeld zu Wort kommen, die aus sehr unterschiedlichen Arbeitsumfeldern kommen. Sie demonstriert damit, wie divers das Gewerbe als auch die Probleme innerhalb des Spektrums sind. Neben Erfahrungsberichten schaut Catrin Altzschner nach rechts und links, nennt Studien und die Probleme dieser. Es ist meiner Meinung nach eine gute Mischung aus Erfahrungsberichten und wissenschaftlicher Forschung. Die angesprochenen Thematiken sind so vielfältig, dass ich sie nicht in einer kurzen Rezension zusammenfassen kann. Altzschner stellt Sexarbeit in Bezug zu privatem sexuellen Tauschhandel, Stigmen, Gesetzeslage, und vielem mehr. Auch geht sie natürlich auf das Nordische Modell ein, welches von vielen Gegner*innen von Sexarbeit gefordert wird. Ich hatte das Gefühl, dass Altzschner Sexarbeit so umfassend wie für ca. 240 Seiten möglich betrachtet. Was ich besonders angenehm fand: Sie versucht die unterschiedlichen Perspektiven auf Sexarbeit objektiv zu betrachten, macht aber dennoch deutlich, was ihre eigene Meinung dazu ist - wenn sie eine hat. Catrin Altzschner nimmt die Lesenden mit auf ihren eigenen Reflexionsprozess und teilt somit auch ihre Unsicherheiten oder widersprüchlichen Emotionen. Für mich war das sehr wichtig und zeigt, wie komplex das Thema ist und dass einfache Lösungen leider selten gute Lösungen sind.
⭐️⭐️ Sterne Generell fühlte sich das Buch mehr wie ein gesellschaftskritischer Kommentar an, wo die Autorin eigene Geschichten und Erfahrungen miteinbezieht, statt einer Reportage über die eigentlichen Sexarbeiter*innen (Redwendungen wie „Ich glaube“ und „meiner Meinung nach…“ kamen immer wieder vor, obwohl die Autorin klar macht, dass sie kein Fachwissen aus dem Bereich mitbringt. Das finde ich irgendwie schwierig). Dies kam meiner Meinung nach viel zu kurz und weckt falsche Erwartungen. Die einzelnen Themenblöcke wirken nur „angekratzt“. Der Erzählstrang springt von einem Thema zum anderen ohne sehr in die Tiefe zu gehen. Für mich persönlich waren es wenig neue Ansätze bzw. die Themen nicht richtig ausgearbeitet und eher für ein Publikum gedacht, das sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat. Die Erzählstruktur und das Tempo fühlt sich deshalb sehr ungleichmäßig an. Die Erzählweise wirkt wie ein direktes Gespräch und macht Sinn, da die Autorin auch Hörfunkmoderatorin mit einem Podcast ist, jedoch geht mit der indirekten Rede für Stimmen aus der Sexarbeit der Fokus verloren. Es wirkt irgendwie distanziert.
Hier kommen verschiedene Sexarbeiter zu Wort von der Prostituierten auf der Straße über die Domina bis hin zu Escort und sugarbabes alle erzählen ihre Eindrücke und was sie sich erhofften was sich ändern soll. Sehr interessant man bekommt seine eigenen Vorurteile vorgehalten und lernt sein eigenes Verhalten zu reflektieren
⭐️⭐️ Sterne Generell fühlte sich das Buch mehr wie ein gesellschaftskritischer Kommentar an, wo die Autorin eigene Geschichten und Erfahrungen miteinbezieht, statt einer Reportage über die eigentlichen Sexarbeiter*innen (Redwendungen wie „Ich glaube“ und „meiner Meinung nach…“ kamen immer wieder vor, obwohl die Autorin klar macht, dass sie kein Fachwissen aus dem Bereich mitbringt. Das finde ich irgendwie schwierig). Dies kam meiner Meinung nach viel zu kurz und weckt falsche Erwartungen. Die einzelnen Themenblöcke wirken nur „angekratzt“. Der Erzählstrang springt von einem Thema zum anderen ohne sehr in die Tiefe zu gehen. Für mich persönlich waren es wenig neue Ansätze bzw. die Themen nicht richtig ausgearbeitet und eher für ein Publikum gedacht, das sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat. Die Erzählstruktur und das Tempo fühlt sich deshalb sehr ungleichmäßig an. Die Erzählweise wirkt wie ein direktes Gespräch und macht Sinn, da die Autorin auch Hörfunkmoderatorin mit einem Podcast ist, jedoch geht mit der indirekten Rede für Stimmen aus der Sexarbeit der Fokus verloren. Es wirkt irgendwie distanziert.









