Die Wäscheleinen-Schaukel
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Beschreibung
Er zeigt eindrücklich queeres Leben im Syrien des Bürgerkriegs und schildert die Lage und die Konsquenzen für die LGBTQIA*-Community. Noch ist nicht klar, wie sich die Situation in Syrien für die Community und auch für Frauen entwickeln wird.
»Die Wäscheleinen-Schaukel« führt durch die Lebenswege von zwei schwulen syrischen Männern, die sich im kriegszerrütteten Syrien kennenlernen und über Beirut und Kairo schließlich gemeinsam nach Vancouver fliehen.
Die Erinnerungen an ihre zurückgelassene Heimat werden in den fantasievollen, manchmal schwermütigen, aber jede für sich wunderschönen Geschichten wiedererweckt. als einer der Protagonisten vier Jahrzehnte später versucht, seinen Partner an dessen Sterbebett am Leben zu halten.
Die einzelnen Geschichten bilden ein verwobenes Mosaik aus bewegenden, nachklingenden Eindrücken einer Kindheit in Damaskus, von Liebesgeschichten im Verborgenen, den gewaltvollen Erfahrungen des Krieges und der Homophobie sowie der hoffnungsvollen Suche nach einem freieren Leben.
Danny Ramadan, der selbst 2012 von Syrien nach Kanada geflohen ist, eröffnet den Lesenden in seinem Roman auf poetische Weise die ungewöhnliche Perspektive queerer Menschen in Syrien auf die Erinnerungen an eine untergehende Heimat.
»Eine bemerkenswerte Lektüre. Danny Ramadan öffnet seinen Lesern eine Welt und führt sie mit Sensibilität und Spannung durch diese Welt.« Bernhard Schlink, New York Times
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Danny Ramadan ist ein preisgekrönter syrisch-kanadischer Autor, Redner, Geschichtenerzähler und LGBTQIA+-Geflüchtetenaktivist. Für seinen Debütroman »Die Wäscheleinen-Schaukel« erhielt er zahlreiche Nominierungen und Preise. »Nebelhorn-Echos« wurde 2023 mit dem Lambda Award für Gay Fiction ausgezeichnet. Ramadan ist auch der Autor der Kinderbücher »Salma, die syrische Köchin« und »Bei Salma zu Hause«. Für seinen sozialen Aktivismus wurde er mit dem StandOut! Award, dem RBC Top 25 Canadian Immigrants Award und dem Bonham Centre Award der University of Toronto ausgezeichnet. Seit seiner Ankunft in Kanada hat Ramadan mehr als 300.000 Dollar für LGBTQIA+ identifizierende Geflüchtete gesammelt. Er lebt mit seinem Ehemann in Vancouver.
Beiträge
"Die Wäscheleinen-Schaukel" von Ahmad Danny Ramadan, das die Büchergilde in ihrer wunderbaren Weltempfänger-Reihe herausbrachte, hatte mich thematisch sofort angesprochen - eine syrische Migrationsgeschichte aus Sicht eines homosexuellen Schriftstellers, offensichtlich autobiographische Züge inklusive? I'm in! Die Anlage dieses Debütromans hat mich sofort staunen lassen und trägt sich trotz der durchgehenden Du-Form meinem Empfinden nach recht gut durch den gesamten Roman: Der Hakawati (Geschichtenerzähler), der seinem tödlich erkrankten Partner Geschichten erzählt, um ihn am Leben zu erhalten. Wir befinden uns dabei in einer Zeit ca. 30 Jahre in der Zukunft im neuen kanadischen Zuhause der Protagonisten und werfen anekdotenhaft Blicke in das alte Damaskus, in die Kindheit des Erzählers, in Jugenderinnerungen, Zeiten des Bürgerkrieges und der Flucht bzw. des Exils. Der personifizierte Tod wird dabei immer mehr Teil der Unterhaltung, er setzt sich dazu, raucht einen Joint und kommentiert ungefragt. Je mehr er am Alltag teilnimmt, desto kürzer wird die Zeit, die dem Ehepaar noch verbleibt - dennoch wirkt der Tod wie ein alter Freund, fast ein Familienmitglied, mit dem man sich natürlicherweise arrangiert, arrangieren muss. Der Autor verpackt schmerzhafte und schöne Erinnerungen in wunderbar poetischer Sprache, lässt hier und da Leichtigkeit durchschimmern, ohne jemals die Tragik des Erzählten zu schmälern. Er erzählt so tief und feinfühlig und durch seine arabische Muttersprache so anders, dass es mich bis zuletzt in den Bann gezogen hat. In einem Interview mit der Büchergilde sagt er selbst: "Meine Sprache, das Arabische, ist sehr spezifisch und poetisch und für die Ohren der westlichen Welt fremd. Das verlieh meiner englischen Sprache eine einzigartige Stimme, die von niemandem in meiner Umgebung so erreicht wird." Auch in der deutschen Übersetzung wurde dieser besondere Ton deutlich herausgearbeitet und verhilft dem Roman zu einem "1001 Nacht" Vibe, worauf es im Text auch zahlreiche Verweise gibt. Für mich ein Highlight, das nur gegen Ende um ein, zwei enigmatische Fabeln kürzer sein hätte dürfen. Ansonsten: Begeisterung und Hoffnung auf Neues von Ahmad Danny Ramadan!
Beschreibung
Er zeigt eindrücklich queeres Leben im Syrien des Bürgerkriegs und schildert die Lage und die Konsquenzen für die LGBTQIA*-Community. Noch ist nicht klar, wie sich die Situation in Syrien für die Community und auch für Frauen entwickeln wird.
»Die Wäscheleinen-Schaukel« führt durch die Lebenswege von zwei schwulen syrischen Männern, die sich im kriegszerrütteten Syrien kennenlernen und über Beirut und Kairo schließlich gemeinsam nach Vancouver fliehen.
Die Erinnerungen an ihre zurückgelassene Heimat werden in den fantasievollen, manchmal schwermütigen, aber jede für sich wunderschönen Geschichten wiedererweckt. als einer der Protagonisten vier Jahrzehnte später versucht, seinen Partner an dessen Sterbebett am Leben zu halten.
Die einzelnen Geschichten bilden ein verwobenes Mosaik aus bewegenden, nachklingenden Eindrücken einer Kindheit in Damaskus, von Liebesgeschichten im Verborgenen, den gewaltvollen Erfahrungen des Krieges und der Homophobie sowie der hoffnungsvollen Suche nach einem freieren Leben.
Danny Ramadan, der selbst 2012 von Syrien nach Kanada geflohen ist, eröffnet den Lesenden in seinem Roman auf poetische Weise die ungewöhnliche Perspektive queerer Menschen in Syrien auf die Erinnerungen an eine untergehende Heimat.
»Eine bemerkenswerte Lektüre. Danny Ramadan öffnet seinen Lesern eine Welt und führt sie mit Sensibilität und Spannung durch diese Welt.« Bernhard Schlink, New York Times
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Danny Ramadan ist ein preisgekrönter syrisch-kanadischer Autor, Redner, Geschichtenerzähler und LGBTQIA+-Geflüchtetenaktivist. Für seinen Debütroman »Die Wäscheleinen-Schaukel« erhielt er zahlreiche Nominierungen und Preise. »Nebelhorn-Echos« wurde 2023 mit dem Lambda Award für Gay Fiction ausgezeichnet. Ramadan ist auch der Autor der Kinderbücher »Salma, die syrische Köchin« und »Bei Salma zu Hause«. Für seinen sozialen Aktivismus wurde er mit dem StandOut! Award, dem RBC Top 25 Canadian Immigrants Award und dem Bonham Centre Award der University of Toronto ausgezeichnet. Seit seiner Ankunft in Kanada hat Ramadan mehr als 300.000 Dollar für LGBTQIA+ identifizierende Geflüchtete gesammelt. Er lebt mit seinem Ehemann in Vancouver.
Beiträge
"Die Wäscheleinen-Schaukel" von Ahmad Danny Ramadan, das die Büchergilde in ihrer wunderbaren Weltempfänger-Reihe herausbrachte, hatte mich thematisch sofort angesprochen - eine syrische Migrationsgeschichte aus Sicht eines homosexuellen Schriftstellers, offensichtlich autobiographische Züge inklusive? I'm in! Die Anlage dieses Debütromans hat mich sofort staunen lassen und trägt sich trotz der durchgehenden Du-Form meinem Empfinden nach recht gut durch den gesamten Roman: Der Hakawati (Geschichtenerzähler), der seinem tödlich erkrankten Partner Geschichten erzählt, um ihn am Leben zu erhalten. Wir befinden uns dabei in einer Zeit ca. 30 Jahre in der Zukunft im neuen kanadischen Zuhause der Protagonisten und werfen anekdotenhaft Blicke in das alte Damaskus, in die Kindheit des Erzählers, in Jugenderinnerungen, Zeiten des Bürgerkrieges und der Flucht bzw. des Exils. Der personifizierte Tod wird dabei immer mehr Teil der Unterhaltung, er setzt sich dazu, raucht einen Joint und kommentiert ungefragt. Je mehr er am Alltag teilnimmt, desto kürzer wird die Zeit, die dem Ehepaar noch verbleibt - dennoch wirkt der Tod wie ein alter Freund, fast ein Familienmitglied, mit dem man sich natürlicherweise arrangiert, arrangieren muss. Der Autor verpackt schmerzhafte und schöne Erinnerungen in wunderbar poetischer Sprache, lässt hier und da Leichtigkeit durchschimmern, ohne jemals die Tragik des Erzählten zu schmälern. Er erzählt so tief und feinfühlig und durch seine arabische Muttersprache so anders, dass es mich bis zuletzt in den Bann gezogen hat. In einem Interview mit der Büchergilde sagt er selbst: "Meine Sprache, das Arabische, ist sehr spezifisch und poetisch und für die Ohren der westlichen Welt fremd. Das verlieh meiner englischen Sprache eine einzigartige Stimme, die von niemandem in meiner Umgebung so erreicht wird." Auch in der deutschen Übersetzung wurde dieser besondere Ton deutlich herausgearbeitet und verhilft dem Roman zu einem "1001 Nacht" Vibe, worauf es im Text auch zahlreiche Verweise gibt. Für mich ein Highlight, das nur gegen Ende um ein, zwei enigmatische Fabeln kürzer sein hätte dürfen. Ansonsten: Begeisterung und Hoffnung auf Neues von Ahmad Danny Ramadan!




