Blick ins Buch

Romane

Elektrische Fische

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Über das Buch

Emma muss mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern von Dublin nach Mecklenburg-Vorpommern ziehen. Sie vermisst Irland, den Atlantik, die irischen Großeltern. Nicht mal die Ostsee kann sie trösten. Emma will nur eins: schleunigst nach Dublin zurückkehren. Levin aus ihrer neuen Klasse, der selbst große Sorgen hat, bietet ihr seine Hilfe an, scheint aber irgendwann gar nicht mehr zu wollen, dass sie wieder fortgeht. Und auch Emma beginnt allmählich an dem Fluchtplan zu zweifeln … ausgezeichnet von der hr2-Hörbuchbestenliste Die besten 7 Bücher für junge Leser (Dezember 2019) Lektorix des Monats (Dezember 2019) LUCHS (Januar 2020) Kröte des Monats (Januar 2020) Leselotse (Nr. 1/2020) Jugendbuch des Monats Dezember 2019 (Dt. Akademie KJL)

Editionen (4)

ISBN9783941009653
VerlagDiwan Hörbuchverlag
Erscheinungsdatum22.06.20

Rezensionen & Bewertungen

72 Bewertungen

10 Rezensionen

3,7

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  • urania11
    urania11

    111 Follower

    2,0

    Über Heimweh, ein neues Zuhause finden und die erste Liebe

    In dem Buch geht es um Emma, die mit ihrer Familie von Dublin nach Mecklenburg-Vorpommern umziehen musste. Die erste Entscheidung die sie dort trifft, ist einen Weg zurück nach Dublim, nach Hause, zu finden. Irgendwann merkt sie aber, dass es dort gar nicht so schlimm ist, will dann aber trotzdem losfahren. Sorry, das ich jetzt spoiler, aber der Klappentext verrät es ja eh schon irgendwie. Zumindest bleibt sie dann eben doch da, aber nicht wegen der Liebe (die ohnehin nicht zum Ausdruck kam außer ein paar einzelnen Gedanken an ihn), sondern aus einem anderen Grund und dieser ist irgendwie echt sinnlos... Den Schreibstil fand ich überhaupt nicht toll, die Sätze waren echt komisch... Manchmal ging ein Satz fast über die ganze Seite obwohl es eigentlich nur ums Tauchen ging und viele Sätze waren sehr kurz und waren eigentlich nur Wortgruppen. Mich hat auch das Glossar am Ende gestört, in dem v.a. irische Ausdrücke erklärt wurden, aber das hätte man sich auch sparen können indem man es einfach in der Geschichte erklärt. Weil v.a. bei dem EBook war das sehr nervig immer wieder vor und zurück zu springen.... Außerdem fand ich Emma irgendwann echt nervig und es hat mich sehr an Schullektüre erinnert. An dem Buch gefallen hat mir eigentlich nur, dass man was über Irland und die irische Kultur erfahren hat und das Cover, was ich in den Pastellfarben echt schön fand. Also ich würde das Buch nicht empfehlen, ich habe es auch nur beendet, weil es sehr wenige Seiten hatte, aber ansonsten war es einfach nur langweilig...😔

    Über Heimweh, ein neues Zuhause finden und die erste Liebe

    22. Okt. 2024

  • 4,0

    Ein neues Leben soll Emma in Deutschland beginnen, nachdem sie mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern aus Irland weggezogen ist. Doch damit ist Emma gar nicht einverstanden und vor allem auch nicht glücklich. Sie will zurück nach Dublin, zurück zu ihren Grosseltern und ihrem Vater, der ihre Mutter nicht glücklich machen konnte. Emma schmiedet einen Plan und ist überzeugt, dass das die einzige Möglichkeit ist, um wieder glücklich zu sein. Doch dann begegnet sie Levin und eigentlich hat er gar keine Zeit für die Probleme von anderen, aber er will Emma helfen. Und dann sind da auch noch diese elektrischen Fische und Gefühle zwischen Levin und Emma, die die Situation nicht einfacher machen. Emma ist keine leichte Protagonistin. Auf den ersten 60 Seiten wirkt sie teilweise fast schon unsympathisch, gleichzeitig empfindet man Mitleid mit ihr und die Autorin gibt einem die Möglichkeit zu verstehen, wie die sich die einzelnen Figuren fühlen. Zudem beschäftigt sich das Buch mit der Frage, was Heimat ist und wie unterschiedlich Heimat empfunden werden kann. Susan Kreller lässt uns darüber nachdenken, warum wir uns da wo wir leben wohlfühlen oder eben nicht wohlfühlen. Gleichzeitig bietet „Elektrische Fische“ aber gute Unterhaltung und Lesestunden, die es einem erlauben, seinen Horizont zu erweitern. Ein Entschwinden aus dem Alltag ist vielleicht nicht möglich, dafür beschäftigt sich das Buch mit zu alltäglichen Themen, aber das Buch bietet viel Stoff zum Nachdenken und das Buch ist auf emotionaler Ebene so vielfältig, dass das Lesen zu einem interessanten Erlebnis wird. Fazit Susan Kreller hat mit «Elektrische Fische» geschrieben, welches aus unterschiedlichen Gründen zu überzeugen weiss. Kreller beherrscht ihr Handwerk und weiss mit der Sprache umzugehen, das Einflechten von englischen und irischen Begriffen macht das Buch authentischer und gibt den Figuren eine eigene Stimme. Gleichzeitig ist das Buch eine emotionale Wucht und gewährt tiefe Einblicke in die Gefühlswelt von Emma, ihrer Familie und Levin. Wenn ihr ein Buch lesen wollt, welches euch gut unterhält, euch emotional berührt und zudem auch noch ein paar Denkanstösse gibt, dann seid ihr mit Susan Krellers neuestem Werk genau richtig. Eine ruhige Geschichte, die gleichzeitig nur so von Leben und Emotionen sprudelt. Emmas Geschichte hat mir gut gefallen und auch wenn ich mich zwischendurch über sie aufgeregt habe oder ihre Handlungen und Gedanken nicht ganz nachvollziehen konnte, gebe ich diesem Buch 4 von 5 Sterne und empfehle es Fans von Ava Reed, Anne Freytag und Jandy Nelson. Ich danke dem Carlsen Verlag für mein Exemplar! Folge Josia Jourdan für mehr Buchtipps auf Instagram https://instagram.com/josiajourdan?igshid=3fyrmomrs8mc

    4. Sept. 2023

  • 4,5

    Schmerzlich schön. Ich habe ein besonderes Buch erwartet und auch ein besonderes Buch bekommen. "Elektrische Fische" ist kein klassischer Jugendroman mit einer klassischen Geschichte, die dem typischen Muster folgt, dessen sollte man sich bewusst sein, ansonsten wird man hier Vieles vermissen. Es geht hier nicht um die Handlung und eigentlich auch nicht so sehr um die Charaktere. Es geht um mehr, um Alles, um dieses Besondere, um das zwischen den Zeilen und hinter den Worten. Susan Kreller sagt mit wenigen Worten so, so viel. Obwohl dieses Buch nicht einmal 200 Seiten umfasst, steckt so viel darin. Es geht um Identität, Heimat, Familie, Trauer, Verlust, Anderssein und Heimweh. All das wird sehr lebendig und nahbar vermittelt. Man kann es geradezu am eigenen Leibe spüren, was nicht immer leicht ist. Die Autorin bindet einige komplexe und sensible Themen in ihre Geschichte mit ein, wobei sie nicht alles auserzählt oder näher beschreibt. Man kann oder muss zwischen den Zeilen lesen, sonst wird Vieles nicht deutlich. Allerdings wird hier auch nichts beschönigt und es gibt keine gezwungenen Happy Ends oder unnatürlich leichten Problemlösungen. Susan Kreller erzählt die Dinge so wie sie eben sind, und das ist eben nicht immer leicht und schön, dafür aber umso authentischer und nah am Leben. Dadurch ist diese Geschichte jedoch auch von tiefer Trauer und Schmerz geprägt. Negative Emotionen sind hier sehr präsent und gingen mir tief unter die Haut. Die Stimmung ist melancholisch bis trostlos, wobei ich sie auch nicht als gänzlich hoffnungslos beschreiben würde, das kommt aber wohl auch auf die eigene Interpretation des Erzählten an. Das muss man lesen und ertragen können und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich dieses Buch in erster Linie Jugendlichen empfehlen würde, zumindest keinen ganz jungen oder zartbesaiteten Leser:innen, wobei man das natürlich auch immer individuell betrachten und evaluieren muss. Obwohl Susan Kreller uns keine klassisch sympathischen Charaktere vorsetzt, mit denen man sich super gut und einfach identifizieren könnte, habe ich mit ihnen mitgelitten - Und zwar nicht nur mit Emma, aus deren Ich-Perspektive diese Geschichte erzählt wird, sondern mit allen, denn jede:r von ihnen hat sein:ihr eigenes Päckchen beladen mit Trauer, Verlust, Angst, Schmerz und Verzweiflung zu tragen. Sie alle sind in gewisser Weise gebrochen und auf der Suche nach Heilung und diesem einen Hoffnungsschimmer - Jede:r auf seine Art. Susan Kreller schreibt ausdrucksstark, wortgewaltig, intensiv und anrührend und genau das macht dieses Buch so besonders. Das Ungesagte trifft hier ebenso tief wie das Ausgesprochene. Dieses Buch ist nicht nur unheimlich schön geschrieben, sodass es sich nahezu wie Poesie liest, sondern auf eine ihm eigentümliche Art und Weise auch sehr emotional. Unkonventionell emotional und sehr traurig. Es hat mich beim Lesen regelrecht zerrissen. Das Ende hält noch eine Überraschung für uns bereit und lässt schließlich ziemlich viel offen bzw. greift ohne nähere Erläuterungen und Erklärungen auf zukünftige Entwicklungen vor, was ich in gewisser Weise schon erwartet habe und was auch sehr gut zu dieser Geschichte passt, dennoch hätte ich an mancher Stelle natürlich gerne noch mehr erfahren, auch wenn es so sicherlich besser war. Es ist das perfekte Ende, aber eben nicht unbedingt das Ende, welches sich ein armes Leser:innen-Herz wünscht. 4,5/ 5 Sterne ⭐️

    8. Jan. 2024

3 von 10 Rezensionen

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