Blick ins Buch
Über das Buch
Leonard, Student der Philosophie mit einem gutbezahlten Job als Korrektor
im Bundestag, hat sich in eine schwierige Lage gebracht. Nun,
wo seine Freundin Ines beginnt, sich von ihm zu entfernen, versucht
er herauszubekommen, warum es dazu kam. Zugleich nähert er sich
seiner Kollegin Eva an, zu der er sich schon lange hingezogen fühlt.
Hin und her gerissen beginnt Leonard die Geschichte dieser Menage
à trois aufzuzeichnen – in Briefen an einen fiktiven Freund. Doch die
gedachte Lebensbeichte gerät unversehens zu einer gnadenlosen
Innenschau; er versucht gegen den Malstrom seiner Gefühle und Gelüste
anzuschreiben. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen
Wahrheit und Wollen. Während Leonard sich neu erfindet, nehmen
die beiden Frauen auf der Bühne seines Lebens und Schreibens immer
festere Gestalt an, wohingegen Leonard sich immer mehr aufzulösen
scheint.
van Hengel schreibt saftig, wüst, tabulos. Einfühlsam und furchtlos.
Vor allem aber ist er unübertroffen ehrlich.
van Hengel zeichnet nach seinem grandiosen dekonstruktivistischen
Roman Lucile (2006) mit Morbus vitalis das Bild des heutigen Menschen:
vage, zaudernd, unbehaust, zerrissen – stets auf der Suche nach
sich selbst. --------------
Willi van Hengel,
geb. 1963 im rheinländischen Oberbruch,
Korrektor, Lektor und freier Journalist,
würde nicht mehr sehr lange leben, wenn
er nicht mehr schreiben dürfte, sagt er
mit einem Lächeln. 45 Jahre lang nicht
aus seinem Dorf herausgekommen, hat es
ihn nun nach Berlin verschlagen, ganz
in die Nähe des Weissensees. Wie sich
das auf seine Schriftstellerei auswirken
wird.
Mehr unter: www.vanhengel.de
Editionen (1)
ISBN9783940756367
VerlagWiesenburg
Erscheinungsdatum14.04.09
Seitenzahl244
Haupt-GenreRomane
FormatTaschenbuch
SpracheDeutsch
Preis15.40 €
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