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Romane

liegen lernen

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Über das Buch

Eine Stadt im Ruhrgebiet, Anfang der 80er Jahre. Helmut ist 16 Jahre, besucht die Oberstufe eines Gymnasiums, hat Eltern, die nicht miteinander reden, und eine Mutter, die immer nur wissen möchte, was er eigentlich will. Vom Leben, zum Beispiel. Wenn er das nur selbst so genau wüsste.
Seine lakonische Selbsteinschätzung: drogenabstinenter, heterosexueller Nichtdemonstrierer, so wenig Engagement wie nötig, so viel Leben (lassen) wie möglich. Helmut hört Platten von den Beatles und Dylan, tanzt zu Madness und Fischer Z, trägt wie alle anderen Bäckerhosen und verliebt sich in die Schulsprecherin Britta. Ihr zuliebe engagiert er sich in der Nicaragua-Gruppe, sie führt den kleinbürgerlichen, immer etwas schüchternen Jungen in die Liebe ein. Zur ersten Liebe aber gehört auch die erste Enttäuschung. Und so erzählt Helmut rückblickend sein Leben als Suche nach der einzigen Frau, die ihm etwas bedeutet hat, während seine amourösen Abenteuer ihn in Wirklichkeit kalt ließen.

Die Achtziger waren keine gute Zeit, um erwachsen zu werden, jedenfalls keine Zeit, auf die man voller Sentimentalität zurückblicken kann. Schlaghosen, Clogs, Abba, Ilja Richter – die siebziger Jahre hatten Charme, da kam noch etwas aus den Sechzigern rüber, vielleicht sogar eine Ahnung der Idee, die Welt könne besser werden. Die Achtziger hatten so etwas nicht.

Editionen (5)

ISBN9783933686695
Verlagtacheles!
Erscheinungsdatum14.03.01

Rezensionen & Bewertungen

18 Bewertungen

3 Rezensionen

3,4

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  • dantesso
    dantesso

    1 Follower

    2,0

    "Liegen lernen" handelt von Helmut und seinen Fickgeschichten in den 80ern. That's ist. Das ist ziemlich ernüchternd, hauptsächlich deshalb, weil man auf den ersten 100 Seiten noch die vage Hoffnung hat, dass das ganze am Ende doch noch irgendeine interessante Richtung einschlägt. Das tut es aber nicht. Die Freundinnen wechseln sich ab, Helmut treibt plan,- und ziellos durch sein Studentenleben und all das, ohne dass er sich dabei groß für die Welt in der er lebt zu interessieren scheint. Das ist ziemlich paradox, denn es scheint als wolle der Autor den spezifischen Zeitgeist eben jener Welt der 80er einfangen. Aber da der lethargische und apolitische Helmut mit einer wachsenden Arschlochhaftigkeit von Frau zu Frau taumelt, bekommt man außer seltsam detaillierter Beschreibungen zeitgenössischer Damenmode, Brüsten, Schallplatten und eben besagten Fickgeschichten nicht wirklich ein Gefühl dafür. Aber vielleicht war damals ja auch nicht mehr los.

    21. Aug. 2024

  • peanutbutter
    peanutbutter

    5 Follower

    1,0

    Sein blödestes Buch.

    Grundsätzlich lese ich Goosens Bücher gerne, aber der Ich-Erzähler ist einfach nur ein sehr blöder, triebgesteuerter Typ (er weiß es), der nicht weiß, was er will (auch das wird wirklich, wirklich oft erwähnt). Im Vergleich zu „Sommerfest“ oder „Kein Wunder“ passiert in der Handlung leider nicht das, was den Charakter dazu führen könnte, dass er sein Leben ändern möchte.

    6. Jan. 2025

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Seitenbasierte Kommentare

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peanutbutter
peanutbutter3. Jan. 2025

Es ist von Anfang an wie ein Autounfall, einfach echt furchtbar, jede einzelne Situation. Onkel Bertram: zu 100% furchtbar! Helmuts Selbstachtung? Wo ist sie? Der Moment, wo Helmut beginnt sich zum Positiven zu ändern… Wird er kommen? Es ist wie ein Autounfall

Autorin / Autor

Über Frank Goosen

Frank Goosen ist mit seinen erfolgreichen Hörbüchern, darunter Liegen lernen, Sommerfest, Kein Wunder seit vielen Jahren auch auf den Bühnen der Republik unterwegs. Einige seiner Hörbücher wurden für das Kino verfilmt und dramatisiert. Frank Goosen war vier Jahre Jugendtrainer bei einem kleinen Verein und schreibt eine regelmäßige Kolumne für den kicker. Seine Bücher sind allesamt im Hörbuch bei tacheles! erschienen. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Bochum.

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