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Mit „Julimord“ aus dem Piper Verlag präsentiert Emelie Schepp einen spannenden Kriminalroman, der einen komplexen Ermittlungsfall mit einer sehr persönlichen und emotionalen Geschichte verbindet. Im Zentrum steht die Polizistin Maia Bohm, die mit ihrer Familie nach Motala gezogen ist. Der Grund dafür ist die schwere Herzerkrankung ihres Sohnes, der dringend auf ein Spenderorgan angewiesen ist. Während die Sorge um ihr Kind ihren Alltag bestimmt, wird Maia gemeinsam mit ihrem Kollegen Greg mit einem rätselhaften Fall konfrontiert. Ein Mann wird schwer verletzt aufgefunden und schwebt zwischen Leben und Tod, es ist unklar ob es Selbstmorde oder versuchter Mord ist. Gleichzeitig rückt das ungeklärte Verschwinden seiner Ehefrau, das bereits genau ein Jahr, zurückliegt, erneut in den Fokus der Ermittlungen. Nach und nach treten verborgene Wahrheiten ans Licht, die den Fall in eine unerwartete Richtung lenken. Besonders überzeugend gelingt der Autorin die Darstellung von Maia Bohm. Sie ist eine engagierte und gute Ermittlerin, zugleich aber auch eine Mutter, die unter enormem emotionalem Druck steht. Diese innere Zerrissenheit verleiht der Figur Glaubwürdigkeit. Auch Greg erweist sich als interessanter Ermittlerpartner, während die übrigen Figuren durch ihre Geheimnisse und widersprüchlichen Motive zur Spannung beitragen. Alle Charaktere in dieser Geschichte wirken authentisch. Bemerkenswert ist, wie die Autorin mit den Verdachtsmomenten arbeitet. Sobald man als Leser denkt, jetzt ist die Ermittlung auf dem richtigen Weg, ändert sich alles und die spannende Suche geht weiter. Emelie Schepp versteht es, die Handlung mit einem hohen Erzähltempo voranzutreiben. Es gibt zwar keine üblichen kurzen Kapitel, doch geschickt platzierte Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Gleichzeitig widmet sich der Roman auch ernsten Themen wie Krankheit, Hoffnung, familiärer Belastung und den moralischen Fragen, die in existenziellen Ausnahmesituationen entstehen können. Dadurch erhält die Geschichte eine emotionale Tiefe, die über die reine Krimihandlung hinausgeht. „Julimord“ ist ein fesselnder Schwedenkrimi, der spannende Ermittlungen mit einer bewegenden persönlichen Geschichte verbindet. Die Mischung aus glaubwürdigen Figuren, emotionaler Intensität und einem vielschichtigen Fall macht den Roman zu einem gelungenen Auftakt, der neugierig auf weitere Fälle mit Maia Bohm macht. Etwa ein Drittel braucht der Roman für den Einstieg, würde ich als solider Krimi bezeichnen, doch danach ist der Roman so spannend, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Sehr gut gelungen.
2. Juni 2026
Mit „Julimord“ aus dem Piper Verlag präsentiert Emelie Schepp einen spannenden Kriminalroman, der einen komplexen Ermittlungsfall mit einer sehr persönlichen und emotionalen Geschichte verbindet. Im Zentrum steht die Polizistin Maia Bohm, die mit ihrer Familie nach Motala gezogen ist. Der Grund dafür ist die schwere Herzerkrankung ihres Sohnes, der dringend auf ein Spenderorgan angewiesen ist. Während die Sorge um ihr Kind ihren Alltag bestimmt, wird Maia gemeinsam mit ihrem Kollegen Greg mit einem rätselhaften Fall konfrontiert. Ein Mann wird schwer verletzt aufgefunden und schwebt zwischen Leben und Tod, es ist unklar ob es Selbstmorde oder versuchter Mord ist. Gleichzeitig rückt das ungeklärte Verschwinden seiner Ehefrau, das bereits genau ein Jahr, zurückliegt, erneut in den Fokus der Ermittlungen. Nach und nach treten verborgene Wahrheiten ans Licht, die den Fall in eine unerwartete Richtung lenken. Besonders überzeugend gelingt der Autorin die Darstellung von Maia Bohm. Sie ist eine engagierte und gute Ermittlerin, zugleich aber auch eine Mutter, die unter enormem emotionalem Druck steht. Diese innere Zerrissenheit verleiht der Figur Glaubwürdigkeit. Auch Greg erweist sich als interessanter Ermittlerpartner, während die übrigen Figuren durch ihre Geheimnisse und widersprüchlichen Motive zur Spannung beitragen. Alle Charaktere in dieser Geschichte wirken authentisch. Bemerkenswert ist, wie die Autorin mit den Verdachtsmomenten arbeitet. Sobald man als Leser denkt, jetzt ist die Ermittlung auf dem richtigen Weg, ändert sich alles und die spannende Suche geht weiter. Emelie Schepp versteht es, die Handlung mit einem hohen Erzähltempo voranzutreiben. Es gibt zwar keine üblichen kurzen Kapitel, doch geschickt platzierte Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Gleichzeitig widmet sich der Roman auch ernsten Themen wie Krankheit, Hoffnung, familiärer Belastung und den moralischen Fragen, die in existenziellen Ausnahmesituationen entstehen können. Dadurch erhält die Geschichte eine emotionale Tiefe, die über die reine Krimihandlung hinausgeht. „Julimord“ ist ein fesselnder Schwedenkrimi, der spannende Ermittlungen mit einer bewegenden persönlichen Geschichte verbindet. Die Mischung aus glaubwürdigen Figuren, emotionaler Intensität und einem vielschichtigen Fall macht den Roman zu einem gelungenen Auftakt, der neugierig auf weitere Fälle mit Maia Bohm macht. Etwa ein Drittel braucht der Roman für den Einstieg, würde ich als solider Krimi bezeichnen, doch danach ist der Roman so spannend, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Sehr gut gelungen.
2. Juni 2026







