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Ein Fantasy Buch über Vorurteile, Machtmissbrauch und die mühsame Suche nach der Wahrheit
Der schwierige Spiegel der Gesellschaft Der Einstieg in diesen Auftaktband war für mich eine echte Herausforderung. Das lag vor allem an der Protagonistin Elloren Gardner. Selten hat mich eine Hauptfigur zu Beginn so sehr abgestoßen – ihre tief verwurzelten Vorurteile und ihre Engstirnigkeit waren schwer zu ertragen. Laurie Forest zeigt uns ein Mädchen, das tief in den Vorurteilen ihrer Gesellschaft feststeckt – und das, obwohl sie eigentlich sehr behütet aufgewachsen ist und ihr Onkel stets versucht hat, sie vor diesen extremen Einflüssen zu schützen. Auch wenn Ellorens Verhalten durch ihre Erziehung innerhalb dieser Ideologie nachvollziehbar bleibt, war es für mich so anstrengend, dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Die Charakterentwicklung vollzieht sich zwar glücklicherweise, allerdings passiert dies sehr langsam und wirkt in der Umsetzung leider oft nicht ganz glaubhaft. Dennoch bin ich froh, drangeblieben zu sein Ein Worldbuilding, das Tiefe braucht Das Worldbuilding ist eher "Slow Burn". Forest lässt sich viel Zeit, die verschiedenen Völker und die komplexe politische Lage zu erklären. Doch das Warten lohnt sich: • Interessantes Magiesystem: Die verschiedenen magischen Strömungen und die Art, wie Magie mit dem gesellschaftlichen Status verknüpft ist, sind bisher gut ausgearbeitet und lässt auf Mehr in den weiteren Bänden hoffen. • Relevante Themen: Das Buch ist keine leichte Kost. Es setzt sich schonungslos mit Rassismus, Speziesismus, Fremdenangst und dem Missbrauch von Macht auseinander. Atmosphäre & Spannungsbogen Die Stimmung im Buch ist fast durchgehend bedrückend, negativ und oft aggressiv. Man spürt förmlich wie der Druck der Gardnerier-Gesellschaft auf Elloren lasten. Während die erste Hälfte eher schleppend vorangeht, zieht das Tempo massiv an, sobald Elloren beginnt, ihr Weltbild zu hinterfragen. Die letzten 30 % des Buches sind phänomenal und haben mich komplett entschädigt. Hier zeigt sich endlich das volle Potenzial der Geschichte. Fazit "The Black Witch - Prophezeihung" ist ein vielversprechender Einstieg in diese abgeschlossene Reihe mit 5 Bänden. Ich bin extrem gespannt auf die Entwicklung der weiteren Charaktere – besonders Ellorens Brüder haben noch viel Potenzial für interessante Wendungen und Entwicklungen.

26. Apr. 2026
Ein Fantasy Buch über Vorurteile, Machtmissbrauch und die mühsame Suche nach der Wahrheit
Der schwierige Spiegel der Gesellschaft Der Einstieg in diesen Auftaktband war für mich eine echte Herausforderung. Das lag vor allem an der Protagonistin Elloren Gardner. Selten hat mich eine Hauptfigur zu Beginn so sehr abgestoßen – ihre tief verwurzelten Vorurteile und ihre Engstirnigkeit waren schwer zu ertragen. Laurie Forest zeigt uns ein Mädchen, das tief in den Vorurteilen ihrer Gesellschaft feststeckt – und das, obwohl sie eigentlich sehr behütet aufgewachsen ist und ihr Onkel stets versucht hat, sie vor diesen extremen Einflüssen zu schützen. Auch wenn Ellorens Verhalten durch ihre Erziehung innerhalb dieser Ideologie nachvollziehbar bleibt, war es für mich so anstrengend, dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Die Charakterentwicklung vollzieht sich zwar glücklicherweise, allerdings passiert dies sehr langsam und wirkt in der Umsetzung leider oft nicht ganz glaubhaft. Dennoch bin ich froh, drangeblieben zu sein Ein Worldbuilding, das Tiefe braucht Das Worldbuilding ist eher "Slow Burn". Forest lässt sich viel Zeit, die verschiedenen Völker und die komplexe politische Lage zu erklären. Doch das Warten lohnt sich: • Interessantes Magiesystem: Die verschiedenen magischen Strömungen und die Art, wie Magie mit dem gesellschaftlichen Status verknüpft ist, sind bisher gut ausgearbeitet und lässt auf Mehr in den weiteren Bänden hoffen. • Relevante Themen: Das Buch ist keine leichte Kost. Es setzt sich schonungslos mit Rassismus, Speziesismus, Fremdenangst und dem Missbrauch von Macht auseinander. Atmosphäre & Spannungsbogen Die Stimmung im Buch ist fast durchgehend bedrückend, negativ und oft aggressiv. Man spürt förmlich wie der Druck der Gardnerier-Gesellschaft auf Elloren lasten. Während die erste Hälfte eher schleppend vorangeht, zieht das Tempo massiv an, sobald Elloren beginnt, ihr Weltbild zu hinterfragen. Die letzten 30 % des Buches sind phänomenal und haben mich komplett entschädigt. Hier zeigt sich endlich das volle Potenzial der Geschichte. Fazit "The Black Witch - Prophezeihung" ist ein vielversprechender Einstieg in diese abgeschlossene Reihe mit 5 Bänden. Ich bin extrem gespannt auf die Entwicklung der weiteren Charaktere – besonders Ellorens Brüder haben noch viel Potenzial für interessante Wendungen und Entwicklungen.
26. Apr. 2026









