Blick ins Buch

Romane

Un medico di campagna

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Über das Buch

Die vorliegenden Erzählungen, die bereits zu seinen Lebzeiten unter dem TitelEin Landarzterschienen sind, hat Franz Kafka (1883–1924) größtenteils im Goldenen Gäßchen auf dem Hradschin zu Papier gebracht. Kafka beschwört in den kurzen Texten eine teils irrationale, teils unberechenbare, stets beängstigende Welt, der man kaum entkommen kann. Einmal löst das Fehlläuten der Arztglocke eine Unglückskette aus, ein anderes Mal tauchen fremdartige Nomaden auf, denen selbst der Kaiser machtlos gegenübersteht. Sprechende Schakale oder der vieldeutige Odradek entführen den Leser ins Surreale. Gibt es einen Ausweg aus dieser Beängstigung? Beim Streben nach dem „Gesetz“ gibt der Türhüter eine Antwort: „Es ist möglich, jetzt aber nicht.“

Editionen (2)

ISBN9783899196764
VerlagVitalis
Erscheinungsdatum31.07.19
Seitenzahl100

Rezensionen & Bewertungen

53 Bewertungen

12 Rezensionen

3,4

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  • lesen_mit_jonas
    lesen_mit_jonas

    121 Follower

    3,0

    Das Buch ist keine komplette Empfehlung. Für jene, die sich mit den Anfängen Kafkas befassen möchten, sicherlich einen Blick wert.

    Franz Kafka - ,,Betrachtung" Mit 18 Steinzeichnungen von Hermann Naumann Erstmals erschienen: Ende 1912 Vorliegende Ausgabe: 1989 Verlag: Reclam Hier liegen uns 18 kurze Prosatexte von Franz Kafka vor. Es ist seine erste Veröffentlichung in Buchform gewesen. Einige Texte sind bereits vorher in Zeitschriften erschienen. In sehr kurzen Episoden beschreibt Kafka Situation aus dem Alltag aus Sicht eines stillen Beobachters. Episoden aus der Kindheit, sowie einfache Beobachtungen aus dem Alltag finden hier ihren Platz. Oft spielt das Thema der Einsamkeit eine Rolle, welches in späteren Romanen noch ausführlicher zum Tragen kommen wird. Bereits in diesen kurzen Texten wird deutlich, wie gut Kafka mit der Sprache umgehen kann. Manchmal sehr klar, manchmal verschachtelt, erzeugt er deutliche und klare Bilder vor den Augen der Leser/innen. Inhaltlich bietet dieses erste Werk allerdings nicht sehr viel. Einige Erzählungen, welche nur eine halbe Seite füllen, sind schnell wieder vergessen. Gut gefallen hat mir die letzte Geschichte: ,,Unglücklichsein". Eine typische surreale Geschichte, die nur in einem kleinen Zimmer spielt, wo man nicht weiß, was genau gerade wirklich passiert. Hier zeigen sich Ansätze, was wir von späteren Büchern des Autors erwarten können. Das Buch ist keine komplette Empfehlung. Für jene, die sich mit den Anfängen Kafkas befassen möchten, sicherlich einen Blick wert. Aufgewertet werden die Erzählungen von abgebildeten Steinzeichnungen von Hermann Naumann, der für jede der 18 Geschichten eine passende Interpretation gefunden hat.

    Das Buch ist keine komplette Empfehlung. Für jene, die sich mit den Anfängen Kafkas befassen möchten, sicherlich einen Blick wert.

    25. Okt. 2025

  • 3,5

    🌀🐒🖋️

    Diesen Erzählband habe ich vor fast zehn Jahren dort gekauft, wo Kafka ihn geschrieben hat: im Goldenen Gässchen in Prag. Beim Lesen ist mir wieder eingefallen, was mich an Kafka fasziniert: Man muss seine Geschichten nicht vollständig verstehen, um zu erkennen, wie einzigartig und talentiert sein Schreiben ist.

    🌀🐒🖋️

    28. Jan. 2026

  • tini99
    tini99

    124 Follower

    3,0

    Ganz durchwachsen abstrakt und verwirrend

    Einige Kurzgeschichten von Kafka liebe ich. Manche sind so voller Details, nicht jedes Wort sondern jeder Buchstabe, die Satzstruktur, jede Farbe, jeder Name ist wohl überlegt. Einige Geschichten sind voller Kreativität, andere sind sehr verwirrend. Abstrakt und klug sind viele. Hier meine Lieblinge: Der plötzliche Spaziergang Das Urteil Die Verwandlung Vor dem Gesetz In der Strafkolonie Auf der Galerie Ein Landarzt Die Sorge des Hausvaters Ein Hungerkünstler Ein Bericht für eine Akademie und andere Texte zum Rotpeter Thema -> meine Lieblingserzählung

    27. Jan. 2026

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Franz Kafka

Über Kafka sind Millionen Seiten publiziert worden – da tut es gut wenn sich einer kurz hält. Klabund, bitte übernehmen: „Neben Max Brod und Ernst Weiß ist wohl der bedeutendste Prager Dichter der jungverstorbene Franz Kafka (1883–1924), ein strenger Erzähler in der Novelle Der Heizer und in dem Roman Das Schloß, der an Strindbergs Traumspiele erinnert.“ Punkt, mehr nicht, genau viereinhalb Zeilen. Zum Trost: die anderen kriegen auch nicht mehr, mit einigen Ausnahmen. Klabund wird bei Klabund auf immerhin 11 Zeilen abgehandelt, Franz Werfel auf vollen zwei Seiten und Schiller auf dreieinhalb Seiten, mit zusätzlicher Bildseite. Zum Klabautermann, das ist ungerecht! Hand aufs Herz – würde Sie Klabunds Viereinhalbzeiler anregen, etwas von diesem Kafka zu lesen? Tja, wer mehr wissen will, der besuche das Portal „Franz Kafkas Welt“. Oder die Buchhandlung im Kafkahäuschen im Goldenen Gäßchen. Bis bald!

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