Blick ins Buch

Thriller

Nachtauge

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Über das Buch

Akribisch recherchierter Tatsachenroman und packender Spionagethriller

Seit drei Jahren macht der britische Geheimdienst MI5 Jagd auf „Nachtauge“. Hinter diesem Codenamen verbirgt sich eine deutsche Spionin, die Schienen und Brücken zerstört und Verfolger kaltblütig umbringt. Jetzt steht sie vor ihrem größten Coup: der Aufdeckung einer womöglich kriegsentscheidenden großen Operation der britischen Luftwaffe. Diese bereitet die Bombardierung der größten deutschen Stauseeanlagen vor. Erstes Ziel: die Möhnetalsperre.

Hier arbeiten über tausend ukrainische Frauen unter entwürdigenden Bedingungen in einer Munitionsfabrik. Im Lager unterstehen sie dem Befehl von Georg Hartmann. Er gerät unter Druck, weil Gerüchte kursieren, dass er nicht hundertprozentig auf Parteilinie sei. Tatsächlich ist er bei den Arbeiterinnen weit weniger gefürchtet als die brutalen Männer vom Werkschutz. Ahnt Hartmann, dass einige Frauen, unter ihnen auch die ihm sympathische Nadjeschka, einen spektakulären Fluchtversuch planen?

Editionen (3)

ISBN9783896674586
VerlagBlessing
Erscheinungsdatum11.03.13
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

9 Bewertungen

3 Rezensionen

3,9

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  • 3,5

    Ein gutes solides Buch. Mir haben die Figuren gefallen, viel geschichtliches Wissen. Ich mag den klaren, reduzierten Schreibstil,

    Mir hat das Buch gut gefallen. Ich würde es jedem empfehlen, der sich für den 2.WK und die damalige Lebenssituation interessiert. Inhalt: Für mich eine sehr gut recherchierte Geschichte. Die verschiedenen Handlungsstränge werden am Ende gut miteinander verwoben. Einigen Lesern könnten die Figuren vielleicht etwas zu farblos erscheinen. Aber da wir viele Personen haben, finde ich es nicht weiter schlimm, dass nicht jede von ihnen bis ins kleinste Detail ausgearbeitet ist, Und anders als der Titel vermuten lässt, hätte ich mich über mehr Anteile von „Nachtauge“ gefreut. Ich finde ihre Geschichte kommt auf die Länge des Buches betrachtet etwas zu kurz. Das wäre eine kleine Kritik. Schreibstil: ich mag die kurzen, eher sachlichen Sätze. Ohne unnötige Ausschmückungen. Für mich wird dadurch die Eiseskälte in dieser schrecklichen Zeit nur noch deutlicher. Hat doch die NS Regierung scheinbar auch alle menschlichen und mitfühlenden Züge verloren. Ein Mensch der falschen „Rasse“ zählt nichts mehr. Ich finde es ist ein unterhaltsamer und spannender Roman, den ich flüssig auf dem Sofa „verschlungen“ habe.

    12. Sept. 2023

  • saiya
    saiya

    15 Follower

    1,0

    Abgebrochen.

    25. Aug. 2022

  • doscho
    doscho

    21 Follower

    4,0

    Unter dem Codenamen „Nachtauge“ versucht eine deutsche Spionin, Meldung an die Briten zu machen. Dies muss im Deutschland des Zeiten Weltkriegs verhindert werden. Vor dem Hintergrund des Angriffs auf die Möhnetalsperre im Jahr 1943 erzählt „Nachtauge“ von der Jagd auf eine deutsche Agentin, die gegen die Briten arbeitet. Dies wird spannend und sehr detailliert erzählt, so dass der Roman stellenweise eher ein Krimi, als ein historischer Roman ist. Apropos Historie: Natürlich darf hier nicht vergessen werden, dass Titus Müllers Roman während des Zweiten Weltkrieges spielt. Auch wenn ich mich bei historischen Romanen eher für die frühere Geschichte interessiere, war ich dennoch fasziniert und zugleich erschreckt von der Absurdität und der widersprüchlichen Doppelmoral des Dritten Reiches, die man entweder nicht bemerken konnte oder wollte. Zentral ist hier aber, wie so oft bei Müllers Romanen, eine Liebesgeschichte vor historischem Spannungsfeld. Hier ist es die Liebe eines deutschen Lagerarbeiters zu einer ukrainischen Zwangsarbeiterin, die allen Spannungen und Widerständen zum Trotz sich ihren Weg bahnt und jeden Lesenden mitleiden lässt. So gelingt Titus Müller mit „Nachtauge“ trotz der schweren Thematik ein lesenswerter Roman, der nicht nur für diejenigen, die gerne Romane über den Zweiten Weltkrieg lesen, interessant sein dürfte.

    12. Sept. 2024

Autorin / Autor

Über Titus Müller

Titus Müller, geboren 1977, studierte Literatur, Mittelalterliche Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift Federwelt, ein Jahr später veröffentlichte er seinen ersten historischen Roman, Der Kalligraph des Bischofs. Titus Müller ist Mitglied des PEN-Club und wurde u.a. mit dem C. S.-Lewis-Preis und dem Sir-Walter-Scott-Preis ausgezeichnet. Für den Roman Nachtauge(Blessing, 2013) wurde Titus Müller 2014 im Rahmen einer Histo-Couch-Umfrage zum Histo-König des Jahres gewählt. Zuletzt erschienen die Romane Berlin Feuerland und Der Tag X.

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