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Romane

Spieltrieb

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Über das Buch

Tief im Westen der Republik in unseren Tagen, an einem Bonner Gymnasium, entwickelt sich die atemberaubende Geschichte einer obsessiven Abhängigkeit zwischen einer Schülerin und einem Schüler, Ada und Alev, aus der sich erst die Bereitschaft, dann der Zwang zu Taten ergibt, die alle Grenzen der Moral, des menschlichen Mitgefühls und des vorhersehbaren Verhaltens überschreiten. Die beiden jungen Menschen wählen sich ihren Lehrer Smutek als Ziel einer ausgeklügelten Erpressung. Es beginnt ein perfides Spiel. Ganz ruhig fängt das an: Ada, überaus selbstbewußte Schülerin, vierzehn Jahre alt, kommt neu an ein Gymnasium namens Ernst-Bloch, wo der Alltag sie nicht fordert und die Lehrer meist schwache Gegner beim intellektuellen Kräftemessen sind. Anfangs erregt Ada auf Ernst-Bloch wenig Aufmerksamkeit. Das soll sich ändern im Fortgang dieses Romans. Während im Großen und Ganzen der Weltpolitik die Fronten von "Gut" und "Böse" unter dem Eindruck von Terrorismus und den Spätfolgen einer zusammengestürzten Weltordnung durcheinandergeraten sind, entwickelt sich im Mikrokosmos auf Ernst-Bloch eine mitreißende Geschichte, die unausweichlich auf eine Kette unerhörter Begebenheiten zuläuft, bis der Lehrer Smutek sich schließlich in einer Gewaltorgie gegen seine Schüler rächt und befreit. SPIELTRIEB ist ein großer Roman über die Unmoral und ihre Folgen, letztlich also ein moralischer Roman, der die Fortgeltung von überkommenen Wertprinzipien in Frage stellt und sich damit einer der großen Fragen unserer Zeit annimmt: Wer weiß noch, was gut und was böse ist - und woher kann er das wissen? Juli Zehs SPIELTRIEB ist so intensiv, so spannend und auf höchstem literarischen Niveau, daß man den Roman nicht mehr aus der Hand legen kann.

Editionen (7)

ISBN9783895619724
VerlagSchöffling
Erscheinungsdatum01.08.12
Seitenzahl576

Rezensionen & Bewertungen

141 Bewertungen

12 Rezensionen

3,6

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  • hansdampf
    hansdampf

    200 Follower

    4,5

    Keine Schullektüre Zwei nihilistische hochintelligente Schüler, er 18 sie 14, überschreiten eindeutig die Grenze von Anstand und Sitte auf ihrer Privatschule. Der Roman rüttelt an den Wertvorstellungen des Lesers. Und nicht nur das, er sieht geradezu prophetisch die derzeit stattfindende Zerstörung des demokratischen Miteinanders voraus. Regt zum Nachdenken, aber nicht zum Nachmachen an.

    26. Dez. 2025

  • saskia81
    saskia81

    104 Follower

    5,0

    Geballte Wortgewandtheit

    Der Stil der Wortwahl und der Schreibweise hat mir sehr sehr gut gefallen. An sich die Handlung macht sehr nachdenklich und hallt lange nach. Erschreckend, authentisch und absolut realistisch. Nicht mein letztes Buch von Juli Zeh.

    14. Dez. 2025

  • 3,0

    Interessant aber leider langatmig

    Die Handlung hat mich angesprochen, nur leider ist das Buch sehr langatmig bis man dann wirklich mal zur eigentlichen Geschichte kommt. Das hat mir dann sehr gut gefallen.

    2. Aug. 2024

3 von 12 Rezensionen

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