Blick ins Buch

Romane

Gut genug

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Über das Buch

»Ich hätte niemals geglaub, dass ich ein Kind kriegen würde. Dass man das überhaupt kann. Dass man eine Biologie in sich hat. Also ich. Es war ein Skandal, das gesagt zu bekommen.« Sie verdient sich ihr Geld mit halbtags Tippen im Anwaltsbüro Hoffmann senior, der »Fräulein Ragotsky« zu ihr sagt und seine Zähne erst gegen elf einsetzt, wenn er fertig ist fürs Gericht. Sie kündigt, holt ihre alte Olympia vom Boden, »weil es immer Studenten gibt, die nicht tippen können«. Sie ist schwanger und findet es einen Skandal. Geradezu widernatürlich. Obwohl ihr nur handefeste Gründe gegen das Kinderkriegen einfallen, hat sie gedacht, »mal sehen, ob wir das schaffen«. A. C., der Vater des Kindes, schreibt Aufsätze über Kirchenmusik und verdient etwas Geld als Aushilfsorganist. Der Geburtsfall Ragotsky, Anatol Flo, wird amtlich in die Karteikarte eingetragen. Gut. Gut? Die 1970er Jahre sind vorbei. Die Welt tut, als wäre sie rund und bunt ein einziger Selbstbedienungsverein. »Bis jemand die unterste Flasche herauszieht. Das kann dann nämlich scheppern.« Vorerst geschieht »das Übliche«: Früherkennung, nahe Verwandte, mit dem Fisch stimmt was nicht, manchmal ist Weihnachten, und die Erzählerin kommt zu dem Schluss, dass »jeder, der einmal mit dem Denken anfängt, damit rechnen muss, dass er spinnt«.

Editionen (3)

ISBN9783880227958
VerlagBEBUG
Erscheinungsdatum01.01.93
Seitenzahl112
  • buecherfee0111
    buecherfee0111

    66 Follower

    0,5 Sterne Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen! Die Autorin hat versucht das Kinder bekommen besonders witzig und übertrieben darzustellen. Allerdings kam es mir vor, als hätte eine Forest Gump ähnliche Frau (obwohl ich nicht Forest Gump mit diesem Vergleich beleidigen will) ein Kind bekommen. Diese Frau Ragotsky hat mich einfach nur genervt und aufgeregt. Und es kam mir immer wieder diese Frage: Sollte eine in diesem Maße geistig eingeschränkte Frau überhaupt ein Kind bekommen, und wenn es dann doch dazu gekommen ist, behalten? Stichwort "Kindeswohlgefährdung": da sie zum Beispiel das Kind wissentlich in Gefahr bringt und eine von einer Kinderärztin diagnostizierte Gelbsucht einfach nicht behandeln lässt??? Ach ne, war ja gerade keiner da, er ihr da helfen und raten konnte... Die gute Dame müsste ja schon jenseits der 35 gewesen sein, als sie schwanger wurde, da vorher nicht ohne triftigen Grund zu einer Fruchtwasseruntersuchung geraten wird und sie weiß ohne Zweifel wer Proust und Sartre ist. Aber da hätte jede 12 jährige Teenie Mutter mehr Einfühlungsvermögen einem Baby gegenüber! Ja, mir ist vollkommen klar, dass diese Dummheit ein stilistisches Mittel ist! Aber das war mir doch viel zu übertieben! Da gibt es wesentlich bessere und humorvollere Bücher darüber, die man das Abenteuer Kind meistern kann! Einen extra Punkt gibt es, weil die Kernaussage stimmt: Es kommen unheimlich viele mit guten Ratschlägen bei der ersten Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes. Und die lautesten Ratschläge kommen oft von Leuten ohne Kinder. Trotzdem gibt es genug Menschen, die sich mit Kindern auskennen und die man fragen kann!!!! Und letzens Endes hat jede Mutter ab einem gewissen Alter eben ein Bauchgefühl, dem man auch vertrauen sollte. Außer anscheinend Frau Ragotsky...

    10. Feb. 2023

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