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Heile, heile

3,0(2)
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Über das Buch

Rebekka ist in einer Orientierungsphase. Die junge Reiseverkehrsfrau knabbert an der Trennung von Adrian. Dass sie selbst den Anlass dazu gegeben hat, weil sie ihn mit dem Exfreund betrog, will sie gar nicht mehr wissen. Sie leidet. Und sucht Rat in der Gruppe „Männerentzug“: lauter Frauen, die vor allem eins lernen wollen - loslassen. Die autoritär-alternative Gruppenleiterin nimmt sie ganz schön ran, zum Glück hat Rebekka einen Freundeskreis, der zu ihr hält. Da ist Freundin Johanna, affärenerfahren, mit großer Klappe. Da ist Freundin Jette, eine heitere, beseelte Frau, die seit Jahren Krebs hat. Jette ist kämpferisch, beinah furchtlos, doch Rebekka hat Angst um sie – und allmählich begreift sie, was Loslassen wirklich heißt.
All den Ernst dieses Romans fasst Kirsten Fuchs in den ihr eigenen, wunderbar humorvollen, manschettenlosen Ton. „Heile, heile“ erzählt ebenso witzig wie wahrhaftig von der Suche nach dem Richtigen, von Liebe und Freundschaft – und vom Umgang mit einer schier unbegreiflichen Krankheit. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden jenseits der dreißig, eine Lektüre, die von Seite zu Seite intensiver wird, ein Roman, der an die Nieren geht. Und ans Herz.

Editionen (2)

ISBN9783871346033
VerlagRowohlt Berlin
Erscheinungsdatum07.03.08
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

2 Bewertungen

1 Rezensionen

3,0

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  • 4,0

    Nach einer Trennung steckt Rebekka fest – zwischen Selbstzweifeln, schrägen Alltagssituationen und dem Versuch, emotional wieder auf die Beine zu kommen. Dabei schwankt die Geschichte zwischen ironischem, manchmal ziemlich trockenem Humor und Momenten, die wehtun. Besonders gelungen fand ich, wie das Thema Krankheit und Verlust in die Handlung hineinwächst. Das passiert nicht pathetisch, sondern eher leise – und gerade dadurch trifft es. Fuchs schreibt sehr direkt, mit viel Wortwitz und einem eigenen Ton, der manchmal fast flapsig wirkt, aber darunter viel Gefühl transportiert. Manche Gedankengänge ziehen sich ein bisschen, aber insgesamt bleibt ein ehrlicher, bittersüßer Eindruck. Ein Buch über das Hinfallen und Weitermachen – ohne große Dramatik, aber mit viel Herz und einem Blick für die Absurditäten des Lebens.

    12. Feb. 2026

Autorin / Autor

Über Kirsten Fuchs

Kirsten Fuchs, 1977 in Chemnitz geboren, gewann 2003 den Literaturwettbewerb Open Mike. Zwei Jahre später veröffentlichte sie ihren vielgelobten Debütroman «Die Titanic und Herr Berg». Es folgten die Bücher «Heile, heile» und «Mädchenmeute», für das sie den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt. Der Roman wurde zum Bestseller, 2021 erschien die Fortsetzung «Mädchenmeuterei». 2022 wurde Kirsten Fuchs mit dem W.-G.-Sebald-Literaturpreis ausgezeichnet.

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