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Viele Baustellen, aber zu wenig Fokus
Drachenkaiser verlagert den Schwerpunkt ins asiatisch geprägte Drachenreich – ein Setting, das grundsätzlich enormes Potenzial hat. Genau deshalb war meine Erwartungshaltung recht hoch. Spannend war es stellenweise auch, daran lag es nicht. Eher daran, dass sich die Geschichte diesmal deutlich weniger geschlossen anfühlte als im ersten Band. Während dort alles sauber auf ein großes Finale zulief und sich die einzelnen Fäden elegant zusammenzogen, wirkt dieser Teil eher wie eine Sammlung parallel laufender Baustellen. Viele Ideen, viele Ansätze – aber am Ende bleiben einige davon nur halbherzig aufgelöst zurück. Das fühlt sich weniger nach bewusstem Aufbau an und mehr nach einem Zwischenband, der nicht so recht weiß, worauf er eigentlich hinauswill. Besonders irritierend war für mich die Episode um Lady Snickelway. Diese ganze Geistergeschichte in York wirkte derart random, dass ich mich mehrfach gefragt habe, ob ich kurz in ein anderes Buch geraten bin. Vielleicht zahlt sich das im dritten Teil noch aus – aktuell fühlte es sich eher wie ein Umweg ohne klaren Mehrwert an. Auch auf Figurenebene blieb ein leichtes Meh-Gefühl zurück. Dass Selena plötzlich einen potenziellen neuen Love Interest serviert bekommt, wirkte in Kombination mit dem komischen "Pulver-Ende" mit dem neuen Zaren etwas Suspekt.... Gleichzeitig ging ein großer Teil von Grigorijs Charme verloren – ob absichtlich oder nicht, lässt sich schwer sagen, aber es hat die Dynamik merklich verändert. Unterm Strich ist Drachenkaiser kein schlechtes Buch. Die Ideen sind da, das Worldbuilding ist interessant, und Spannung blitzt immer wieder auf. Aber im Gegensatz zum Vorgänger fehlt es diesem Band an Fokus und erzählerischer Geschlossenheit. Vieles bleibt unstet, manches unausgegoren – und man klappt das Buch eher nachdenklich als begeistert zu.

4. Jan. 2026
Viele Baustellen, aber zu wenig Fokus
Drachenkaiser verlagert den Schwerpunkt ins asiatisch geprägte Drachenreich – ein Setting, das grundsätzlich enormes Potenzial hat. Genau deshalb war meine Erwartungshaltung recht hoch. Spannend war es stellenweise auch, daran lag es nicht. Eher daran, dass sich die Geschichte diesmal deutlich weniger geschlossen anfühlte als im ersten Band. Während dort alles sauber auf ein großes Finale zulief und sich die einzelnen Fäden elegant zusammenzogen, wirkt dieser Teil eher wie eine Sammlung parallel laufender Baustellen. Viele Ideen, viele Ansätze – aber am Ende bleiben einige davon nur halbherzig aufgelöst zurück. Das fühlt sich weniger nach bewusstem Aufbau an und mehr nach einem Zwischenband, der nicht so recht weiß, worauf er eigentlich hinauswill. Besonders irritierend war für mich die Episode um Lady Snickelway. Diese ganze Geistergeschichte in York wirkte derart random, dass ich mich mehrfach gefragt habe, ob ich kurz in ein anderes Buch geraten bin. Vielleicht zahlt sich das im dritten Teil noch aus – aktuell fühlte es sich eher wie ein Umweg ohne klaren Mehrwert an. Auch auf Figurenebene blieb ein leichtes Meh-Gefühl zurück. Dass Selena plötzlich einen potenziellen neuen Love Interest serviert bekommt, wirkte in Kombination mit dem komischen "Pulver-Ende" mit dem neuen Zaren etwas Suspekt.... Gleichzeitig ging ein großer Teil von Grigorijs Charme verloren – ob absichtlich oder nicht, lässt sich schwer sagen, aber es hat die Dynamik merklich verändert. Unterm Strich ist Drachenkaiser kein schlechtes Buch. Die Ideen sind da, das Worldbuilding ist interessant, und Spannung blitzt immer wieder auf. Aber im Gegensatz zum Vorgänger fehlt es diesem Band an Fokus und erzählerischer Geschlossenheit. Vieles bleibt unstet, manches unausgegoren – und man klappt das Buch eher nachdenklich als begeistert zu.
4. Jan. 2026







