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Adultismus

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Über das Buch

Rassismus und Sexismus sind als Herrschaftsverhältnisse und Formen der Diskriminierung ebenso allgegenwärtig wie (formal) geächtet. Adultismus – die Macht der Erwachsenen über die Kinder – hingegen wird kaum thematisiert. Gleichwohl durchdringt er das Familienleben, das Bildungswesen, die Raumgestaltung, die Rechtssysteme und den politischen Diskurs. Er wirkt sich negativ auf junge Menschen aus, aber auch den Erwachsenen bringt er nicht nur Vorteile. Adultismus ist in fast allen Gesellschaften so alltäglich, dass er selten als Problem wahrgenommen wird und unhinterfragt an die nächste Generation weitergegeben wird. Auch in den Wissenschaften ist er bisher kaum untersucht worden. Die Autoren liefern eine gründliche, leicht zugängliche Einführung in die theoretischen Grundlagen des Adultismus und schildern dessen praktische Auswirkungen. Anhand zahlreicher Beispiele und Forschungsergebnisse analysieren sie ihn als systemische Form der Diskriminierung und untersuchen, wie er sich entwickelt hat und durch Sprache, Institutionen und alltägliche Praktiken reproduziert wird. Dieses Buch beschreibt nicht nur den Status quo, sondern bietet eine Vision für Widerstand und Transformation. Es skizziert, wie Adultismus – sowohl von Erwachsenen als auch von jungen Menschen – in Frage gestellt werden kann (und schon wird), um im Privaten und Beruflichen wie im Politischen gemeinsam eine gerechtere Zukunft zu gestalten. Das Buch, das nun in dritter Auflage erscheint, wurde umfassend aktualisiert und überarbeitet.

Editionen (1)

ISBN9783865057839
VerlagBertz und Fischer
Erscheinungsdatum31.08.26
Seitenzahl460

Rezensionen & Bewertungen

2 Bewertungen

1 Rezensionen

4,0

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  • buecherberg
    buecherberg

    19 Follower

    3,0

    Ein spannendes Thema! Die eher wissenschaftliche Sprache macht das Lesen zur Herausforderung. Der Inhalt macht nachdenklich und sensibilisiert für das Machtgefälle zwischen den Generationen. Thematisch/wissenschaftlich top. Stilistisch eher kompliziert.

    24. Juni 2023

Autorin / Autor

Über Manfred Liebel

Manfred Liebel, PhD, Professor Emeritus für Soziologie an der Technischen Universität Berlin, Mitbegründer und Honorarprofessor des »MA Childhood Studies and Children’s Rights« an der Fachhochschule Potsdam. Forschungsschwerpunkte: Kindheit und Jugend, Kinderrechte, soziale Bewegungen, arbeitende und Indigene Kinder, Adultismus, Rassismus, Kolonialität und Dekolonisation. Er ist Mitbegründer von ProNATs, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für die Rechte von Kindern weltweit einsetzt und engagiert sich im Beirat der »National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention«.

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