Blick ins Buch

Humor

Lovely Rita

4,3(21)
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Über das Buch

Drei Schicksale, ein Tresen, hundert Geschichten: Die legendäre Kneipe Haus Himmelreich, eine der letzten ihrer Art im ganzen Ruhrgebiet, soll schließen! Der Erzähler nimmt das zum Anlass, sich die Gaststätte genauer anzusehen. Bei seiner Recherche für einen Artikel begegnet er skurrilen Stammgästen wie dem Käpt'n, dem Langen, Faris, dem Comedian oder der Wacholder-Anni, die so einiges zu erzählen haben. Der wahre Geist der Kneipe ist allerdings Wirtin Rita Urbaniak. Sie übernahm die Kneipe schon in den 1970ern, obwohl sie eigentlich was ganz anderes machen wollte. Doch dann kam das Leben dazwischen, und Rita nahm ihre kleine Nichte bei sich auf, weil ihre Schwester Chris in der weiten Welt das große Glück suchte. In Lovely Rita machen wir eine Reise durch die Lebensgeschichten dreier bemerkenswerter Frauen und kehren doch immer wieder an den Tresen zurück.

Editionen (3)

ISBN9783864848636
VerlagTacheles!
Erscheinungsdatum12.02.26

Rezensionen & Bewertungen

21 Bewertungen

4 Rezensionen

4,3

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  • 4,0

    Ein Zeitzeugnis der speziellen Art

    "Lovely Rita" von Frank Goosen hat mir Spaß gemacht! Rita Urbaniak ist die Wirtin vom Haus Himmelreich, einer kleinen Kneipe im Pott. Nach vielen Jahren will sie die Stammkneipe vieler Menschen schließen. Am Vortag der offiziellen Schließungsfeier kommt ein Journalist, der über das legendäre Haus Himmelreich berichten will, aber Rita ist nicht da. Nur ihre Ziehtochter Verena, die sie vor Jahren aufgenommen hat, ist da. Verena kennt zwar ihre Mutter Chris, die Schwester von Rita, die Frage nach ihrem Vater blieb bisher unbeantwortet. Am Tresen haben drei Stammgäste ihren Platz, die dem Journalisten erst einmal beibringen, dass ein Bier vor dem Trinken geerdet werden muss. Der Ich-Erzähler berichtet uns über seine Unterhaltungen mit den Gästen, mit Verena und beobachtet das Geschehen in der Kneipe. Da ist Gisela, die das weltbeste Pils zapft, ohne den Hahn zuzudrehen und Anna, die immer nur zwei Wacholder trinkt. Bei seinen Gesprächen erfährt er immer mehr über Rita und ihre Vergangenheit. Jeder der drei Stammgäste am Tresen trägt etwas bei. Da sind der Lange, Willi Trommer und der Käpt'n. Jeder für sich ein Unikat. Besonders der Käpt'n wirft mit Stammtischparolen nur so um sich. Mir hat der feine Humor des Buches gut gefallen. Die Gespräche im Haus Himmelsreich sind unglaublich lebensecht, die passenden Charaktere kann man sich gut vorstellen. Den einen mag man, andere nicht. Ein wenig Nostalgie kommt auf, Gibt es doch so gut wie keine dieser urigen Kneipen mehr. Schade eigentlich, denn dort konnte man im wahrsten Sinne des Wortes "dem Volk aufs Maul" schauen.. Rita, Chris und Verena sind Frauen, die ihren Weg gehen. Besonders Chris nimmt nicht einmal auf ihre Tochter Rücksicht. Die Lesenden erwartet ein ereignisreicher und unterhaltsamer Abend im Haus Himmelreich, begleitet vom WDR4, der aufgrund der demographischen Entwicklung nun auch englische Titel spielt. Mir hat dieser Roman sehr viel Spaß gemacht. Er ist ein Zeitzeugnis der speziellen Art. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle. Dialektkenntnisse sind nicht nötig, aber manchmal von Vorteil. Gute 4 Sterne für dieses andere Zeitdokument und die Geschichten aus dem Leben!

    12. Feb. 2026

  • 5,0

    Eine Liebeserklärung an eine Bochumer Eckkneipe und das Ruhrgebiet ohne verklärende "Früher war alles besser" Vibes.

    Ein toller Roman. Man spürt den herben Charme des Ruhrpotts in jedem Satz. Frank Goosen schafft es mit seiner Sprache und seinem Schreibstil liebevoll sämtliche 'Typen' und das Setting in einer traditionsreichen Eckkneipe eines Bochumer Arbeiterviertels zu beschreiben.

    25. Jan. 2026

  • perlchen
    perlchen

    4 Follower

    5,0

    Einfach herrlich. Keiner schaut den Menschen im Pott so schön aufs Maul ( Pardon) wie Frank Goosen. Willkommen im Himmelreich, einer der letzten ehrlichen Kneipen des Potts. Hier sind Craft Beer und Alco Pops unbekannt. An der Theke sitzen diverse Originale und keiner kann so schöne Tulpen zapfen für die Gisela. Ich habe mich bestens amüsiert und viel gelacht. Aber auch ein bisschen Melancholie verspürt, weil mal ehrlich wie lange wird es solche Orte noch geben….

    24. Jan. 2026

3 von 4 Rezensionen

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