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Achach... ich glaube, er war schon ne super Type.
16. März 2025
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16. März 2025
Blick ins Buch
»Die Bilder verschwinden automatisch und übermalen sich so oder so! Erinnern heißt: vergessen! (Da können wir ruhig unbedingt auch mal schlafen!)« Mit diesen Worten überschrieb Christoph Schlingensief den letzten Eintrag in seinem Schlingenblog.
Erinnern – das war für Schlingensief kein sentimentaler Vorgang, sondern ein Akt der Befreiung, um Platz für Neues zu schaffen. Und so setzte er nach der Veröffentlichung von So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein, dem vielgelesenen und vieldiskutierten Tagebuch einer Krebserkrankung, das Prinzip fort, seine Gedanken zur Kunst, seine Selbstbefragungen und Erinnerungen – an seine Kindheit in Oberhausen, an seine Anfänge als Filmemacher, an schwierige und an erfüllende Stationen seines Künstlerlebens in Berlin, Wien, auf dem afrikanischen Kontinent und nicht zuletzt an seine Erlebnisse auf dem Grünen Hügel Bayreuths – auf Tonband festzuhalten. Nicht um sich zurückzuziehen oder um Abschied zu nehmen, sondern um sich zurück ins Leben zu katapultieren.
Ich weiß ich war’s zeigt einen Christoph Schlingensief, der voller Tatendrang am Leben teilnimmt, mal humorvoll, mal selbstkritisch, immer aber leidenschaftlich und mit Blick nach vorn.
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16. März 2025
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Autorin / Autor
Christoph Schlingensief, geb. 1960, drehte seit Anfang der 80er-Jahre Filme (u. a. Deutschlandtrilogie). In den 90er-Jahren Hausregisseur an der Berliner Volksbühne. Ab 1997 aktionistische Projekte auch außerhalb des Theaters. In Bayreuth inszenierte er 2004 mit Parsifal seine erste Oper. Seine Krebserkrankung im Jahr 2008 bearbeitete Schlingensief offensiv in seinem Buch So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein. Zudem entwickelte er die Idee für Remdoogo, ein Operndorf in Afrika. Seine letzte Inszenierung Via Intolleranza II (2010) entstand in Zusammenarbeit mit Künstlern aus Burkina Faso. Am 21. August 2010 starb Christoph Schlingensief in Berlin.
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