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Romane

Fiasko

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Über das Buch

'Kann man die Wiederholung, die lebensernste Reflexion zeigen?', fragte die FAZ in der Besprechung des Romans Fiasko vom Literaturnobelpreisträger Imre Kertész. Kertész kann es; Janet Riedel und Katja Pratschke können es auch, indem sie Literatur und Fotografie in ungewöhnlicher Weise verbinden. Fiasko beschreibt den Versuch eines Neubeginns, nach Auschwitz, nach Buchenwald, in einem menschenverachtenden totalitären System, so wie es Kertész selbst erlebt hat. Die seriellen Fotografien, die entlang des Romans im heutigen Budapest entstanden, erzeugen die Atmosphäre der Entfremdung und des Orientierungsverlusts auf andere Art. Zugleich sind sie von einem hintergründigen, bisweilen grotesken Humor. Dem Fotoessay geht es nicht um Illustration, sondern um die visuelle Adaption von Kertész’ eigener literarischen Methode: den Versuch, bruchstückartige Indizien, Gegenwartsfragmente und Déjà-vus zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Die Montage von Textauszügen aus dem Roman und Bildern lässt eine Überlagerung von Zeiten entstehen, eine spannende Doppeldeutigkeit, ein Vexierbild. Janet Riedel und Katja Pratschke gelingt eine ganz eigenständige, originelle Bildpoesie, die ebenso schlüssig wie rätselhaft ist.

Editionen (3)

ISBN9783862600397
VerlagVerlagshaus Römerweg
Erscheinungsdatum07.05.12
Seitenzahl144

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  • lukas9611
    lukas9611

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    5,0

    Wahnsinnig berührendes Buch. Der Schreibstil von Imre Kertész mag auf den ersten Blick sehr sperrig wirken, aber nach wenigen Seiten ist man absolut gefesselt. Genau wie "Roman eines schicksallosen" ist dieses Buch ein wahres Meisterwerk, das man nicht oft genug lesen kann.

    30. Juni 2019

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