Wir alle sind auf der Suche nach dem Weg zum Glück. In seinem Buch „Die Kunst des guten Lebens“ zeigt Bestsellerautor Rolf Dobelli, dass es nicht nur einen, sondern viele verschiedene Wege zu einem glücklichen Leben gibt: Es sind gedankliche Modelle, die uns dabei helfen, die Welt anders zu sehen und zu verstehen. Diese mentalen Werkzeuge können uns ein gutes Leben zwar nicht garantieren, aber doch wesentlich wahrscheinlicher machen. In diesem Aufstellbuch sind die schönsten Glücksgeheimnisse aus „Die Kunst des guten Lebens“ versammelt, die uns unseren ganz persönlichen Weg zum Glück weisen.
Es lohnt immer Rolf Dobellis Bücher zu lesen. Man erhält neue Gedanken und verschafft sich einen guten Überblick.
Einige Passagen fand ich allerdings schwer erträglich und unsinnig. Schade dabei ist, dass Dobelli seine Gedanken als gesetzt deklariert.
Dennoch ein gutes und hilfreiches Buch.
6. Dez. 2025
4,0
Interessante Denkanstösse
Es lohnt immer Rolf Dobellis Bücher zu lesen. Man erhält neue Gedanken und verschafft sich einen guten Überblick.
Einige Passagen fand ich allerdings schwer erträglich und unsinnig. Schade dabei ist, dass Dobelli seine Gedanken als gesetzt deklariert.
Dennoch ein gutes und hilfreiches Buch.
Rolf Dobelli will uns mit „Die Kunst des guten Lebens“ nicht weniger als einen mentalen Werkzeugkasten liefern, der das Leben „wahrscheinlicher gut“ machen soll – 52 gedankliche Modelle, verpackt in kurze, flüssig zu lesende Kapitel, die sich irgendwo zwischen Philosophie, Ökonomie und Alltagsbeobachtung bewegen. Die Idee: kein esoterischer Kitsch, keine Wohlfühlrhetorik, sondern rationale Denkwerkzeuge für ein besseres Leben. Klingt erstmal super. Ist es aber leider nur sehr bedingt.
Denn auch wenn Dobelli in einem angenehm klaren Stil schreibt, der sich prima runterliest (ideales Einschlafbuch, ehrlich), nervt die selbstgefällige Tonlage des Autors an vielen Stellen. Er lässt kaum Platz für andere Meinungen, hat zu jedem Lebensbereich seine ‚eine‘ Wahrheit – und wer’s anders sieht, hat halt noch nicht genug Buffett gelesen. Ja, genau: Warren Buffett. Der kommt auf gefühlt jeder dritten Seite vor, bis man glaubt, man habe statt eines Lebensratgebers seine Biografie in Häppchenform erwischt. Mein Tipp: einfach ein Shot-Spiel draus machen – bei jedem Buffett einen Jägermeister – und der Frust über Dobellis Realitätsferne ist schnell betäubt.
Beispiele gefällig? Smart Homes findet er doof (weil er noch in der Lage ist, einen Lichtschalter manuell zu betätigen – wow), Meditation sei überschätzt (spricht nur ungefähr 100 % der aktuellen Forschung dagegen), und für nervige Ausgaben, wie Knöllchen, solle man sich zuvor einen Extrabetrag zurücklegen – sagen wir, 10.000 Euro pro Jahr – dann tun die einem nicht so weh. Klar. Für Dobelli, der im eigenen Flugzeug durch die Schweiz jettet, mag das alles stimmen – für alle anderen wirkt es wie der Ratgeber eines Rich Kids, das seine eigene Bubble für die Welt hält.
Und dann ist da noch der Evergreen-Tipp: Jeder Mensch sollte sich „Fuck-you-Money“ zurücklegen. Also so viel Geld auf der hohen Kante, dass man dem Chef jederzeit den Mittelfinger zeigen und kündigen kann. Wer das nicht habe, solle eben jetzt anfangen zu sparen – in ein paar Monaten sei das Thema dann ja erledigt. Weiß nicht, wie es euch geht, aber „realitätsfern“ trifft’s ganz gut. Für Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, keine akademischen Topjobs haben oder schlicht keine Spielräume, ist das Buch an solchen Stellen nicht nur nutzlos, sondern fast schon zynisch. Dobelli blendet diese Lebensrealitäten komplett aus.
Natürlich: Ein paar der Denkmodelle sind durchaus brauchbar. Wer Kahneman oder Ariely kennt, wird hier und da nicken. Aber viel Neues gibt es nicht – dafür viel Widersprüchliches: mal soll man der Leidenschaft folgen (siehe Gates), mal ist genau das naiv. Was denn nun?
Fazit: Als lockere Lektüre mit gelegentlichen Denkanstößen okay. Als ernstzunehmender Lebenskompass? Leider arrogant, widersprüchlich und erschreckend abgehoben. Zwei Sterne für den unterhaltsamen Ton, die Buffett-Parade und ein paar nette Querverweise. Alles andere: ziemlich dünn.
⭐️⭐️
25. Mai 2025
2,0
Die Kunst des belehrenden Lebensratgebers 📘💰🧠
Rolf Dobelli will uns mit „Die Kunst des guten Lebens“ nicht weniger als einen mentalen Werkzeugkasten liefern, der das Leben „wahrscheinlicher gut“ machen soll – 52 gedankliche Modelle, verpackt in kurze, flüssig zu lesende Kapitel, die sich irgendwo zwischen Philosophie, Ökonomie und Alltagsbeobachtung bewegen. Die Idee: kein esoterischer Kitsch, keine Wohlfühlrhetorik, sondern rationale Denkwerkzeuge für ein besseres Leben. Klingt erstmal super. Ist es aber leider nur sehr bedingt.
Denn auch wenn Dobelli in einem angenehm klaren Stil schreibt, der sich prima runterliest (ideales Einschlafbuch, ehrlich), nervt die selbstgefällige Tonlage des Autors an vielen Stellen. Er lässt kaum Platz für andere Meinungen, hat zu jedem Lebensbereich seine ‚eine‘ Wahrheit – und wer’s anders sieht, hat halt noch nicht genug Buffett gelesen. Ja, genau: Warren Buffett. Der kommt auf gefühlt jeder dritten Seite vor, bis man glaubt, man habe statt eines Lebensratgebers seine Biografie in Häppchenform erwischt. Mein Tipp: einfach ein Shot-Spiel draus machen – bei jedem Buffett einen Jägermeister – und der Frust über Dobellis Realitätsferne ist schnell betäubt.
Beispiele gefällig? Smart Homes findet er doof (weil er noch in der Lage ist, einen Lichtschalter manuell zu betätigen – wow), Meditation sei überschätzt (spricht nur ungefähr 100 % der aktuellen Forschung dagegen), und für nervige Ausgaben, wie Knöllchen, solle man sich zuvor einen Extrabetrag zurücklegen – sagen wir, 10.000 Euro pro Jahr – dann tun die einem nicht so weh. Klar. Für Dobelli, der im eigenen Flugzeug durch die Schweiz jettet, mag das alles stimmen – für alle anderen wirkt es wie der Ratgeber eines Rich Kids, das seine eigene Bubble für die Welt hält.
Und dann ist da noch der Evergreen-Tipp: Jeder Mensch sollte sich „Fuck-you-Money“ zurücklegen. Also so viel Geld auf der hohen Kante, dass man dem Chef jederzeit den Mittelfinger zeigen und kündigen kann. Wer das nicht habe, solle eben jetzt anfangen zu sparen – in ein paar Monaten sei das Thema dann ja erledigt. Weiß nicht, wie es euch geht, aber „realitätsfern“ trifft’s ganz gut. Für Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, keine akademischen Topjobs haben oder schlicht keine Spielräume, ist das Buch an solchen Stellen nicht nur nutzlos, sondern fast schon zynisch. Dobelli blendet diese Lebensrealitäten komplett aus.
Natürlich: Ein paar der Denkmodelle sind durchaus brauchbar. Wer Kahneman oder Ariely kennt, wird hier und da nicken. Aber viel Neues gibt es nicht – dafür viel Widersprüchliches: mal soll man der Leidenschaft folgen (siehe Gates), mal ist genau das naiv. Was denn nun?
Fazit: Als lockere Lektüre mit gelegentlichen Denkanstößen okay. Als ernstzunehmender Lebenskompass? Leider arrogant, widersprüchlich und erschreckend abgehoben. Zwei Sterne für den unterhaltsamen Ton, die Buffett-Parade und ein paar nette Querverweise. Alles andere: ziemlich dünn.
⭐️⭐️
Auf mehreren Empfehlungen hin habe ich mir dieses Buch besorgt und gelesen. Ein wirklich gelungenes Meisterwerk, würde ich schon behaupten.
Die Kapitel sind nicht so lang gehalten, was mir sehr gefällt und es wird auch nicht viel um den heißen Brei geschrieben.
Im Großen und Ganzen ein sehr gutes Buch, was ich definitiv noch öfters lesen werde.
Wäre auch ein schönes Geschenk, jetzt zu Weihnachten zum verschenken. Ganz klare Empfehlung! :)
13. Dez. 2024
5,0
Schön geschriebenes Buch.
Auf mehreren Empfehlungen hin habe ich mir dieses Buch besorgt und gelesen. Ein wirklich gelungenes Meisterwerk, würde ich schon behaupten.
Die Kapitel sind nicht so lang gehalten, was mir sehr gefällt und es wird auch nicht viel um den heißen Brei geschrieben.
Im Großen und Ganzen ein sehr gutes Buch, was ich definitiv noch öfters lesen werde.
Wäre auch ein schönes Geschenk, jetzt zu Weihnachten zum verschenken. Ganz klare Empfehlung! :)
13. Dez. 2024
3 von 15 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Rolf Dobelli
Rolf Dobelli, Jahrgang 1966, ist Gründer und Kurator von WORLD.MINDS, einer Community von weltweit führenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft. Er schreibt Romane und Sachbücher, darunter die Bestseller »Die Kunst des klaren Denkens« sowie »Die Kunst des klugen Handelns«, die eine Millionenauflage erreichten und in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Rolf Dobelli lebt mit seiner Familie in Bern.