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Romane

Die Leben der Elena Silber

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Über das Buch

Alexander Osang schreibt die Geschichte seiner Familie – eindrücklich gelesen von Stefan Kaminski

Russland, Anfang des 20. Jahrhunderts. In einer kleinen Provinzstadt östlich von Moskau wird der Revolutionär Viktor hingerichtet. Wie eine gewaltige Welle erfasst die Zeit in diesem Moment Viktors Tochter Lena. Sie heiratet den deutschen Textilingenieur Robert Silber, folgt ihm 1936 nach Berlin und Schlesien, wo sie den Zweiten Weltkrieg überleben. Aber dann verschwindet Robert in den Wirren der Nachkriegszeit, und Lena muss vier Töchter alleine durchbringen. Sie sollen den Weg weitergehen, den Lena begonnen hat zu gehen – hinaus aus einem zu engen Leben, weg vom Unglück. Aber stimmt diese Geschichte, wie Lena sie ihrer Familie erzählt hat?

2017, mehr als zwanzig Jahre nach Lenas Tod, macht sich ihr Enkel, der junge Filmemacher Konstantin Stein, auf den Weg nach Russland. Er will die Geschichte des Jahrhunderts und seiner Familie verstehen, um sich selbst zu verstehen.

Editionen (4)

ISBN9783844921441
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum20.08.19

Rezensionen & Bewertungen

25 Bewertungen

4 Rezensionen

3,6

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  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    130 Follower

    4,0

    Es war der Zufall, der mich Mitte Februar ausgerechnet zu einem Hörbuch mit einer russischen Protagonistin führte. Auch, dass ich gerade die Geo Epoche zur Russischen Revolution gelesen hatte und Stefan Kaminski mein Lieblingshörbuchsprecher ist. Wir begleiten einerseits Elena, die im revolutionären Russland aufwächst, durch die verschiedenen Phasen des 20. Jahrhunderts in Russland und der DDR, andererseits ihren Enkel Konstantin Stein, einem eher erfolglosen Filmemacher in der Jetztzeit. Elenas Schicksal führt sie aus der Provinz über Moskau und Leningrad nach Deutschland, Konstantin hadert mit der Entscheidung seiner Mutter, seinen dementen Vater in einem Heim unterzubringen, und seiner mauen Filmkarriere. Laut seiner Mutter findet er sein Thema nicht. Ein Roman mit zwei Zeitebenen also. Elena ist eher keine Identifikationsfigur, man wird nicht wirklich mit ihr warm, ihren Lebensweg durch die ereignisreiche erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zu verfolgen, ist aber interessant. Konstantin ist vergleichsweise sympathisch, die Schilderungen über seinen Umgang mit dem dementen Vater sind berührend, gerade für jemand, der selbst ein Elternteil an die Demenz verloren hat. Nicht ganz unterdrücken konnte ich die Frage, wie Konstantin das bitte alles finanziert, da er ja keinen Erfolg mit seinen Filmprojekten zu haben scheint. Ganz zum Schluss klärt sich schließlich auch die Frage, was mit Elenas Ehemann und Konstantins Großvater passiert ist. Empfehlenswerter historischer Roman über ein russisch-deutsches Schicksal. Über Stefan Kaminski muss ich nicht viel sagen, er macht das wie immer brillant.

    28. Sept. 2022

  • 4,0

    Ein historischer Roman, aber kein typischer Schmöker.... Der Familienroman mit Deutsch-Russischer Geschichte beginnt im zaristischen Russland und spannt über seine Protagonistin Elena einen weiten Bogen in das seit 30 Jahren wiedervereinte Deutschland. Das komplizierte Gefüge einer Familie, die Suche über mehrere Generationen hinweg nach dem Platz in der Welt und dem eigenen Ich bilden den Kern der Handlung. Keine der Figuren ist durchweg sympathisch, dafür aber vielschichtig dargestellt. Der Roman zeigt, dass nicht alles im Leben mit "entweder-oder" entschieden werden kann und menschliche Schwäche sich in einer Vielzahl von Lebensentscheidungen widerspiegelt. Alexander Osang erzählt seinen Roman in einer angenehmen Erzählsprache, die allerdings nicht über einige Längen (vor allem in der ersten Buchhälfte) hinwegtäuschen kann.

    24. Okt. 2023

  • julia_bhrmnn
    julia_bhrmnn

    157 Follower

    3,0

    Knapp. Ich kam bis zum Schluss nicht richtig rein. Die Personen blieben mir fast alle fremd. Das ist sehr schade, da mich die Geschichte hätte packen könnenmüssensollenwollen :)

    8. Feb. 2023

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Alexander Osang

Alexander Osang, geboren 1962 in Berlin, schreibt heute für den SPIEGEL aus Tel Aviv, davor lebte er in Berlin und acht Jahre lang in New York. Für seine Reportagen erhielt er mehrfach den Egon-Erwin-Kisch-Preis und den Theodor-Wolff-Preis, für das Drehbuch der Verfilmung seines Romans die nachrichten bekam er den Grimme-Preis. Die Leben der Elena Silber ist von Osangs Familiengeschichte inspiriert.

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