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Romane

Der Gott jenes Sommers

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Über das Buch

Ein berührend erschütternder Roman über den letzten Sommer vor Kriegsende

Anfang 1945 muss die zwölfjährige Luisa Norff mit ihrer Mutter und der älteren Schwester aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder und versucht das Leben diesseits der Brände zu verstehen: Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, wohin ist ihre Schwester Billie plötzlich verschwunden, und von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare? Und als ihr auf einem Fest zu Vinzents Geburtstag genau das widerfährt, wovor sich alle Frauen in jenen Tagen fürchten, bricht Luisa unter der Last des Unerklärlichen zusammen.

Mit poetischer Brillanz und Empathie erzählt Ralf Rothmann über das Klima von Verblendung und Denunziation in den letzten Monaten eines Krieges, der jedem für immer die Seele verdunkelt und schon eine Zwölfjährige mit Recht sagen lässt: »Ich hab alles erlebt.«

Editionen (4)

ISBN9783844918083
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum07.05.18

Rezensionen & Bewertungen

19 Bewertungen

2 Rezensionen

3,6

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  • booksnotdead.de
    booksnotdead.de

    119 Follower

    4,0

    Im 2. Teil der Rothmann-Trilogie geht es um die zwölfjährige Luisa, die im Chaos der letzten Kriegsmonate auf einem norddeutschen Gut Zuflucht sucht und dabei auf verstörende Weise mit Gewalt, Schuld und dem Verlust von Kindheit konfrontiert wird. Mit stiller Wucht und poetischer Sprache schildert der Roman, wie der Krieg auch jene prägt, die scheinbar am Rand stehen. Im direkten Vergleich zu „Im Frühling sterben“ fand ich es etwas schwächer.

    23. Juni 2025

  • notizhefte
    notizhefte

    68 Follower

    3,0

    3,5 Sterne Es bleibt ein zwiespältiger Eindruck: Figurenzeichnung, Personenkonstellation, Setting und Sprache - das gefiel mir alles gut bis sehr gut. Aber Anfang und Ende sowie der gesamte Plot ließ alles auf mich wie eine lange Kurzgeschichte wirken.

    24. Apr. 2023

Autorin / Autor

Über Ralf Rothmann

Ralf Rothmann, geboren 1953 in Schleswig, wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach der Schule machte er eine Maurerlehre, arbeitete mehrere Jahre auf dem Bau und danach in verschiedenen Berufen (u. a. als Drucker, Krankenpfleger und Koch). Er lebt seit 1976 in Berlin. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Max-Frisch-, der Heinrich-Böll-, der Hölderlin-, der Kleist- und der Uwe-Johnson-Preis.

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