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Romane

Die Lebensentscheidung

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Über das Buch

Der preisgekrönte Robert Menasse (»Die Hauptstadt«) liest erstmals selbst

Frustriert von den Mühlen der Bürokratie trifft Franz Fiala eine »Lebensentscheidung« und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, misslingt. Dann treten plötzlich wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen: »Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung.«

Kann man über sein Leben entscheiden? Nicht über das Ende, sondern mit Willenskraft über das Weiterleben, länger als erwartbar wäre? Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in »Die Lebensentscheidung« von einem Wettlauf gegen den Tod. Leben und Sterben, Liebe und Familie, darum geht es in dieser raffiniert-kunstfertigen Novelle.

Ungekürzte Lesung mit Robert Menasse
1 MP3-CD, 5h 5min

Editionen (3)

ISBN9783844555462
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum18.02.26

Rezensionen & Bewertungen

26 Bewertungen

7 Rezensionen

4,1

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  • wurm_kathi
    wurm_kathi

    278 Follower

    4,0

    Eine Novelle über das Leben/Überleben

    „Hier endet der Bericht vom Sterben des Kleinbürgers. Zwei Tage über sein Ziel war er hinausgerannt wie ein guter Läufer“ Was zählt im Leben? Ist es die Arbeit oder sollte man sein Leben doch genießen? Franz der Hauptcharakter in diesem Buch bekommt die Diagnose Pankreaskazinom und er will mit aller Macht seine Mutter überleben. Doch ist das Zielführende? Ein wirklich gutes Buch über Liebe, die Verbindung zu der eigenen Mutter und den Gefühlen dahinter.

    Eine Novelle über das Leben/Überleben

    12. Apr. 2026

  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    5,0

    Franz Fiala ist müde und ausgebrannt. Seine Arbeit in der europäischen Kommission in Brüssel erscheint ihm zunehmend sinnlos, seit der Rechtspopulismus in Europa um sich greift und die Schlagzeilen der Zeitungen ihr übriges tun. Er trifft die Entscheidung die EU- Kommission zu verlassen und sich vorzeitig in den Ruhestand zu begeben. Aber das wird er seiner alten Mutter in Wien nicht verraten, denn die war ja immer so stolz auf ihren erfolgreichen Sohn. Lange leben wird sie nicht mehr, denkt sich Franz Fiala angesichts ihres massiven gesundheitlichen Abbaus, da möchte er sie nicht mit der Wahrheit unglücklich machen. Doch dann kommen akute Schmerzen und Franz bekommt eine Krebsdiagnose. Er selbst wird nun auch nur noch kurze Zeit zu leben haben. Auch das darf seine Mutter keineswegs erfahren, er MUSS einfach länger leben als seine Mutter, das ist nun sein neues, sein wichtigstes Lebensziel. Ein kluger Roman über das Leben und Sterben und über die EU. Für mich hätte Robert Menasse mit diesem Buch wieder ein Platz auf mindestens der Longlist um Deutschen Buchpreis verdient 👍

    9. Juni 2026

  • katta
    katta

    15 Follower

    3,5

    Ich fand's ziemlich deprimierend und zwar nicht auf eine gute Art wie Die Straße von McCarthy. Das Buch ist gut geschrieben, gut komponiert auch, der Autor weiß auf jeden Fall, was er da tut, aber gerne gelesen hab ich es nicht. Der Charakter hat mich genervt in seiner Passivität und seltsamen Beziehungslosigkeit, im Kontakt mit sich selbst und zu seiner dominanten Mutter. Mitgefühl hatte ich kaum, obwohl er ja sterbenskrank ist. Was der Autor mit diesem Buch sagen will? Keine Ahnung. Vielleicht etwas über die Belanglosigkeit des Lebens und Sterbens? Auf mich hat es irgendwie anachronistisch gewirkt. Ein alter, weißer Mann und seine Probleme in der Welt bis der Krebs ihn dahinrafft. Also, gut gemacht, aber es interessiert mich einfach nicht.

    23. März 2026

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Robert Menasse

Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, lebt dort als Romancier und Essayist. Zuletzt erschienen von ihm das Sachbuch »Die Welt von morgen. Ein souveränes demokratisches Europa – und seine Feinde« (2024) sowie die Bestseller-Romane »Die Erweiterung« (2022) und »Die Hauptstadt« (2017), für den er mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde.

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