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Romane

Ferne Gestade

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Über das Buch

Ein weiteres Werk des Nobelpreisträgers für Literatur 2021 – erstmals zum Hören

Es ist ein später Novembernachmittag, als Saleh Omar auf dem Flughafen Gatwick landet. In einer kleinen Tasche, dem einzigen Gepäck, das der Mann aus Sansibar bei sich trägt, liegt sein wertvollster Besitz: eine Mahagonischachtel mit Weihrauch. Eben noch war Omar Inhaber eines Geschäftes, er besaß ein Haus, war Ehemann und Vater. Jetzt ist er ein Asylbewerber, und Schweigen ist sein einziger Schutz. Während Omar von einem Beamten ins Verhör genommen wird, lebt nicht weit entfernt, zurückgezogen in seiner Londoner Wohnung, Latif Mahmud. Auch er stammt aus Sansibar, hatte jedoch bei der Flucht aus seiner Heimat einst den Weg über den »sozialistischen Bruderstaat« DDR gewählt.

Als Mahmud und Omar Jahre später in einem englischen Küstenort aufeinandertreffen, entrollt sich beider Vergangenheit: eine Geschichte von Liebe und Verrat, von Verführung und Besessenheit, und von Menschen, die inmitten unserer wechselvollen Zeitgeschichte nach Sicherheit und Halt suchen.

Ungekürzte Lesung mit Pierre Sanoussi-Bliss, Ingo Hülsmann
12h 55min

Editionen (2)

ISBN9783844546910
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum21.03.22

Rezensionen & Bewertungen

12 Bewertungen

1 Rezensionen

3,8

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  • jari
    jari

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    3,0

    Natürlich habe ich mich sofort nach einer Möglichkeit umgesehen, an eines der Bücher des neuen Literaturnobelpreisträgers zu kommen. Zum Glück hat unsere Bibliothek noch eine deutsche Übersetzung von Gurnah im Lager. "Ferne Gestade" heisst der Titel auf Deutsch. Neugierig stürzte ich mich auf das Buch. Leider ist meine abschliessende Meinung eher ernüchternd. Hätte ich nicht von der Auszeichnung gewusst, hätte ich diesen Autoren niemals mit dem Nobelpreis in Verbindung gebracht. Das Buch ist nicht schlecht. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich schon viele Bücher zum Thema Migration und Flüchtlingsdasein gelesen, die besser waren als dieses hier. Natürlich kann es an der Übersetzung liegen, aber weder inhaltlich noch sprachlich hat dieses Werk meiner Meinung nach Nobelpreis-Qualität. Anfangs fand ich die Handlung noch einigermassen ansprechend, aber ab der Mitte war ich nur noch verwirrt. Auch hier kann ich nicht sagen, ob es an der Übersetzung liegt (die ja bekanntlich schon älter ist), an mir und mangelnder Aufmerksamkeit, oder ob dies vom Autoren so gewollt ist. Zumindest habe ich meine Neugierde befriedigen können. Wäre Gurnah das Thema anders angegangen, oder wäre klarer damit gewesen, wer nun was erzählt, vielleicht wäre ich bei der Stange geblieben. Da dem aber leider nicht so ist, werde ich wahrscheinlich kein weiteres Buch dieses Autoren lesen. Neue Übersetzungen hin oder her.

    21. Dez. 2024

Autorin / Autor

Über Abdulrazak Gurnah

Abdulrazak Gurnah (geb. 1948 im Sultanat Sansibar) wurde 2021 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er hat bislang elf Romane veröffentlicht, darunter »Paradise« (1994; dt. »Das verlorene Paradies«; nominiert für den Booker Prize), »By the Sea« (2001; »Ferne Gestade«; nominiert für den Booker Prize und den Los Angeles Times Book Award), »Desertion« (2006; dt. »Die Abtrünnigen«; nominiert für den Commonwealth Writers' Prize) und »Afterlives« (2020; dt. »Nachleben«; nominiert für den Walter Scott Prize und den Orwell Prize for Fiction). Gurnah ist Professor emeritus für englische und postkoloniale Literatur an der University of Kent. Er lebt in Canterbury. Seine Werke erscheinen auf Deutsch im Penguin Verlag.

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