Blick ins Buch

Romane

Im Winter Schnee, nachts Sterne. Geschichte einer Heimkehr

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Über das Buch

Wie es dem Flüchtling Enaiatollah Akbari gelungen ist, in Europa eine neue Heimat zu finden

Kann die Fremde zur Heimat werden? Der Afghane Enaiatollah Akbari kam mit 15 nach jahrelanger Flucht in Europa an, ohne Eltern, ohne Schulbildung. Aus eigener Kraft musste er sich eine neue Existenz aufbauen. Als er den Schriftsteller Fabio Geda kennenlernte, nahm sein Leben eine Wendung. Zusammen erzählen die beiden, wie es Enaiatollah trotz unüberwindlich scheinender Hürden gelang, den Schulabschluss zu machen und Politikwissenschaft zu studieren. Wie ihm die fremde Kultur immer vertrauter wurde, er Freundschaften schloss und sich trotzdem täglich nach seiner Mutter und der Familie in Afghanistan sehnte. Eines Tages werden Heimweh und Sorge um sie so groß, dass er aufbricht, um nach Jahren seine Familie endlich wiederzusehen …

Geda und Akbari erzählen wahrhaftig, spannend und voller Charme. Ein wichtiges, berührendes Hörbuch über die Frage nach Identität, Zugehörigkeit und Heimat.

Ungekürzte Lesung mit Sabin Tambrea
1 MP3-CD, 4h 48min

Editionen (4)

ISBN9783844542462
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum25.10.21

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

5 Rezensionen

4,5

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  • amyy
    amyy

    145 Follower

    5,0

    Die Fortsetzung von ,,Im Meer schwimmen Krokodile‘‘.

    Enaiat hat es nach Italien geschafft, studiert, arbeitet und ist glücklich. Doch was ist mit seiner Familie in Afghanistan? Er schafft es nach langer Zeit mit seiner Mutter, seiner Schwester und seinem Bruder Kontakt aufzunehmen. Viele Jahre später erfährt Enaiat, dass seine ältere Schwester kurz vor der Geburt ihres fünften Kindes alleine ist und er beschliesst sie in Quetta, Pakistan, zu besuchen. Dort angekommen taucht er ab in Erinnerungen seiner Kindheit und seiner Heimat und ist überglücklich über das Wiedersehen seiner Familie. Ach, das Buch war sooo toll! Ich habe mich riesig gefreut, dass ich erfahren konnte wie Enaiats Geschichte weiterging. Und ich habe einen riesen Respekt für ihn und alle Menschen, die Ähnliches durchgemacht haben. In diesem Teil erfahren wir mehr über die Geschichte Afghanistans, den Terror durch die Taliban und den ständig währenden Krieg. Er erwähnt auch, wie sehr die Leute aus seiner Heimat auf Hilfsorganisationen wie ,,Ärzte ohne Grenzen’‘ und ähnliche angewiesen sind, denn andere Gesundheitsvorsorge, Krankenhäuser und Nothilfe ist für sie nicht verfügbar. Ausserdem berichtet Enaiat von den imensen bürokratischen Hürden, die er und seine Familie überkommen mussten um sowohl zurück nach Pakistan zu kehren, oder nach Italien zu flüchten. Unzählige Botschaften und Geschäftsstellen, die in ihrer Tätigkeit kläglich versagt haben und das Leben dieser Leute beinahe unaufhaltsam machen. Ich habe wie bereits beim ersten Teil auf jeder Seite mitgelitten. Auch während dem Lesen dieses Buches wurde mir wieder einmal schmerzlich bewusst, wie privilegiert wir in unserem Teil der Welt doch sind. Klar läuft bei uns auch Vieles nicht richtig, aber wir sind dennoch verhältnismässig sicher und leben ein gutes Leben. Dafür sollten wir dankbarer sein. Und wir sollten Menschen mit solchen Geschichten (Krieg, Flucht, usw) stets mit offenen Armen willkommen heissen und ihnen helfen wo nur möglich. Wieder einmal: Grosse, grosse Empfehlung! Das sollte jede:r gelesen haben.

    28. Jan. 2026

  • ellamara_
    ellamara_

    3 Follower

    5,0

    Große Leseempfehlung für diese Reihe!

    Vor allem der erste Band ist sehr wichtig und jeder der "Im Meer schwimmen Krokodile" gelesen hat, denkt dann danach anders über Flüchtlinge als zuvor - ganz egal welche Meinung man vorher vertreten hat. Dieses Buch war eine nette Ergänzung zum ersten Band, ich habe genau das bekommen was ich erwartet habe. Ich werde noch oft an Enaiats Geschichte zurückdenken.

    3. Juni 2023

  • janasbuecherwelt
    janasbuecherwelt

    218 Follower

    5,0

    Nachdem ich „im Meer schwimmen Krokodile“, dem Teil der Flucht aus Afghanistan gelesen hatte, war ich sehr begeistert zu sehen, dass es einen Heimkehr-Teil gibt. Mir ist im ersten Buch Enaiatollah bereits sehr ans Herz gewachsen und deswegen wollte ich unbedingt wissen, wie es in seinem Leben weiter ging/geht. „Im Winter Schnee, nachts Sterne“ von Fabio Geda gemeinsam mit Enaiatollah Akbari (übersetzt aus dem italienischen von Christiane Burkhardt) geht es eben um die Heimkehr nach Afghanistan, des damals 10-jährigen Flüchtlings Enaiat. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben. Ich glaube, man bräuchte auch nicht unbedingt die Vorgeschichte, da auf diese in diesem Buch auch nochmal geblickt wird. Dennoch war ich froh, die Hintergründe der Flucht bereits gekannt zu haben. Die Geschichte ist erneut mit einer besonderen Leichtigkeit geschrieben, trotz des wahren und ernsteren Themas. Ich habe mich sehr gefreut, mehr von Enaiat zu erfahren, seine Geschichte zu lesen und bin beeindruckt, was man aus seinem Leben machen kann, wenn man es wirklich will. Für mich ist auch diese Fortführung der Geschichte von Enaiatollah Akbari ein Highlight. Ich kann dieses Buch sowie den Vorgänger jedem nur wärmstens Empfehlen, ans Herz legen. Bitte lest dieses Buch.

    21. Sept. 2022

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Fabio Geda

Fabio Geda, 1972 in Turin geboren, arbeitete viele Jahre mit Jugendlichen und schrieb für Zeitungen. Bereits sein erster Roman »Emils wundersame Reise« war in Italien ein Überraschungserfolg; das Buch »Im Meer schwimmen Krokodile« brachte ihm auch international den Durchbruch, es verkaufte sich in 33 Länder und ist zu einem modernen Klassiker geworden.

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