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Romane

Zufällige Erfindungen

3,7(10)
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Über das Buch

Die Kolumnen von Bestsellerautorin Elena Ferrante (»Die Neapolitanische Saga«) aus »The Guardian«

Seit 2018 schreibt Elena Ferrante eine wöchentliche Kolumne für das Wochenendmagazin der britischen Zeitung »The Guardian«. Dabei setzt sich die Autorin der »Neapolitanischen Saga« in persönlichen Miniaturen mit einem breiten Spektrum verschiedener Themen auseinander – unter anderem mit der Kindheit, dem Altern, mit Geschlechterdiskursen und mit ganz Alltäglichem. Sie erzählt von ihrer ersten großen Liebe und warum sie eine Abneigung gegen Ausrufezeichen hat.

Eva Mattes, die deutsche Stimme von Elena Ferrante, liest die interessanten, streitbaren, privaten Texte der Bestsellerautorin.

Ungekürzte Lesung mit Eva Mattes
3h 19min

Editionen (3)

ISBN9783844538076
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum22.02.21

Rezensionen & Bewertungen

10 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    3,5

    Z" der A-Z Challenge Hier wagt die Romanschriftstellerin Elena Ferrante einen Ausflug. Sie hat eine wöchentliche Kolumne für den britischen "Guardian" geschrieben. Es gab die unterschiedlichsten Stichworte, zu denen sie spontan ihre Gedanken vertextet hat. Herausgekommen ist eine bunte Mischung zu verschiedenen Themen, manche davon interessant, manche aber auch einfach nur unterhaltsam und ohne Tiegang. Vielleicht konnte die Autorin ihre Gedanken einfach nicht in der vorgegebenen Länge der Texte "unterbringen". Den Schreibstil mochte ich allerdings sehr, das Buch liest sich sehr flüssig.

    2. Jan. 2026

  • _felicitas_
    _felicitas_

    12 Follower

    3,0

    "Zufällige Erfindungen" (2019, dt. Übersetzung Karin Krieger) versammelt die Kolumnen, die die italienische Schriftstellerin Elena Ferrante ein Jahr lang für den Guardian geschrieben hat. Darin geht es ums Schreiben und Lesen, um Freundschaft, Ängste, Schlaflosigkeit und vieles mehr. Ferrante, die unter Pseudonym schreibt, ist vor allem für ihre Neapolitanische Saga bekannt. Die besteht neben "Meine geniale Freundin" (2011) aus drei weiteren dicken Bänden und erzählt die Geschichte zweier Frauen in Neapel von der Kindheit bis ins Alter. Den Ferrante-Hype finde ich absolut berechtigt. Ich liebe ihre Sprache, ihre schonungslose Ehrlichkeit und die Genauigkeit, mit der sie die Welt beobachtet. Dass eine Frau über den Alltag von Frauen schreibt und dafür weltweit gefeiert wird, ist an sich schon ein feministischer Erfolg. Die Protagonistinnen sind nicht unbedingt sympathisch, aber gerade in ihrer Komplexität und Ambivalenz Identifikationsfiguren. Es geht (auch) um Körper - wie sie aussehen, wie sie auf Männer wirken, wie sie altern; denn das sind (auch) Themen, die weiblich sozialisierte Menschen in unserer Welt beschäftigen. Aber die Perspektive ist immer die der Protagonistin. Und wir erfahren viel mehr als der "male gaze" zulassen würde: In "Lästige Liebe" (1992) etwa wechselt die Protagonistin regelmäßig ihren Tampon. Das ist nicht die zentrale Handlung, aber auch kein Störfaktor. Ferrante schafft es, tabuisierte Themen als selbstverständlichen Teil weiblicher Erfahrungswelt zu schildern. "Zufällige Erfindungen" ist nett zu lesen. Man merkt an Inhalt und Sprache, wie präzise Ferrante analysiert. Und es ist interessant, kleine Einblicke in das Leben dieser grandiosen Autorin zu bekommen, deren Identität unbekannt ist. Irgendwas hat mir aber gefehlt. Ferrantes Stärke ist es, Atmosphären zu erzeugen und ambivalente Protagonistinnen zu erschaffen - dazu reichen ein paar Seiten pro Kolumne vielleicht einfach nicht aus. Vielleicht sind Ferrantes Gedanken auch zugänglicher durch Prosa als durch Sachtexte. Als Einstieg würde ich deshalb "Frau im Dunkeln" (2006) empfehlen: Der relativ schmale Roman enthält alles, was ich an Ferrante liebe.

    28. Juni 2025

Autorin / Autor

Über Elena Ferrante

Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans »Lästige Liebe« 1992 für die Anonymität entschieden. Später veröffentlichte sie »Tage des Verlassenwerdens« und »Die Frau im Dunkeln«. Ihre »Neapolitanische Saga« umfasst »Meine geniale Freundin«, »Die Geschichte eines neuen Namens«, »Die Geschichte der getrennten Wege« sowie »Die Geschichte des verlorenen Kindes«. Für den vierten und letzten Band der Reihe stand sie auf der Shortlist für den Man Booker International Prize. 2020 erschien ihr Roman »Das lügenhafte Leben der Erwachsenen«.

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