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Der Begriff Angst /Die Krankheit zum Tode

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Über das Buch

""Die Krankheit zum Tode" ist ein ungeheuerliches Buch. An innerer Intensität, an Schärfe des Griffes nach der letzte Wurzel unserer Existenz wird es nur noch überholt von Kierkegaards anderer Schrift: "Der Begriff Angst". Romano Guardini Was haben Angst, Freiheit und geistige Existenz miteinander zu tun? Was Verzweiflung und die Masken des Alltags? Wie können wir verantwortlich ,Einzelne' sein, nicht bloß ,Nummern' in der Menge? Niemand vor Sören Kierkegaard hat Fragen wie diese mit gleicher Eindringlichkeit gestellt, niemand ähnlich vielschichtige Antworten auf sie gegeben. Auf der Grenze zwischen Philosophie und Theologie entwickelt der "Vater des Existenzdenkens" eine neue Sprache für das, was uns unbedingt angeht. Der Begriff Angst und Die Krankheit zum Tode sind hierfür exemplarische Dokumente.

Editionen (1)

ISBN9783843800990
VerlagVerlagshaus Römerweg
Erscheinungsdatum29.06.12
Seitenzahl352

Rezensionen & Bewertungen

1 Bewertungen

1 Rezensionen

3,0

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  • arthurzturm
    arthurzturm

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    3,0

    Welch ein schwieriges ​Unterfangen. Kierkegaard wollte bewusst kompliziert erscheinen und noch schlimmer, Philosophie und Theologie vermischen, bzw. gegeneinander prallen lassen. Zum Thema Angst: Angst ist der „Schwindel der Freiheit“. Sie entsteht, wenn der Mensch erkennt, dass er unendlich viele Möglichkeiten hat – und damit die Last der Wahl trägt. Die Komplexität liegt im Paradox: Angst ist zugleich lähmende Qual und das Tor zur Größe, da sie uns aus der geistlosen Sicherheit reißt. ​Zum Thema Krankheit zum Tode: ​Die Verzweiflung ist die Krankheit, an der man nicht sterben kann. Sie ist der missglückte Versuch des Ichs, sich entweder selbst zu erschaffen oder sich selbst loszuwerden. Hier wird der Mensch als Synthese aus Endlichkeit und Unendlichkeit definiert, die nur durch den Bezug auf das Göttliche ins Gleichgewicht kommt. ​Der ungelöste Widerspruch: ​Die Schwierigkeit besteht darin, dass Kierkegaard Philosophie und Theologie nicht harmonisiert, sondern kollidieren lässt: ​Philosophisch fordert er die Vernunft bis zum Äußersten, nur um sie an ihr Ende zu führen. ​Theologisch verlangt er den „Sprung“, der für den Verstand ein absurder Widerspruch bleibt. ​Das System scheitert bewusst, denn für Kierkegaard lässt sich die Existenz nicht denken, sondern nur im Leiden und im Glauben vollziehen.

    7. Jan. 2026

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