Blick ins Buch

Historische Romane

Die Pforten der Ewigkeit

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Über das Buch

Richard Dübells großer Mittelalterroman um einen Klosterbau, eine mutige junge Nonne und die Liebe im Angesicht des Jüngsten Gerichts als besondere E-Book-Ausgabe mit tollen Extras: Ein Making-of macht die Arbeit am Buch lebendig, Kapitel, die es nicht ins Buch geschafft haben, geben als Outtakes Einblick in neue Erzählstränge und ein Stammbaum illustriert die Familienverhältnisse der Trencavels. Ein umfangreiches Glossar liefert Hintergründe zu den historischen Zusammenhängen und Ereignissen. 1250: Mit dem Tod Kaiser Friedrichs II. beginnt die Zeit des großen Interregnums. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden, das Reich in Aufruhr. Im nahen Osten stirbt ein junger Mann in den Armen dreier Kreuzritter. Mit seinem letzten Atemzug berichtet er von einem Geheimnis, das der Kaiser ihm kurz vor seinem Tod anvertraute. In der Nähe von Bamberg gründen einige unerschrockene Zisterzienserinnen eine neue Zelle inmitten des Waldes. Sie haben den Schutz der Einsamkeit dringend nötig, denn eine von ihnen hat Visionen und läuft Gefahr, als Ketzerin verbrannt zu werden. Kreuzritter und Ordensschwestern treffen in der Stadt Wizinsten aufeinander. Hand in Hand bauen sie ein neues Kloster, einen prächtigen Bau, der die Gemeinschaft unter den Schutz des neuen Kaisers stellen und die Pforten der Ewigkeit öffnen soll …

Editionen (4)

ISBN9783838707983
VerlagBastei Lübbe
Erscheinungsdatum17.03.11
Seitenzahl864

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

2 Rezensionen

4,3

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  • doscho
    doscho

    21 Follower

    5,0

    Der Stauferkaiser Friedrich II. stirbt und hinterlässt seinem engsten Vertrauten kurz vor dem Tod ein Geheimnis. Gleichzeitig versucht die Zisterzienserin Schwester Elsbeth in Wizinsten ein Kloster zu errichten. „Die Säulen der Erde für Arme“ – das war mein erster Gedanke beim Lesen von „Die Pforten der Ewigkeit“. Und stellenweise stimmt das tatsächlich: Das Buch ist mit rund 860 Seiten ein ziemlicher Wälzer, spielt im Mittelalter mit all seinen Intrigen und politischen Unruhen und es steht ein Bau eines Gotteshauses im Mittelpunkt der Handlung. Doch das ist absolut kein Nachteil, im Gegenteil: Richard Dübell hat einen durchweg spannenden historischen Roman geschaffen. Nirgendwo hatte ich das Gefühl, dass die Handlung verflacht oder sich mit Nebensächlichkeiten aufhält, ich hatte eher im Gegenteil die Mühe, alle Handlungsstränge mitzubekommen und im Kopf zu behalten. Zudem zeichnet sich das Buch durch seine starken Charaktere aus. Ob gute Hauptcharaktere, wie Rogers und Schwester Elsbeth oder die eher düsteren wie Meffridus oder der wirklich ekelhafte Rudolf von Habisburch – jede und jeder wurde überzeugend dargestellt, selbst wenn der Anteil an der Handlung eher gering ausfällt. Ein weiteres Highlight ist das hochdramatische Ende, das sehr eindrücklich beschrieben wurde und für die Lesenden einige grausame, aber auch trotz der Ereignisse erfreuliche und überraschende Wendungen bereithält. „Die Pforten der Ewigkeit“ ist für mich genau so, wie ein guter historischer Roman sein sollte: Eine spannende Handlung mit einem regelrechten Auf und Ab der Gefühle, tollen Charakteren und realem historischen Hintergrund. Dafür kann es nur die Höchstpunktzahl und eine klare Kaufempfehlung geben.

    12. Sept. 2024

  • leseratte69
    leseratte69

    46 Follower

    4,0

    Lebendiges Mittelalter-Epos

    Richard Dübell ist zweifellos einer der besten Erzähler mittelalterlicher Geschichten. Man sieht, hört, riecht und schmeckt die Zeit förmlich, da er alles so eindrücklich beschreibt. Hier begleiten auf der einen Seite wir Schwester Elsbeth, die ein neues Kloster gründen möchte und auf der anderen Seite Rogers von Bezers, einen Kreuzfahrer, der zu den Albigensern gehört, die damals als Ketzer verschrien waren. Die Geschichte um ein Geheimnis des letzten Kaisers und den Neubau von Kloster und Kirche ist so lebendig geschildert, dass man sich als Leser mitten im Geschehen fühlt. Auch die Verästelungen der Geschichte sind gut erzählt. Den Stern Abzug gibt es lediglich wegen der doch sehr schwarz-weiß gemalten Personen. Da wünschte ich mir manchmal etwas mehr Vielschichtigkeit. Aber trotzdem gilt: Dübells Romane sind immer eine sehr große Leseempfehlung!

    28. Mai 2024

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