Blick ins Buch

Krimis

Altes Leid 1

3,9(43)
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Über das Buch

Der Auftakt zu einer historischen Krimireihe voller Spannung vor der Kulisse Hamburgs Nachkriegszeit

Hamburg, 1947: Ein harter Hungerwinter liegt hinter der zerbombten Hansestadt. Frauen fahren ins Umland, um bei Bauern Nahrungsmittel zu erbetteln. Dabei kommt es immer wieder zu Überfällen, ein Vergewaltiger geht um. Niemand scheint sich für das Leid der Frauen zu interessieren ... Außer Ida Rabe. Sie hat gerade den Lehrgang zur Schutzpolizistin beendet und ihre erste Stelle bei der Weiblichen Polizei in der Davidwache auf St. Pauli angetreten. Als die Überfälle immer brutaler werden, beginnt Ida zu ermitteln – gegen den Willen der männlichen Polizisten, denen Ida längst ein Dorn im Auge ist...

Ungekürzte Lesung mit Leonie Landa
11h 11min

Editionen (2)

ISBN9783837162882
VerlagRandom House Audio
Erscheinungsdatum16.01.23

Rezensionen & Bewertungen

43 Bewertungen

13 Rezensionen

3,9

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  • violetsbookworld
    violetsbookworld

    206 Follower

    5,0

    "Altes Leid” ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, sondern auch eine eindrucksvolle Darstellung einer bewegten, schweren Zeit.

    "In den Wäldern liegt eine Leiche, ein brutaler Täter geht um und eine neue Polizistin betritt die Szene auf St. Pauli. Hamburg, 1947." Das Cover von “Altes Leid” hat mich dazu bewegt, das Buch von Lea Stein (alias Kerstin Sgonina) zu lesen. Vorab; es hat sich gelohnt! Die Geschichte entfaltet sich aus zwei Perspektiven, was gegen Ende des Buches gekonnt aufgelöst wird. Manchmal mag die Handlung vorhersehbar sein, dennoch bietet es eine fesselnde und rätselhafte Kriminalgeschichte. Ida Rabe, die Protagonistin, erweist sich als immer mutig und eigensinnig, und ihre Fähigkeit, passende Worte zu finden, beeindruckt. Doch da wo sie die Leute in ihr Handeln einweihen sollte, wie zum Beispiel ihre Vorgesetzte Superintendent Watson, bleibt sie ängstlich und stumm. 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐟𝐟𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐞𝐬 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳𝐝𝐞𝐦, 𝐝𝐚𝐬 𝐌𝐨𝐧𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐳𝐮 ü𝐛𝐞𝐫𝐥𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭𝐳𝐞𝐢𝐭𝐢𝐠 𝐳𝐮 𝐞𝐫𝐠𝐫𝐞𝐢𝐟𝐞𝐧? Das Buch habe ich innerhalb von drei Tagen mit grosser Spannung durchgelesen. Besonders beeindruckend ist, wie die Autorin die Kriegs- und Nachkriegszeit sowie die gesellschaftlichen Probleme der Frauen dieser Ära authentisch vermittelt. "Altes Leid” ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, sondern auch eine eindrucksvolle Darstellung einer bewegten, schweren Zeit.

    23. März 2024

  • 3,5

    Historischer Krimi mit sperriger Protagonistin

    Hamburg, 1947. Die Hansestadt liegt in Trümmern, Not und Elend beherrschen das Leben der Menschen, die irgendwie versuchen über die Runden zu kommen. Wenig interessieren da die Anzeigen junger Frauen, denen ein Schmuckstück gestohlen wurde. Nur die Polizistin Ida, eine der wenigen Frauen und ganz neu, merkt, dass mehr dahinter steckt … Eine richtig gute und spannende Krimihandlung hat sich Lea Stein da ausgedacht, dessen Motiv sich sehr gut in die Zeit und in die Umstände einfügt. Überhaupt kann man fast sagen, dass das zerbombte und ausgebrannte Hamburg eine Hauptrolle in dem Roman spielt. Sei es nun die tägliche Suche nach Essbarem, die schon die Kinder umtreibt, oder die Bunker, in denen die Ärmsten der Armen Zuflucht gefunden haben - die Autorin vermittelt den Nachkriegsalltag rund um die Davidwache ungeschönt und realistisch. Auch Ida hat dort in dem Elendsquartier eine Vergangenheit, die allerdings erst mal nur angerissen wird. Ida ist allerdings für mich ein wenig der Knackpunkt in der Geschichte - ich bin mit ihr nicht so richtig warm geworden, vor allem, weil ich sie ein wenig überzeichnet dargestellt finde. Sie führt sich von Tag Eins an auf, als hätte sie die Weisheit mit Löffeln gefressen, stößt alle vor den Kopf und kann eigentlich fast den ganzen Tag ihr eigenes Ding durchziehen, ohne dass sie am Arbeitsplatz vermisst wird. Vor allem der Dialog mit dem Oberkommissar und wie sie diesen anfährt - ich bezweifle, dass das ohne Folgen bleiben würde, egal ob 1947 oder heute. Und auf der einen Seite ist sie zwar voller Mitgefühl für die missbrauchten Frauen, zeigt dann aber bei den Befragungen null Empathie. Auch die plötzliche Wandlung von Heide und ihrem Verhältnis zu Ida ist kaum nachzuvollziehen und macht es ein bisschen schwer, den Figuren nahe zu kommen. So ist der Roman an sich gut und spannend geschrieben, aber vor allem die Hauptprotagonistin lässt noch sehr viel Luft nach oben.

    12. Dez. 2025

  • 3,0

    Düster, vor historischem Hintergrund spielend, mit einem interessanten Fall ausgestattet, hätte das genau mein Buch sein müssen. Leider haben weder die Charaktere, noch die Story mich wirklich erreicht. Schade!

    9. Juli 2025

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Lea Stein

Lea Stein ist das Pseudonym der Autorin und Journalistin Kerstin Sgonina, die bereits mehrere Romane veröffentlichte. Als sie mit 18 nach Hamburg zog, verliebte sie sich sofort in die Stadt. Nach dem Abitur schlug sie sich auf der Reeperbahn als Türsteherin und Barfrau durch. Heute lebt sie mit ihrem Mann, den beiden Kindern und ihrem Hund in Brandenburg. Die Romane um Polizistin Ida Rabe sind ihre erste Krimi-Reihe.

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