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Welches Jahrtausend brauchen wir?
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Über das Buch
Mittelalter-Dämmerung? Die Begründungen der Eigenart, Reichweite und Dauer der Zeit zwischen Antike und Moderne sind unübersichtlich geworden. Der Blick zurück klärt, warum, und ermöglicht Orientierung.
Das »Mittelalter« – Gegenbegriff zur Moderne – hat im Zuge zunächst der Entnationalisierung, dann der Europäisierung und schließlich der Globalisierung der Erinnerungskultur seine traditionelle Legitimität verloren. Wie auf diese allmählichen Sinnverschiebungen im theoriebewussten Teil der zuständigen Fachwissenschaft, der Mediävistik, und über sie hinaus reagiert wurde, zeigt Ludolf Kuchenbuch in seinen dichten Kurzporträts von rund 40 einschlägigen Arbeiten, erschienen zwischen den 1960er und den 2020er Jahren. Er grenzt sich so von allein gegenwartsorientierten Debattenbeiträgen ab und profiliert die relevanten Initiativen und Positionen als Eigenleistungen, im Beziehungsnetz und im diskursiven Trend bis hin zur breitgefächerten aktuellen Meinungsfront. Prägnante Stichworte der Positionierungen: Langes Mittelalter, mittleres Jahrtausend, Sonderweg, Weltsystem, Christentümer, Alteuropa, Lateineuropa, Feudalisierung, Okzident, Eurozentrismus, Mediterraneum, Globalisierung, Eu(f)rasien, Kontinentalisierung, Peripherie, Konnektivität, Kovivialität, Denomination, Pfadabhängigkeit. Am Ende wagt Kuchenbuch eine komplexe eigene Positionierung.
Editionen (1)
ISBN9783835386969
VerlagWallstein Verlag
Erscheinungsdatum28.08.24
Seitenzahl80
Haupt-GenreFachbücher
Sub-GenreGeschichte & Archäologie
FormatE-Book
SpracheDeutsch
Preis16.50 €
Autorin / Autor
Über Ludolf Kuchenbuch
Ludolf Kuchenbuch, geb. 1939, ist seit 2004 emeritierter Historiker der FernUniversität in Hagen (Arbeitsbereich »Ältere Geschichte« ab 1985). Er lebt in Berlin. Veröffentlichungen u.a.: Marx, feudal. Beiträge zur Gegenwart des Feudalismus in der Geschichtswissenschaft, 1975–2021 (2022); Versilberte Verhältnisse. Der Denar in seiner ersten Epoche (700–1000) (2016); Reflexive Mediävistik. Textus – Opus – Feudalismus (2012).
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