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Über das Buch

Wielands bekanntestes Werk – ein trojanisches Pferd seiner skeptischen Weltanschauung. Jetzt auch in der Studienausgabe zugänglich. Für eine lange Zeit stand das ganze Schaffen Wielands im Schatten des Oberon. Das brillant geschriebene Versepos eroberte sich schon bald nach Erscheinen eine immense Leserschaft und strahlte auch schnell auf Musik und bildende Kunst aus. Mit seiner vordergründigen Sittlichkeit schien es selbst Wielands konservativsten Kritikern zu genügen, was ihm besonders im prüden 19. Jahrhundert Freunde machte. Feierte er in seinen Helden nicht bedingungslosen Gehorsam, unerschütterliches Gottvertrauen, Biedersinn, Pflichtbewußtsein, Arbeit, Fleiß und die bürgerliche Kleinfamilie? Ach, wenn es so einfach wäre … Bei genauer Lektüre entpuppt sich Wielands märchenhafte Erzählung als subtile Befragung konventioneller Moral und christlicher Glaubensvorstellungen, deren Kernsymbole er raffiniert nutzt, um sie kritisch gegen die Tradition zu wenden. Seine ironisch-phantastische Behandlung dieser Themen macht ihn zu einem Romantiker avant la lettre und den Oberon zu einem trojanischen Pferd seiner skeptischen Weltanschauung.

Editionen (15)

ISBN9783835359994
VerlagWallstein Verlag
Erscheinungsdatum22.07.26
Seitenzahl456

Autorin / Autor

Über Christoph Martin Wieland

Christoph Martin Wieland (1733-1813) gilt als der bedeutendste Prosadichter und Verserzähler der deutschen Aufklärung und als einer der Wegbereiter der Weimarer Klassik.

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