Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

V

2,0(1)
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Über das Buch

Die Gedichte von Daniela Danz sprechen von Welt und Geschichte. Sie sind eindringliche Befragungen des Individuums auf der Suche nach seinem Platz im großen Strom der Zeit. Daniela Danz` 2009 erschienener Gedichtband »Pontus« war eine Sensation, er wurde mit höchstem Lob bedacht und liegt mittlerweile in der vierten Auflage vor. So wie die Autorin dort den Blick auf die Grenzen Europas, besonders im Osten, richtete, so widmet sie sich in ihrem neuen Buch dem schwierigen und fast nur mit der Chiffre »V« zu fassenden Thema Vaterland, das sie als transzendierte Heimat versteht. Sprachmächtig und formbewusst fragt Daniela Danz dem nach, was unsere Gesellschaft, was Europa zusammenhält jenseits dessen, was leicht zu haben ist. Das ist das Land von dem man sagt dass alles hier aufhört und alles anfängt das sind die Dörfer die im Schlaf über mich kriechen mit schweren Sockeln der Kirchen und bellenden Hunden das sind die Dörfer in deren Leere ich morgens stehe wenn ich erwache das ist der Tau zu dem ich den Durst noch am Abend verspürt habe das ist das Land der kalten Dörfer das sind die bellenden Dörfer die sagen: wie lebst du bequem während wir dreimal aufhören und einmal den Anfang nicht finden ...

Editionen (2)

ISBN9783835313774
VerlagWallstein Verlag
Erscheinungsdatum03.03.14
Seitenzahl80
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    Ich würde am Welttag der Poesie gerne eine Empfehlung aussprechen, doch den Inhalt dieser Gedichte habe ich nicht verstanden. Irgendjemand schon, schließlich hat Daniela Danz den Thüringer Literaturpreis erhalten. Das möge als Empfehlung reichen.

    21. März 2024

Autorin / Autor

Über Daniela Danz

Daniela Danz, geboren 1976 in Eisenach, lebt als freie Autorin in Kranichfeld/Thüringen. Sie schreibt Lyrik, Romane, Essays und Übersetzungen, arbeitet mit Komponist:innen und Filmemacher:innen zusammen und verfasst Opernlibretti. Danz studierte in Tübingen, Prag, Berlin und Halle/Saale und promovierte über Krankenhauskirchenbau. Sie war lange als Kunstinventarisatorin und Museumsleiterin tätig. Poetikdozenturen führten sie durch Deutschland und Europa; 2024 hatte sie die Poetikprofessur in Bamberg inne. Sie ist Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaft und der Literatur Mainz sowie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen und der Sächsischen Akademie der Künste. 2024 kuratierte sie das internationale Literaturfestival Poetica in Köln. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Thüringer Literaturpreis und ein Stipendium der Bundesregierung an der Kulturakademie Tarabya/Istanbul. Zuletzt erschienen: »Portolan. Gedichte« (2025), »Nichts ersetzt den Blick ins Gelände. Essays« (2023), »Wildniß. Gedichte« (2020). www.danieladanz.de

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