Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Gegen die Welt, gegen das Leben

3,6(5)
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Über das Buch

Michel Houellebecqs erstes Buch aus dem Jahr 1991 blieb in der französischen Öffentlichkeit fast unbemerkt. „Gegen die Welt, gegen das Leben" setzt sich mit dem amerikanischen Kultautor der fantastischen Literatur auseinander, und bereits hier findet sich, was seine späteren Romane prägt. Michel Houellebecqs „erster Roman" kennt nur eine einzige Hauptfigur: H. P. Lovecraft selbst. Mit dem Romancier von visionärer Kraft und dem Menschen setzt er sich subtil auseinander, analysiert seine Außenseiterstellung und stößt auf die Quellen seines Rassismus. Ein Thema, das nicht nur im Werk von Michel Houellebecq zunehmend an Brisanz gewinnt. „Diesem Mann, dem es nicht gelungen ist zu leben, ist es schließlich gelungen zu schreiben." „Gegen die Welt, gegen das Leben. H. P. Lovecraft" – ein kleines Juwel eines begnadeten Essayisten. Das erste Buch des Kultautors Michel Houellebecq: ein literarisches Manifest.

Editionen (2)

ISBN9783832155315
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum28.08.02
Seitenzahl115

Rezensionen & Bewertungen

5 Bewertungen

1 Rezensionen

3,6

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  • mick.is.mick
    mick.is.mick

    3 Follower

    4,0

    Lovecraft ist es gelungen, seine Verabscheuung für das Leben in greifbare Feindseligkeit zu verwandeln

    Ich habe diesen Text nicht, wie es der Klappentext anbietet, als Schlüssel zum Werk Houllebecqs gelesen - überhaupt habe ich noch nichts von Houllebecq gelesen. Mir ging es bei der Lektüre einzig um die Auseinandersetzung mit H.P. Lovecraft und seinem Werk. Und ich wurde nicht enttäuscht! Houllebecq zeichnet nicht die roten Fäden Lovecrafts Werks nach, sondern auch den Schriftsteller selbst als Figur mit zweifelhaften Ansichten auf den Prüfstein. Insbesondere die Passagen, die sich mit Lovecrafts Verfahren und Techniken auseinandersetzen, fand ich als Fan nicht nur aufschlussreich, sondern auch anregend. Ich hatte direkt Lust, wieder in den Mythos einzutauchen. Die Problematisierung von Lovecrafts Rassismus erfolgt explizit. Der strukturelle Reaktionismus und Fremdenhass Lovecrafts wird an konkreten Textbeispielen verandchaulicht - so weit, so gut. Das wird für meinen Geschmack allerdings zu glatt im Fazit mit der allgemeinen Lebensfeindlichkeit Lovecrafts vermengt. Für Lovecraft Fans eine dicke Empfehlung!

    21. Juni 2026

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