Blick ins Buch

Comics

A Scanner Darkly

4,2(20)
Sprache
Deutsch
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Ein Comic bei Schirmer/Mosel? Ja und nein. A Scanner Darkly, der 1977 erschienene Roman des Science Fiction-Kultautors Philip K. Dick (1928-1982), wurde 2005 von dem amerikanischen Regietalent Richard Linklater verfilmt - mit Keanu Reeves und Winona Ryder in den Hauptrollen. Was man dann im Kino zu sehen bekam, war aber weder ein "klassischer" Science Fiction-Film à la Blade Runner, der berühmtesten aller Dick-Adaptionen, noch das, was es auf den ersten Blick zu sein schien: ein Zeichentrickfilm. Als der Film fertig war, unterzog ihn Linklater nämlich einer digitalen Manipulation, dem sogenannten Rotoskopie-Verfahren, bei dem die realen Bilder mit Zeichentricktexturen überlagert werden. Von hier zum Comic ist es nur noch ein kleiner Schritt: Sequenzen von Filmbildern mit Sprechblasen versehen und drucken. Das Buch zu einem Film also, der bereits im Originalmaterial graphisch verfremdet wurde. Philip K. Dicks literarische Vorlage bietet sich für solche optischen Manipulationen durchaus an. Schließlich geht es um die Vervielfältigung und den Verlust von Identität durch Drogen - wobei die fiktionale High Tech-Welt des Romans noch eine zusätzliche Doppelbödigkeit bereithält: Der "Held", ein Drogenfahnder, kann zur Tarnung seine Physiognomie und sein Erscheinungsbild verändern, bis auch er der Droge erliegt und schließlich sich selbst jagt. Visualisiert und auf allen medialen Ebenen bis zum Comic ausgereizt, nimmt die Spaltung der Persönlichkeit unaufhaltsam ihren Lauf.

Editionen (4)

ISBN9783829602860
VerlagSchirmer Mosel
Erscheinungsdatum28.02.07
Seitenzahl200

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

1 Rezensionen

4,2

Tippen zum Filtern

  • 5,0

    Was ist das für ein höllisch guter Trip gewesen dieses Buch. Wir begleiten vier Drogenkonsumenten, Barris, Luckman, Donna und Bob (der ein Undercover Agent ist und Fred heißt) durch die ersten 12 Kapitel von einer komischen Situation zur nächsten. Treffen andere absurde Menschen und lauschen lustig komischen Konversationen. Erinnert sich noch jemand an Fear and Loathing in Las Vegas? Dieser Roman von Philip K. Dick ist kein Science Fiction Werk, wobei einige winzige Elemente vorkommen, ich erwähne nur den "Jedermann-Anzug". Ich würde sagen er ist eher eine groteske Milieustudie? Wie erwähnt sind die ersten 12 Kapitel eigentlich ziemlich lustig, irgendwie, und ich würde sagen ab Kapitel 13 von 17 wird es nur noch depressiv und traurig. Der Roman ist z.T. Autobiographisch und die Nachbemerkungen des Autors sind mir echt unter die Haut gegangen, alles so hoffnungslos und sinnlos. Ich habe sogar den Film danach gesehen und war überrascht wie akkurat er z.T. war. Klar, einige Zeitfehler oder Weglassen von Infos gab es schon, aber er war wirklich nahe am Buch. Der Roman ist auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

    7. Juni 2026

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick