Blick ins Buch

Die Hexe von Freiburg

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Über das Buch

Editionen (8)

ISBN9783828976009
VerlagWeltbild
Erscheinungsdatum01.01.04

Rezensionen & Bewertungen

52 Bewertungen

11 Rezensionen

4,2

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  • silentecho
    silentecho

    504 Follower

    5,0

    ⭐⭐⭐⭐⭐ 5 Sterne: Mein absoluter Lieblings-historischer-Roman – ein emotionales Meisterwerk!

    Ich habe schon ein paar Bücher aus dem historischen Genre gelesen, aber „Die Hexe von Freiburg“ ist und bleibt mein absoluter Lieblings-historischer-Roman. Astrid Fritz hat hier eine Geschichte geschaffen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite völlig erschüttert, fasziniert und emotional mitgerissen hat. Ein Buch, das man garantiert nie wieder vergisst! Warum dieses Buch für mich die unangefochtene Nummer 1 ist: Eine unfassbar starke Protagonistin: Die Lebensgeschichte der Catharina Stadellmenin ist so intensiv erzählt, dass man gar nicht anders kann, als mit ihr zu fühlen. Sie ist eine kluge, selbstbewusste Frau, deren Schicksal einen zutiefst berührt. Man leidet, hofft und bangt in jeder Sekunde mit ihr mit. Hervorragende historische Recherche: Man merkt dem Buch auf jeder Seite an, wie tief die Autorin in die Geschichte der Stadt Freiburg und die damalige Zeit eingetaucht ist. Das Freiburg des 16. Jahrhunderts wird so bildhaft und detailgetreu beschrieben, dass man sich als Leser mitten auf den staubigen Gassen wiederfindet. Erschreckend realistische Atmosphäre: Astrid Fritz beschönigt nichts. Die wachsende Paranoia in der Bevölkerung, der Neid, der Aberglaube und die Grausamkeit der Hexenprozesse werden absolut packend und ungeschönt transportiert. Es erzeugt eine düstere, dichte Grundspannung. Ein perfekter, emotionaler Schreibstil: Der Erzählstil ist flüssig, emotional packend und schafft es, die historische Distanz komplett aufzuheben. Die Geschichte geht unter die Haut und hallt auch nach dem Zuschlagen des Buches noch unheimlich lange nach. Fazit: Für mich der beste historische Roman, den es gibt. Wer ein Buch sucht, das nicht nur oberflächlich unterhält, sondern eine tiefgründige, historisch fundierte und emotional packende Geschichte erzählt, MUSS „Die Hexe von Freiburg“ einfach lesen. Ein makelloses Meisterwerk und mein absoluter Favorit – verdiente 5 von 5 Sternen!

    2. Juli 2026

  • kapitelderzeiten
    kapitelderzeiten

    123 Follower

    4,5

    Toller Start in eine trilogie, die mich zum Nachdenken angeregt hat.

    Manchmal gibt es diese seltenen Momente, in denen ein Buch nicht nur gelesen wird – sondern gelebt. Genau so ein Moment hat mich bei „Die Hexe von Freiburg“ von Astrid Fritz getroffen. Während ich Seite um Seite verschlang, war ich nicht einfach irgendwo – ich war mittendrin. In Freiburg im Breisgau. Gemeinsam mit meiner Familie im Urlaub. Und ich kann euch sagen: Es ist etwas ganz Besonderes, einen historischen Roman genau dort zu lesen, wo er spielt. 🙏 Auch wenn mir durch meine Blindheit nicht jedes Detail zugänglich ist, konnte ich die Atmosphäre dieser Stadt auf eine ganz eigene Weise spüren. Orte wie das Freiburger Münster, das Martinstor oder der Holzmarkt Freiburg wurden für mich lebendig – nicht nur durch meine Schritte vor Ort, sondern durch die Worte dieses Buches. Und genau dort begleitet man sie… die „Hexe von Freiburg“. Ihre Geschichte beginnt düster. Schon ihre Geburt steht unter einem unheilvollen Stern – am selben Tag wird in Freiburg eine Frau der Hexerei beschuldigt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ein erschütternder Einstieg, der sofort zeigt, wie grausam und willkürlich diese Zeit war. Und genau hier liegt die große Stärke dieses Romans: Er erzählt nicht nur eine Geschichte – er hält uns einen Spiegel vor. Historisch gesehen waren Hexenverfolgungen im Europa der frühen Neuzeit bittere Realität. Auch in Regionen wie dem Breisgau kam es zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert immer wieder zu Prozessen, bei denen oft ein einziges Gerücht, ein falsches Wort oder Neid genügte, um das Leben einer Frau zu zerstören. Folter, falsche Geständnisse und öffentliche Hinrichtungen waren keine Ausnahme, sondern trauriger Alltag. Beim Lesen hat mich genau das tief getroffen. Diese Ungerechtigkeit. Diese Hilflosigkeit. Dieses Gefühl, dass ein Leben nichts wert ist, wenn die falschen Menschen zur falschen Zeit das falsche Wort hören. Und ich muss ehrlich sagen: Dieses Buch hat mich nicht nur bewegt – es hat mich nachdenklich gemacht. 😔 Denn auch wenn wir heute keine Scheiterhaufen mehr haben… Worte können noch immer zerstören. Ein Gerücht, ein falscher Satz, eine unbedachte Anschuldigung – sie können Existenzen vernichten. Die Menschheit hat in dieser Hinsicht erschreckend wenig gelernt. Und doch… ich gebe die Hoffnung nicht auf. 🙏 Vielleicht sind es genau solche Bücher wie „Die Hexe von Freiburg“, die uns daran erinnern, genauer hinzusehen. Menschlicher zu sein. Vorsichtiger mit unseren Worten umzugehen. Für mich war dieses Buch eine zutiefst emotionale, stellenweise schmerzhafte, aber unglaublich wertvolle Lektüre. Und in Kombination mit unserem Aufenthalt in Freiburg wurde es zu etwas, das ich so schnell nicht vergessen werde. Ich kann euch dieses Buch wirklich von Herzen empfehlen – nicht nur, weil es der Auftakt einer Trilogie ist, auf deren Fortsetzung ich jetzt schon gespannt warte. Sondern weil es euch fühlen lässt. Weil es euch nachdenken lässt. Und wenn ihr die Möglichkeit habt: Fahrt nach Freiburg. Diese Stadt, mit ihren Gassen, ihren Geschichten und ihren Menschen, ist einfach wunderschön. ❤️

    16. Apr. 2026

  • buchgoblin
    buchgoblin

    22 Follower

    4,5

    "Der alte Zorn stieg wieder in ihr auf: Hatte sie denn zu viel gewollt?"

    "Durfte sie als Frau nicht erwarten, wichtige Schritte selbst bestimmen zu dürfen? Wie gespannt war sie als junges Mädchen auf ihre Zukunft gewesen – und wie hatte sie sich in den letzten zwanzig Jahren gestaltet? Fremde Städte und Länder besuchen, einmal im Leben das Meer oder wenigstens den Bodensee sehen, andere Sprachen lernen, Bücher lesen, ohne deswegen gedemütigt zu werden, mit den Menschen zusammen sein, die man als Freunde betrachtet, ohne sich deswegen rechtfertigen zu müssen – waren das alles zu hohe Erwartungen gewesen?" Puh. Nach diesem Buch tut mein Herz gerade weh. Ich bin zutiefst fasziniert von Catharina Stadellmenin und ihrem Mut. Ich komme aus Freiburg und habe schon oft die Denkmalplakette über sie, Margaretha Mößmerin und Anna Wolffartin gelesen. Obwohl ich natürlich wusste, wie es ausgeht, habe ich doch auf ein gutes Ende gehofft. Mich würde noch interessieren welche Teile des Buches eine belegte Biografie dieser starken Frau sind und welche zum Füllen eines Romans dienen. Es ist schwer so tief Recherche zu betreiben und ich glaube, dass Astrid Fritz hier gute Arbeit geleistet hat. Den halben Stern Abzug gibt es, weil das Buch ohne jegliche Vorwarnung oft sexuellen Missbrauch behandelt hat und häufig rassistische Begriffe verwendet wurden, die für die Zeit zwar normal waren, meiner Meinung nach aber trotzdem im Nachwort nochmal kritisch betrachtet hätten werden können. So und jetzt brauche ich ein Feelgood Buch, weil das hier einfach heftig war – und das auch sein sollte und die Abgründe der menschlichen Geschichte zeigt.

    "Der alte Zorn stieg wieder in ihr auf: Hatte sie denn zu viel gewollt?"

    15. Apr. 2026

3 von 11 Rezensionen

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