Blick ins Buch

Romane

Die gefährliche Frau

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Über das Buch

Editionen (3)

ISBN9783821853796
VerlagEichborn
Erscheinungsdatum20.01.05
Seitenzahl284
  • hijiri
    hijiri

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    0,5

    Absolutes Hass-Buch

    Ich habe dieses Buch als Geschenk in einem Bücher-Paket der Leipziger Buchmesse bekommen. Normalerweise würde ich solche Bücher nicht mal mit dem A*** anschauen. Aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und ich habe dem Buch dennoch eine Chance gegeben. Hätte ich es besser mal gelassen. Es gibt einige Bücher, die ich gar nicht mag. Aber dieses Buch ist wahrscheinlich bisher das einzige, von dem ich sagen kann, dass ich es abgrundtief hasse. Es ist im Grunde das genaue Gegenteil von dem, was ich gerne lesen würde. Die Charaktere sind alle extrem unsympathisch. Ganz besonders die weibliche Hauptfigur, in die ich mich null reinversetzen konnte, weil sie anscheinend keinerlei Anstand oder Vorstellungen von Moral zu haben scheint und grundlos über Leichen geht. Sie zerstört einfach das Leben anderer, weil sie es kann. Nicht, weil sie irgendwie eine persönliche Agenda mit Männern hätte oder so. Oder weil sie in diese Branche gedrängt wurde. Sondern einfach nur, weil es leicht verdientes Geld ist und ihr nichts besseres zum Geld verdienen eingefallen ist. Es gab einige heftige, moralisch fragwürdige Szenen in dem Buch. Die Szene, in der ein geistig behinderter Mensch von der Hauptfigur und einer Freundin von ihr vergewaltigt wird, war für mich wahrscheinlich eine der heftigsten. Eigentlich bestand das ganze Buch nur daraus, auf möglichst verstörende Weise zu zeigen, wie moralisch kalt die Hauptfigur ist und wie sie - auch wenn sie hin und wieder angeblich Gewissensbisse hat - trotzdem so weiter macht wie bisher und anderen Menschen das Leben zur Hölle macht. Das Ende war widerlich und für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Es hat zwar zu den Beschreibungen der Charaktere gepasst, aber das ganze Drama wäre durch Kommunikation und etwas mehr Ehrlichkeit untereinander leicht zu umgehen gewesen. Deswegen kann ich mich in keinen der Charaktere wirklich reinfühlen. Hab das Gefühl, sämtliche Charaktere in dem Buch sind nur zum Hassen da. Wenn ich könnte, würde ich dem Buch Minus-Sterne geben. Ich kann mich immerhin damit trösten, dass es wenigstens als guter Brennstoff im Kachelofen taugt.

    12. Aug. 2024

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