Blick ins Buch

Romane

Dies ist kein Liebeslied

3,1(26)
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Editionen (5)

ISBN9783821852133
VerlagEichborn
Erscheinungsdatum02.10.02

Rezensionen & Bewertungen

26 Bewertungen

5 Rezensionen

3,1

Tippen zum Filtern

  • _felicitas_
    _felicitas_

    12 Follower

    4,0

    Auf Dies ist kein Liebeslied (2002) von Karen Duve bin ich gestoßen, weil eine Freundin mir erzählt hat, Wolfgang Herrndorf habe gesagt, Karen Duve sei Gott. Tatsächlich hat Karen Duve mich in ihrem Schreibstil an Herrndorf erinnert: mit trockenem Humor beschreibt sie die Absurditäten des alltäglichen Lebens und auch die Traurigkeit, die Menschen alltäglich verspüren. Beim Lesen wollte ich lachen und weinen zugleich. Außerdem meinte meine Freundin im damaligen Gespräch, Dies ist kein Liebeslied befasse sich mit Körperbildern. Tatsächlich fand ich es beklemmend und gleichzeitig nicht allzu verwunderlich, wie sehr die Protagonistin ihren Selbstwert von ihrem Körpergewicht abhängig macht. Dies ist kein Liebeslied ist ein Roman über die dreißigjährige Anne, die ihr Leben lang unter ihrem Körpergewicht - genauer: unter dem, was ihr aufgrund der Wahrnehmung ihres Körpers in der Gesellschaft gespiegelt wurde - gelitten hat. Wir begleiten sie auf einem Flug nach London, wo sie einen Mann besuchen will, in den sie seit 12 Jahren verliebt ist. Der Roman spielt jedoch größtenteils in Rückblenden auf Annes Kindheit und Jugend. Berührend fand ich vor allem ihre Erfahrungen zu Schulzeiten. Nicht dass es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, dass Schulsport offensichtlich das Ziel hat zu traumatisieren (Stichwort: Bundesjugendspiele). Aber beim Lesen wurde ich einmal mehr daran erinnert, wie schön es ist, dass die Schulzeit vorbei ist.

    28. Juni 2025

  • sabschwb
    sabschwb

    13 Follower

    3,0

    ✨ Bücher, die ich vor 10 Jahren gelesen habe ✨ 📖 Dies ist kein Liebeslied von Karen Duve Dieses Buch hat mich damals komplett abgeholt. Ich habe es verschlungen, mich in vielem wiedererkannt und sofort gespürt: Das ist genau meine Art von Literatur. Mit diesem Roman begann auch meine große Liebe zu Karen Duve — bis heute eine meiner liebsten Autorinnen. Im Mittelpunkt steht Anne Strelau, Anfang dreißig, übergewichtig und seit Jahren unglücklich verliebt. Auf dem Weg nach London, wo sie ihrer Jugendliebe ein letztes Mal begegnen will, blickt sie auf ihr Leben zurück: Kindheit, Jugend, Außenseitertum, Sehnsucht, Scham und das Gefühl, niemals richtig genug zu sein. Dabei erzählt Karen Duve mit einer Mischung aus schonungsloser Ehrlichkeit, trockenem Humor und unglaublicher Menschenkenntnis. Was mich damals so begeistert hat, war dieses Gefühl von Nähe. Die Figuren wirken nicht geschniegelt oder literarisch geschniegelt-schön, sondern echt, verletzlich und manchmal unangenehm vertraut. Der Stil lässt einen mitdenken und mitfühlen — bitterkomisch und gleichzeitig traurig. Besonders treffend fand ich diese Beschreibung über Karen Duves Schreiben: „wahnsinnige Beobachtungsgabe und Analysefähigkeit“ Und literaturkritik.de schrieb über den Roman, dass er von Sehnsucht, Familie und dem Versuch erzählt, endlich jemand anderes werden zu wollen. Für mich bis heute ein Herzensbuch. Und ehrlich gesagt glaube ich, dass ich es unbedingt nochmal lesen muss. ⭐️⭐️⭐️⭐️ (2016 gelesen)

    13. Mai 2026

  • reality_escapist
    reality_escapist

    40 Follower

    3,0

    Ich verlasse diesen Roman mit gemischten Gefühlen.

    Auf der einen Seite ist der Roman sehr gut geschrieben - sehr flüssig, dabei ehrlich, selbstironisch und auch manchmal gefühlvoll, hin und wieder hat es sogar für einen Lacher gereicht. Markiert habe ich mir diesmal allerdings nichts; da war nichts, was für mich super an Formulierungen etc hervorsprang. Annes Gefühle kommen gut rüber, von Kindesbeinen an. Das Gefühl, nie genug geliebt zu werden, immer zu viel zu wollen und zu sein, das Bedürfnis nach Sicherheit, das nur durch Schlankheit zu erreichen war - scheinbar. Anders behandelt zu werden als ihre Geschwister. Trotzdem hatte sie so eine Seite an sich, die ich nicht mochte, aber ich könnte den Finger nicht darauf legen. Was mich allerdings gestört hat, war der scheinbar oberflächliche Umgang mit ernsten Themen wie Suizidgedanken und Essstörungen. Ich selbst kämpfe - ähnlich wie Anne in diesem Roman - selbst von Kindesbeinen an mit meinem Gewicht und Essstörungen, und manche der Aussagen in diesem Buch haben mich dann doch schwer getroffen. Auch die Erwähnung von Bulimie, die ganz nebenbei und dann unaufgeklärt verläuft. Ein so sensibles Thema mit ein paar halbstarken Witzen abzutun finde ich leider nicht in Ordnung. Daher bleibe ich bei drei Sternen, denn schriftstellerisch und handwerklich ist es eigentlich ein runder Roman. Nur die Themen lassen große Leere zurück.

    Ich verlasse diesen Roman mit gemischten Gefühlen.

    28. Dez. 2023

3 von 5 Rezensionen

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick