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Hervorragender Roman über das Miteinander von Mensch und Natur
Idyllisch liegt es da, das Dörfchen Vischnanca am Fuß des Piz Brunclia in Graubünden. Doch der Berg bewegt sich, zu schnell, und droht den Ort zu zerstören. Seine Bewohner stehen vor der Entscheidung - gehen oder bleiben? Was für eine Naturgewalt von Roman ist Petra Hucke hier mit ihrem Roman gelungen? ‚Vom Gehen und Bleiben‘ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite schlicht begeistert! Im Laufe eines halben Jahres verfolgen wir das Schicksal des Dorfes aus Sicht von drei Personen: Fabio, der aus dem Ruhrgebiet mit seiner Familie in die Alpen zieht und sofort vom ländlichen Leben eingenommen wird; seine 14jährige Tochter Johanna, ein recht einsames, zurückhaltendes Mädchen, das schließlich über Instagram mutig über die Veränderungen berichtet; schließlich noch Ria, Bio-Bäuerin, deren Familie seit Generationen im Dorf verankert ist. Es sind ganz unterschiedliche Perspektiven, die somit aufeinandertreffen und es geht natürlich nicht nur um die bevorstehende Katastrophe, sondern auch um das alltägliche Leben, das auf vielfältige Weise mit den anderen Bewohnern dieses Mikrokosmos verzahnt ist. Rias Ehe, die schon lange nicht mehr gut ist, Fabios Freundschaft zu der grummeligen alten Matilda oder Johannas Sehnsucht nach einer Freundin. Petra Hucke erzählt das wunderbar ruhig und angenehm, mal fast rauh und mit wenigen Worten, dann wieder wunderbar poetisch und gefühlvoll - ein wechselhaftes Spiel wie das harte Leben in einem kleinen Bergdorf und die umgebende, atemberaubende Natur. Im Hintergrund dieser alltäglichen Probleme droht der Berg, der eigentlich nur das tut, was Berge immer machen - er bewegt sich. Nur eben nicht so unbemerkt wie andere. Die Dynamik, die sich dadurch im Roman entwickelt ist packend und dramatisch, man meint selbst beim Lesen immer den drohenden Schatten des Piz Brunclia im Rücken zu haben. Petra Huckes Buch ist für mich noch mal ein absolutes Highlight in diesem Jahr gewesen, wenn nicht vielleicht sogar mit eines der Besten und ich werde es sicher noch ein wenig setzen lassen müssen.
29. Nov. 2025
Hervorragender Roman über das Miteinander von Mensch und Natur
Idyllisch liegt es da, das Dörfchen Vischnanca am Fuß des Piz Brunclia in Graubünden. Doch der Berg bewegt sich, zu schnell, und droht den Ort zu zerstören. Seine Bewohner stehen vor der Entscheidung - gehen oder bleiben? Was für eine Naturgewalt von Roman ist Petra Hucke hier mit ihrem Roman gelungen? ‚Vom Gehen und Bleiben‘ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite schlicht begeistert! Im Laufe eines halben Jahres verfolgen wir das Schicksal des Dorfes aus Sicht von drei Personen: Fabio, der aus dem Ruhrgebiet mit seiner Familie in die Alpen zieht und sofort vom ländlichen Leben eingenommen wird; seine 14jährige Tochter Johanna, ein recht einsames, zurückhaltendes Mädchen, das schließlich über Instagram mutig über die Veränderungen berichtet; schließlich noch Ria, Bio-Bäuerin, deren Familie seit Generationen im Dorf verankert ist. Es sind ganz unterschiedliche Perspektiven, die somit aufeinandertreffen und es geht natürlich nicht nur um die bevorstehende Katastrophe, sondern auch um das alltägliche Leben, das auf vielfältige Weise mit den anderen Bewohnern dieses Mikrokosmos verzahnt ist. Rias Ehe, die schon lange nicht mehr gut ist, Fabios Freundschaft zu der grummeligen alten Matilda oder Johannas Sehnsucht nach einer Freundin. Petra Hucke erzählt das wunderbar ruhig und angenehm, mal fast rauh und mit wenigen Worten, dann wieder wunderbar poetisch und gefühlvoll - ein wechselhaftes Spiel wie das harte Leben in einem kleinen Bergdorf und die umgebende, atemberaubende Natur. Im Hintergrund dieser alltäglichen Probleme droht der Berg, der eigentlich nur das tut, was Berge immer machen - er bewegt sich. Nur eben nicht so unbemerkt wie andere. Die Dynamik, die sich dadurch im Roman entwickelt ist packend und dramatisch, man meint selbst beim Lesen immer den drohenden Schatten des Piz Brunclia im Rücken zu haben. Petra Huckes Buch ist für mich noch mal ein absolutes Highlight in diesem Jahr gewesen, wenn nicht vielleicht sogar mit eines der Besten und ich werde es sicher noch ein wenig setzen lassen müssen.
29. Nov. 2025






