Der Hase im Mond

Der Hase im Mond

Hardcover
3.517

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Beschreibung

Milena Michiko Flašar erzählt von einem Schriftsteller mit Schreibblockade, der sich in eine Füchsin verliebt, von ehemals Liebenden, die aus Langeweile zu Voyeuren werden, von einer Frau, die rein medial vom Tsunami ergriffen wird, von zwei Freunden, die sich über einem ethischen Disput betrinken, oder einem passionierten Leser, dem erst der Bruder, dann die Frau auf völlig rätselhafte Weise abhandenkommen. Vom Verdoppeln und Auflösen, Verschwinden und Wegträumen, von Fluchten und Ausflüchten handeln diese Geschichten. Die Handschrift der Autorin ist unverkennbar, der Rhythmus, die Wortwahl ihres besonderen Stils. Wie in ihren Romanen studiert Milena Michiko Flašar in diesen Erzählungen verschiedene Formen von Einsamkeit und unerfüllten Sehnsüchten, erweitert das literarische Feld jedoch humorvoll und spielerisch um eine neue surreal-phantastische Ebene.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
240
Preis
24.70 €

Merkmale

1 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
69%
49%
68%
1%
47%
19%
35%
55%
N/A
35%

Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
18%
35%
51%
61%

Handlungsgeschwindigkeit

Schnell0%
Langsam0%
Mittel100%
Variabel0%

Schreibstil

Einfach100%
Komplex0%
Mittel0%
Minimalistisch (100%)Poetisch (100%)

Beiträge

2
Alle
5

Sternebewertung fiktiv

Milenas Michiko Flasar, bekannt für Werke wie „Ich nannte ihn Krawatte“, „Herr Katō spielt Familie“ und „Oben Erde, unten Himmel“, hat mich mit ihren früheren Büchern tief beeindruckt. Besonders „Ich nannte ihn Krawatte“ bleibt für mich ihr stärkstes Werk. Nun legt sie mit „Der Hase im Mond“ einen Erzählband mit Geschichten vor und mein Leseeindruck schwankt. Die ersten beiden Geschichten konnten mich überhaupt nicht überzeugen. Die erste wirkte für mich fremd, fast untypisch für Flasars sonstigen Ton. Die zweite war schwer zu ertragen. Danach aber nahm der Band Fahrt auf. Die restlichen Erzählungen fand ich spannend, eigenwillig und oft wunderbar „weird“. Sie sind kurzweilig, dabei immer wieder überraschend im Plot und zeigen Flasars große Stärke, den Bruch zwischen Alltäglichkeit und Absonderlichkeit literarisch auszuleuchten. Mein Favorit war „Ikebana“, eine Geschichte, die sich liest wie ein koreanischer Horrorfilm, atmosphärisch dicht, leise unheimlich, mit einem Sog, der bleibt. Hier zeigt sich die Autorin in Bestform, präzise, intensiv, irritierend. „Der Hase im Mond“ ist kein durchgehend runder Band, aber einer, der in seinen stärksten Momenten erst hervorsticht. Flasar bleibt eine Autorin, die wagt, Grenzen zu verschieben und das Gewöhnliche ins Ungewöhnliche zu verwandeln. Wer bereit ist, sich auf diese Vielfalt einzulassen, wird mit Geschichten belohnt, die nachhallen. Magst du bei Storysammlungen lieber eine klare Linie oder darf jede Geschichte völlig anders sein, auch wenn dich nicht alle überzeugen?

3

Mehrere japanische Kurzgeschichten, die zum Teil sehr mysteriös, absurd und bizarr erscheinen und auch viel zum diskutieren und austauschen anregen. Manche Geschichten mochte ich mehr, andere weniger. Insgesamt war das Buch mal was anderes !

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