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Romane

Geteilte Träume

3,7(31)
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Über das Buch

Eine junge Frau zwischen zwei Familien, zwischen Ost und West - ein großer DDR-Familienroman um das Glück im Kleinen und Existenzkämpfe im Großen

Berlin, 1992: Erst als junge Frau erfährt Ingke, dass sie als Säugling zu DDR-Zeiten adoptiert wurde. Wer sind ihre wahren Eltern? Warum haben sie sie einst weggegeben? Und was bedeutet das für ihr Leben heute? Sie macht sich auf die Suche und stößt auf die Geschichte ihrer Herkunftsfamilie, die nach einem gescheiterten Fluchtversuch ihre Tochter verlor. Auf einmal hat die junge Frau zwei Familien, die um sie ringen: Ihre leibliche Mutter, die irgendwann von der BRD freigekauft wurde und bisher nichts über Ingkes Verbleib weiß. Und ihre vermeintlichen Eltern, bei denen sie behütet und geliebt aufgewachsen ist. Doch muss sie sich tatsächlich entscheiden?

Ulla Mothes wirft in ihrem Debütroman einen intimen Blick auf die unterschiedlichen Facetten des Lebens in der DDR - respektvoll und authentisch.

Editionen (2)

ISBN9783785727294
VerlagLübbe
Erscheinungsdatum26.02.21
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

31 Bewertungen

9 Rezensionen

3,7

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  • buecherwurm26
    buecherwurm26

    73 Follower

    1,0

    Hab es nach etwa 80 Seiten dagebrochen !!! Die Geschichte wird über viele Zeitebenen erzählt springt mein Meinung aber viel zu viel hin und her.

    Hab es nach etwa 80 Seiten dagebrochen !!!

Die Geschichte wird über viele Zeitebenen erzählt springt mein Meinung aber viel zu viel hin und her.

    26. März 2025

  • alteweissefrau
    alteweissefrau

    23 Follower

    4,0

    Gibt einen interessanten Einblick in die Geschichte der Landwirtschaft und in den Bereich der Kitas in der DDR. Die Figuren sind manchmal zu gut und das Ende rutscht so gerade noch an einem absoluten „wir haben uns jetzt alle ganz lieb“ vorbei.

    25. Jan. 2024

  • daniliest
    daniliest

    120 Follower

    4,0

    Voller Vorfreude habe ich zu „Geteilte Träume“ gegriffen, denn die auf dem Klappentext bereits thematisierte Zwangsadoption klang nach einem sehr erschütternden Schicksal. Ulla Mothes machte es mir allerdings wahnsinnig schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Ich muss gestehen, dass ich sogar in Erwägung gezogen habe, das Buch auf die Seite zu legen. Gleich zu Beginn erfährt Protagonistin Ingke, ein junges Mädchen kurz vor dem Abitur, dass sie adoptiert ist. Sie beginnt Fragen zu stellen. Bei ihrer Odyssee wird sie von einem Verwandten zum nächsten geschickt und jeder hat einen Schwank anzubieten. Es sind tragische Erlebnisse, aus der DDR Zeit und auch aus dem Krieg, die Ingke hier erzählt werden, aber auf mich wirkte alles sehr verworren und zusammenhanglos. Die vielen Personen und Einzelschicksale überforderten mich und so waren die ersten 150 Seiten ein kleiner Kampf für mich. Nach dem ersten Drittel gewann die Handlung sehr viel an Struktur, der Fokus lag auf weniger Personen und die Kapitel werden länger. Was ich nicht mehr zu hoffen gewagt hatte, trat doch noch ein, „Geteilte Träume“ packte mich und lies mich nicht mehr los. Ulla Mothes taucht sehr tief in die DDR ein, beleuchtet Themen, die ich in dieser Form noch nicht wusste und zeichnet ein erschreckendes Bild. Insbesondere die Schilderung über die gewünschte Berufstätigkeit der Frauen und die Tagesabläufe in der Wochenkrippe, in der Babys betreut wurden, ging mir sehr nahe. Es wird heute gerne verherrlicht, dass es dort keine Arbeitslosen gab, durch diesen Roman habe ich erfahren, dass die Bürger quasi gezwungen waren, eine Stelle anzunehmen, notfalls eine Zugeteilte. Es machte mich sehr betroffen zu lesen, wie die junge Petra von der Fürsorgestelle als asozial abgestempelt wurde, nur weil sie ihren Säugling selbst betreuen und nicht abgeben wollte. Häufig ist es in Romanen, die in der DDR spielen so, dass die Helden der Geschichte diejenigen sind, die schon immer gegen das Regime gekämpft haben. In „Geteilte Träume“ ist dies grundsätzlich nicht der Fall. Ingkes Adoptivvater Kelle zum Beispiel vertritt auch nach der Wende noch viele Ansichten der DDR und findet es noch immer richtig, dass Ingkes Geburtsmutter das Sorgerecht verloren hat, nachdem sie wegen Republikflucht verhaftet wurde. Die Autorin bietet hier interessante und tiefgehende Einblicke in das Gedankengut mancher DDR Bürger und hilft dem Leser, sich die damalige Zeit besser vorzustellen. All das liegt noch gar nicht so lange zurück und trotzdem klingt es wie ein schlechter Alptraum. Ich bin froh, dass ich mich durch den Anfang des Romans gekämpft und durchgehalten habe denn insgesamt war dies wirklich ein sehr bewegendes Buch, welches einem die deutsche Geschichte näher bringt.

    4. Sept. 2023

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ulla Mothes

Ulla Mothes, geb. 1964, wuchs in der Mark Brandenburg und in Ostberlin auf. Als Studentin stellte sie einen Ausreiseantrag, weil sie nicht wollte, dass ihre Kinder mit einem Maulkorb aufwachsen müssen. Es folgten Exmatrikulation, Arbeit als Garderobenfrau, Ausreise 1986. Heute lebt sie als Lektorin, Autorin und Schreibcoach in Berlin. Ihre zwei erwachsenen Kinder dürfen noch immer sagen, was sie wollen.

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