Blick ins Buch

Historische Romane

Der Distelfink

3,8(2)
Hardcover12,95 €Softcover3,99 €
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Auf seiner gestopften Hose prangen Flicken in allen Farben – „Distelfink“ nennen ihn daher die Leute. Ludwig, der Junge aus dem kleinen Taunusdorf, etwa zehn Wegstunden von der freien Reichsstadt Wetzlar entfernt, lebt in ärmlichen Verhältnissen. Aber solange seine Mutter als Tagelöhnerin beim Bauern arbeitet und Metta, die Ziege, täglich einen Krug Milch gibt, müssen die beiden keine Not leiden. Marilis, das Nachbarsmädchen, ist schlechter dran. Die Waise wird von ihrer Patentante aufgezogen – mit bösen Worten und nicht einmal genug zu essen. Ludwig spart sich vieles vom Munde ab, um es ihr zu schenken. Als seine Mutter krank wird und schließlich stirbt, reißen die beiden Waisenkinder aus … H.-L. Worm ist in alten Dokumenten auf das ergreifende Schicksal der beiden Kinder gestoßen, die sich von ihrer Armut nicht entmutigen lassen, sondern beherzt nach einem Ausweg suchen. Auf ihrer Flucht durch Hessen und Sachsen wird das Alltagsleben der Menschen im 19. Jahrhundert hautnah erlebt.
ISBN9783765518829
VerlagBrunnen Verlag GmbH
Erscheinungsdatum31.01.06
Seitenzahl168

Merkmale

1 Bewertungen

MittelMittelNachdenklichEntwickelndGlaubwürdigInformativ

Rezensionen & Bewertungen

2 Bewertungen

1 Rezensionen

3,8

Tippen zum Filtern

  • vanessa26
    vanessa26

    22 Follower

    4,0

    Ergreifendes Schicksal

    H.L.Worm ist in alten Dokumenten auf das Schicksal von 2 Kindern hier aus dem Taunus gestoßen. Das hat mich dazu bewogen, es zu lesen weil viele Orte meines jetzigen Lebensumfelds darin vorkommen. Es zeigt das dörfliche Leben im 19. Jahrhundert als man Eltern noch siezte und der Dorftratsch das Instagram der einfachen Leute war. Das Buch glänzt mit allerlei altertümlichen Formulierungen. Es hat mir gefallen Vergleiche mit der heutigen Ausdrucksweise zu ziehen und zu sehen wie sehr sich Sprache wandelt. In Kürze zum Inhalt: Armer Junge verliert seine Mutter und wird von der Nachbarin, die eine hartherzige Frau ist und ihre Nichte “versorgt” erpresst Essen zu stehlen. Wenn er es nicht tut, will sie ihre Nichte Marilis schlagen. Er wird natürlich erwischt und läuft mit Marilis weg. Die Kinder werden von Fahrendem Volk aufgenommen und ihre Reise beginnt. Irgendwann trennen sich ihre Wege aber ihr gemeinsames Ziel ist Lodz. Ob sie sich je wiedersehen und wie es ihnen ergeht müsst ihr selber lesen.

    10. Aug. 2025

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick