Blick ins Buch

Liebesromane

Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit

4,2(28)
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Über das Buch

Eine junge Frau erobert die Welt der französischen Küche 1889: Marthe wächst auf einem Hof in den Vogesen auf, ihre Großmutter bringt ihr bei Brot zu backen, ihre Mutter, eine hervorragende Köchin, wie man aus den einfachsten Zutaten wunderbare Gerichte zaubert. Als sie mit ihrer Mutter nach Paris zieht, taucht sie in eine neue Welt ein. Nicht nur lernt sie einen Mann kennen, der ihr aller Gegensätze zum Trotz den Hof macht, sie erkennt auch, dass ihr das Schreiben genauso viel Freude macht wie das Kochen. Doch wird es ihr gelingen, sich in der männerdominierten Welt der französischen Küche zu behaupten? Bestsellerautorin Ulrike Renk erzählt das spannende Leben von Marthe Distel -Journalistin und Gründerin der renommiertesten Kochschule Le Cordon Bleu.

Editionen (1)

ISBN9783757018252
VerlagAufbau Audio
Erscheinungsdatum07.04.25

Rezensionen & Bewertungen

28 Bewertungen

5 Rezensionen

4,2

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  • afrikane
    afrikane

    54 Follower

    4,0

    Eine leichte Lektüre, die mir viel Spaß und Lust aufs Kochen gemacht hat. Schade, dass sich die Autorin nur an Eckdaten des Lebens von Marthe Distel orientieren konnte, da von der Gründerin der berühmten Kochschule Le cordon bleu in Paris nicht viel bekannt ist. Es gelang ihr jedoch einen sehr schönen Roman zu schreiben, wie ihr Leben hätte sein können…

    5. Mai 2026

  • hasirasi2
    hasirasi2

    217 Follower

    5,0

    Ein Leben für den Genuss „Ein Menü sollte wie eine gut erzählte Geschichte sein. Es gibt ein Vorwort, das neugierig machen soll, hungrig auf das, was noch kommt. Und dann soll sich der Geschmack steigern, bis zum Hauptgang. Der Käsegang und der Nachtisch sind dann das sachte Ende der Geschichte – ein hoffnungsvoller Ausgang, der uns mit Wohlgefühl zurücklassen sollte.“ (S. 121) Frankreich, 1887: Seit dem Tod ihres Vaters lebt Marthe mit ihre Mutter Julie bei ihrer Großmutter in den Vogesen. Sie führen ein sehr ursprüngliches Leben auf einem kleinen Hof, wo fast alles selbst erwirtschaftet und angebaut wird. Der Alltag und das Essen orientieren sich streng an der Natur und den Jahreszeiten. Es gibt Obst und Gemüse aus dem Garten. Die Milch für den täglichen Bedarf sowie für Butter und Käse kommt von der eigenen Kuh, die Eier von den Hühnern. Die Küchenabfälle werden an ein Schwein verfüttert, das im Herbst geschlachtet wird. Das Brot wird selber gebacken, den Sauerteig dafür pflegt Grand-mère schon ihr ganzes Leben, genau wie die Suppe immer auf der Kochstelle simmert, in die alle verwertbaren Gemüse- und Fleischreste kommen und die dadurch jeden Tag anders schmeckt, obwohl sie den gleichen Grundstock hat. Marthe lernt von ihr, wie man mit Rohstoffen und Lebensmittel umgeht, Vorräte anlegt, haltbar macht – und schreibt sich alles auf. Denn schon da steht für sie fest, dass sie später vom Schreiben leben und Journalistin zu werden will. Weil Marthe das Lyzeum besuchen und studieren soll, nimmt Julie eine Stelle als Köchin in einem großbürgerlichen Pariser Haushalt an. Dort wird Marthe bewusst, dass ihre Mutter eine Sonderstellung einnimmt. Die meisten Köche sind Männer, da Köchinnen nur auf dem Land ausgebildet, gebraucht und akzeptiert werden. Sie freundet sich mit Florence, der gleichaltrigen Tochter der Familie an, die auch das Lyzeum besucht und studiert, aber keinen Plan für ihr Leben hat, da sie ja nie arbeiten werden muss, sondern heiraten soll. „Du stehst zwischen den Welten, zwischen Personal und Herrschaft. Solche wie dich muss es noch mehr geben. Wir müssen die Grenzen aufreißen.“ (S. 21) Marthe und Florence stehen für eine neue Generation Frauen, die unabhängig von ihren Familien etwas Eigenes erreichen wollen und über die ihnen eigentlich zugedachten Grenzen hinausgehen. Ihre Freundschaft ist trotz aller Unterschiede eine Beziehung auf Augenhöhe. Ich hatte bisher weder von Marthe Distel gehört, der Journalistin und Gründerin der Kochschule Le Cordon Bleu, noch ihrem Vorbild, Auguste Escoffier, der die Küche und Ausbildung der Köche revolutioniert hat. Die Autorin hat es geschafft, mir ein sehr lebendiges Bild von ihnen, ihrem Leben und ihrer Arbeitsweise zu vermitteln. „Essen ist mehr als nur Nahrung. Mahlzeiten sind Gefühle … Essen ist mehr als nur satt werden.“ (S. 21) Da ich selber leidenschaftlich gern koche und backe, hat mich diese Buch fasziniert. Ulrike Renk hat es wie ein 5-Gänge-Menü aufgebaut und schreibt mit viel Herzblut über die verschiedenen Zubereitungsarten, verwendeten Produkte und Gerichte. Man liest in jeder Zeile ihre eigene Begeisterung für diese Thema. Gleichzeitig ist es ein richtig toller Schmöker, der die Unterschiede zwischen dem Stadt- und Landleben und den gesellschaftlichen Schichten zeigt und wie diese sich zu dieser Zeit langsam auflösten bzw. vermischten. 5 Sterne für dieses Lesehighlight.

    10. Apr. 2024

  • evaslesezeit
    evaslesezeit

    532 Follower

    4,0

    Eine faszinierende junge Frau

    Marthe und die Liebe zu gutem Essen Frankreich, 1899: Marthe wächst nach dem Tod ihres Vaters auf dem Selbstversorgerhof ihrer Großmutter in den Vogesen auf. Gemeinsam mit ihrer Mutter lernt sie das harte Leben auf dem Land kennen, bekommt aber dennoch mehr Schulbildung als andere Mädchen ihres Alters. Damit sie auf das Lyzeum gehen kann, zieht die Mutter sogar nach Paris mit ihr und tritt eine Stelle als Köchin bei der Familie Laurent an. Dass Julie eine großartige Köchin ist, wird der Familie schnell bewusst und so ist es auch kein Problem, dass Marthe in einem Mansardenzimmer wohnt und gemeinsam mit ihrer Tochter Florence die Schule besucht. Auch gegen eine Freundschaft haben die Madame und Monsieur Laurent nur anfangs etwas einzuwenden, sodass bald auch Sohn Vincent auf die intelligente, junge Frau aufmerksam wird. Doch kann Marthe dauerhaft in der höheren Gesellschaft bestehen und kann sie irgendwann ihren Traum erfüllen, als Journalistin zu arbeiten? Ulrike Renk widmet diesen historischen Roman ganz der Gründerin der berühmten Kochschule "Le Cordon Bleu" Marthe Marie Joséphine Distel. Diese hat die Liebe zu gutem Essen von ihrer Mutter in die Wiege gelegt bekommen und mit viel gutem Geschmack, Intelligenz und Interesse einen großen Wissensschatz rund um das Thema angehäuft. Leider hatte die Autorin nur wenige Quellen über das wahre Leben der Marthe und hat diesen Roman rund um die wenigen Informationen herum aufgebaut. So ist ein mitreißender, berührender und interessanter Roman für Fans der französischen Küche entstanden. Ich fand den Roman wirklich bewegend und habe ihn sehr gerne gelesen. Es ist zwar schade, dass nur wenige Informationen über die interessante Marthe existieren, aber das gleicht die Autorin mit einer kurzweiligen Handlung und vielen Einblicken in das Leben der damaligen Gesellschaft aus. Dennoch muss ich sagen, dass mich Marthe mit ihrer manchmal etwas ablehnenden und naiven Art gerade am Anfang genervt hat und auch die vielen Rechtschreib- und Tippfehler im Buch sehr störend waren.

    Eine faszinierende junge Frau

    24. Juni 2026

3 von 5 Rezensionen

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