Blick ins Buch

Biografien

Du bist nicht so wie andre Mütter

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Über das Buch

Sie war so kompliziert wie ein Puzzle, das aus Tausenden Stücken zusammengesetzt ist - und ich mußte diese Teile finden und ineinanderfügen", schreibt Angelika Schrobsdorff über ihre Mutter. Die Teile, die sie benutzt, sind Briefe, Fotoalben, Erinnerungen von Freunden und für die spätere Zeit gemeinsam gelebtes Leben. Begonnen hat alles voller Harmonie in einem begüterten jüdischen Geschäftshaus im Berlin des Jahrhundertbeginns. Else Kirschner, sprühend vor Charme, mit dunklen Locken und leuchtenden Augen, liebte die rührend um sie besorgten Eltern, und sie liebte das Leben, das ihr Jahre des Wohlstands bescherte, angefüllt mit Theater und Konzerten, Ferien im Sommerhaus am See und großen Leidenschaften. Doch die Nazis setzen dem ein jähes Ende. Else, inzwischen mit dem preußischen Junker Erich Schrobsdorff verheiratet, flieht mit ihren beiden Töchtern nach Bulgarien ... Voller Leidenschaft, aber ohne Pathos, voller Mitgefühl und Bewunderung und dennoch mit kritischem Blick erzählt Angelika Schrobsdorff von den beiden Leben ihrer Mutter.

Editionen (6)

ISBN9783757012519
VerlagAufbau Audio
Erscheinungsdatum05.01.24

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

3 Rezensionen

4,2

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  • sanne.liest
    sanne.liest

    8 Follower

    2,0

    Leider nicht meins

    Angelika Schrobsdorff erzählt mit "Du bist nicht so wie andere Mütter" einerseits die Geschichte ihrer Mutter Else Kirschner. Sie wächst in der Zwischenkriegszeit in einem gut situierten Haushalt sorgenlos auf und liebt die damit einhergehenden Annehmlichkeiten wie Konzert- und Theaterbesuche. Sie bekommt 3 Kinder. Jedes hat einen anderen Vater. Ihren Lebensstandard muss Else durch die Flucht mit ihren beiden Töchtern vor den Nationalsozialisten nach Bulgarien aufgeben. Erstmals ist sie mit Armut, den Schwierigkeiten des Lebens und darüber hinaus mit den Ängsten der Zeit konfrontiert. Die Nachkriegszeit erlebt sie wiederum in Deutschland, wo sie einsam verstirbt. Andererseits wird der Leser in eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung hineingezogen. Angelika, die Autorin, wird als schwieriges Kind beschrieben, die neben ihrem von Else sehr geliebten Bruder Peter bestehen muss. Grundsätzlich finde ich derartig autobiografische Erzählungen interessant. Dieses Hörbuch hat mich aber leider so gar nicht für sich eingenommen. Und dies lag nicht nur an der Sprecherin, die mich anstrengte, sondern auch an der langatmigen Erzählweise, die auf mich auch bisweilen verwirrend wirkte. Es war - jedenfalls in der Hörbuchfassung - nicht immer gleich deutlich, ob aus Sicht der Mutter Else oder der Tochter Angelika geschildert wurde. Den roten Faden konnte ich nicht immer finden bzw. ihm folgen. Leider fand ich auch zur Protagonistin keinen Zugang; sie blieb mir bis zum Schluss fremd.

    14. Mai 2026

  • elises
    elises

    80 Follower

    4,0

    Ungewöhnliche Biografie

    Zum Anfang bis zur Mitte sehr lebendige Biografie in Berlin. Später natürlich etwas schwierig in Jerusalem irgendwie liess mein Interesse nach. Doch sehr lesenswert und lol

    29. Juli 2025

  • knigaljub
    knigaljub

    68 Follower

    3,0

    Teilweise sehr langatmig. Erzählfokus nicht ganz deutlich gesetzt und als Hörbuch wird es ständig mit falscher Satzbetonung gelesen - aber es ermöglicht ein intensives Abtauchen in den Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts mit vielen Einblicken in das Leben einer sehr interessanten Frau.

    2. Sept. 2024

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