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Über die Dummheit

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Über das Buch

Am 11. März 1937 - auf den Tag genau ein Jahr vor dem "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland - hält Robert Musil seinen Vortrag "Über die Dummheit". Als Paradoxon der Dummheit formuliert er In seiner Rede, "dass jeder, der über Dummheit sprechen will oder solch einem Gespräch mit Nutzen beiwohnen will, von sich voraussetzen muss, dass er nichtdumm sei und also zur Schauträgt, dass er sich für klug halte, obwohl es allgemein als ein Zeichen von Dummheit gilt, das zu tun." "Wenn die Dummheit nicht dem Fortschritt, dem Talent, der Hoffnung oder der Verbesserung zum Verwechseln ähnlich sähe, würde niemand dumm sein wollen. Das habe ich 1931 gesagt; und niemand wird zu bezweifeln wagen, daß die Welt auch seither noch Fortschritte und Verbesserungen gesehen hat!" Robert Musil

Editionen (15)

ISBN9783756887880
VerlagBoD – Books on Demand
Erscheinungsdatum21.11.22
Seitenzahl52

Rezensionen & Bewertungen

13 Bewertungen

6 Rezensionen

3,1

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  • robins
    robins

    157 Follower

    0,5

    Kann man lesen, muss man aber nicht. 🥱

    17. Mai 2024

  • dunis.lesefutter
    dunis.lesefutter

    421 Follower

    3,5

    So aktuell, als wäre in den letzten 90 Jahren nichts passiert

    „Es gibt schlechterdings keinen bedeutenden Gedanken, den die Dummheit nicht anzuwenden verstünde, sie ist allseitig beweglich und kann alle Kleider der Wahrheit anziehen. Die Wahrheit dagegen hat jeweils nur ein Kleid und einen Weg und ist immer im Nachteil.“ 1937 hielt Robert Musil die Rede „Über die Dummheit“ am 11. März 1937 vor dem österreichischen Werksbund in Wien. Diese erschien im gleichen Jahr im Bermann-Fischer Verlag in schriftlicher Form. Dass es kein leichtes Unterfangen war, kann man sich denken, wenn man auf die Jahreszahl schaut. Die Nazi Schergen streckten ihre Finger schon aus, Intellektuelle zu denunzieren und zu vernichten. Außerdem war Musil mit einer Jüdin verheiratet und schon deswegen im Fokus der deutschen Machthaber. Robert Musil floh 1934 von Berlin, wo er lebte, in seine Heimat Österreich. Seine Rede bezieht sich immer wieder auf das aktuelle Zeitgeschehen, ohne es direkt zu benennen. Dabei zitiert er nicht nur den Psychiater Eugen Bleuler , der in der Schizophrenie Forschung Erfolge erzielt hat, und den Philosphen Johann Eduard Erdmann, sondern vor allem sich selbst und mehrfach aus seinem Werk: „Mann ohne Eigenschaften“ Das Dummheit oft ein Nebenprodukt von Macht und/oder Überheblichkeit ist, wundert mich überhaupt nicht. Auch die Feststellung, dass Dummheit nicht zwangsläufig ein Mangel an Verstand bedeutet, begegnet mir fast täglich in Persona. Sehr tagesaktuell, finde ich die Feststellung, dass Dummheit eine Beziehung mit Eitelkeit eingeht. Das erinnert mich sehr an die Politik, die wir momentan in oberster Reihe so erleben. Die Rede wirkt bisweilen etwas verworren und ohne wirklichen roten Faden, aber wenn man sich auf den Subtext konzentriert, erfasst man die Kritik an den Machenschaften der Nazis. Übertragbar ist das auch auf den Kommunismus. Als die Rede veröffentlicht wurde, war die Brisanz des Textes, und die Anklage gegen das Nazitum für alle sehr deutlich, das geht aus dem Nachwort von Klaus Amann hervor. Die Rede ist, wenn sie auch in wirklich umständlicher und altertümlich wirkender Sprache verfasst ist, aktueller denn je und ich hoffe sehr, dass das folgende Zitat nicht irgendwann wieder für uns alle in diesem Lande hier gilt. "Einer, so sich unterfängt, über die Dummheit zu sprechen, läuft heute Gefahr, auf mancherlei Weise zu Schaden zu kommen; es kann ihm als Anmaßung ausgelegt werden, es kann ihm sogar als Störung der zeitgenössischen Entwicklung ausgelegt werden."

    30. Nov. 2024

  • piqu
    piqu

    7 Follower

    5,0

    Habe oft geschmunzelt!

    8. Juli 2025

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Robert Musil

Robert Musil war ein österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker. Er wurde geboren am 6. November 1880 in St. Ruprecht bei Klagenfurt und verstarb am 15. April 1942 in Genf.

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