Xibalbá

Xibalbá

Taschenbuch
UnendlichkeitSuizidSelbstverantwortungErzengel

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Beschreibung

Suizid als Dienstleistung, ist das möglich? Diese und einige andere existenzielle Fragen stellt sich David, der nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Also macht er sich in seiner Verantwortungslosigkeit auf, seine Unendlichkeit zu verschwenden...

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
322
Preis
13.40 €

Autorenbeschreibung

Philipp Rübenkönig wurde 1991 in Baden-Baden geboren und schreibt seit seiner frühen Jugend. Da er keinerlei Talent zur Selbstdarstellung hat, gibt es über den Autoren nicht viel mehr zu berichten. Er betreibt ein Instagramprofil unter dem Namen @herr_von_nebel, hier veröffentlicht er täglich Aphorismen, Epigramme und interagiert mit seinen Leser*innen.

Beiträge

1
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Ich habe den »Ort der Angst« besucht.

Xibalbá ist in der Mythologie der Maya die neunstufige Unterwelt. Der Name bedeutet übersetzt »Ort des Schreckens« oder «Ort der Angst« - und ist gleichzeitig nicht nur der Name des Debütromans von Philipp »wtf?!« Rübenkönig, sondern gleichzeitig eine Geschäftsidee des Protagonisten David. Was habe ich da in den letzten drei Tagen gelesen? Um ehrlich zu sein, richtig beantworten kann ich es kaum. Was ist Rübenkönigs »Xibalbá«? Eine Erzählung über Verzweiflung, Auswegslosigkeit und den Versuch, eben diesen einen Ausweg zu finden? Ein Märchen über die Vergänglichkeit und die Schönheit des Lebens? Eine Satire auf eine Welt, in der man aus allem Profit schlagen kann, wenn man nur einen zündenden Businessplan hat? Ein Mahnmal an die Vernunft, dass selbst die dunkelsten Stunden und tiefsten Täler verlassen werden können, wenn man sich auf das Gesprächs einlässt, auf Hilfsangebote? Dass man zuhören und hinsehen soll, wenn Not laut „Hier bin ich!“ ruft? Beim Lesen hatte ich sehr oft Parallelen zu Goethes »Faust« im Kopf. Nur dass der Teufel hier nicht von Außen zur Tür herein spaziert kommt, sondern schon längst mit uns wohnt. Es gab Momente, da wollte ich das Buch auf der Stelle abbrechen, weil ich es nicht ertragen konnte. Und dann habe ich aber wie im Rausch weitergelesen, weil ich nicht glauben konnte, dass Philipp Rübenkönig hier so viele moralischen Grenzen auslotet, ohne sie am Ende wirklich zu überschreiten. »Xibalbá» hat mich erschüttert, bewegt, teilweise rat- und rastlos zurückgelassen. Und zum Nachdenken angestoßen. Vor allem in den Augenblicken, wenn David ins Straucheln geriet und aufgewacht ist. Und mir vor Augen geführt hat, dass auch ich nicht vor ähnlichen Gedanken gefeit bin bzw. war. Ich möchte diesem Roman keine Bewertung aufdrücken, denn das kann ich nicht. Nicht, weil ich mich dem Autor gegenüber verpflichtet fühle, sein Werk zu respektieren, wie er es sich ausgedacht hat. Nein. Ich möchte es nicht bewerten, weil jeder Mensch für sich selbst entscheiden muss, was er aus seinem Leben macht, aus seinen Beobachten zieht und im Idealfall seinen moralischen Kompass Tag für Tag neu ausrichtet. Den »Ort der Angst« in seiner vorliegenden schriftlichen Form zu besuchen, habe ich jedenfalls nicht bereut. Im Gegenteil.

Ich habe den »Ort der Angst« besucht.
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