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Kurzweilig, wechselhaft und oberflächlich. Ich hatte mich richtig gefreut, mal wieder einen Thriller zu lesen, aber leider wurden meine Erwartungen enttäuscht - In erster Linie, weil diesem Buch in meinen Augen typische Thrillerelemente fehlen, denn spannend war dieses Buch meines Erachtens leider nicht gerade. Ich hatte lange Zeit keine Ahnung, wer der:die Täter:in sein würde und trotzdem habe ich nicht mitgefiebert. Das Ganze war so konstruiert und kindlich aufgemacht, dass es mich einfach nicht catchen konnte. Das Buch ist definitiv für eine jüngere Zielgruppe gedacht und selbst dann ist und bleibt es einfach oberflächlich. Sowohl die Charaktere als auch die Handlung sind überzeichnet, voller Klischees und so unrealistisch. Die Aufgaben erschienen mir übertrieben und ihre Ausführungen hatten fast schon etwas Albernes an sich. Der gesamte Plot war einerseits gezwungen und anderseits viel zu einfach umgesetzt. Die Autorin hat es sich hierbei in meinen Augen viel zu leicht gemacht. Das Gesamtkonstrukt wirkte auf mich nicht ausreichend gut durchdacht und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Fragen kommen in meinen Gedanken auf. Fragen, auf die ich bis zum Ende keine Antwort erhalten habe, wobei ich Logikfehler leider auch nicht ausschließen kann. An vielen Stellen fehlte der Kontext, die Hintergründe wurden einfach nicht klar. Die Charaktere wirkten auf mich nicht nur blass und eindimensional, sondern auch unecht und gestellt. Gerade das Verhalten der Erwachsenen ergab für mich so wenig Sinn und war alles andere als authentisch. Es war so mies, um die Handlung so geschehen lassen zu können wie sie eben ablief, aber nachvollziehbarer machte es das natürlich nicht. Der Protagonistin Juul, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte auch erzählt wird, habe ich mich ebenfalls nicht nahe gefühlt. Sie war extrem naiv, handelte meist unbedacht und reagierte emotional über. Ich konnte ihr Denken und Handeln meist nicht nachvollziehen und unabhängig davon war sie für mich im Gesamten auch einfach nicht greifbar. Die Auszüge aus Sicht des:der Täter:in hätten eine feine Sache sein können, jedoch wurde dieses Potenzial in meinen Augen ebenfalls nicht voll ausgeschöpft. Nichts an diesem Buch hat mich fasziniert. Da war kein Nervenkitzel, keine Tiefe und kein Suchtfaktor. Aufgrund des geringen Umfangs des Buches von knapp 250 Seiten bin ich trotzdem schnell durchgekommen, aber ich war eben auch nicht böse als es vorbei war. Das Buch hat mich einfach nicht erreicht. Gegen Ende konnte mich die Geschichte kurzzeitig mal fesseln und der Ausgang hat mich überrascht, wobei das vielmehr daran lag, dass das Ende weit hergeholt war und nicht daher, dass es intelligent gelöst worden wäre. Das Ende war zwar, wie die restliche Geschichte auch nicht vorhersehbar, aber eben auch nicht realistisch oder gar glaubwürdig. Die Autorin verwendet eine klare, einfache Sprache, die sich locker-flockig und flüssig herunterlesen lässt. Ihr Schreibstil ist unkompliziert, gut verständlich und zügig lesbar. Womöglich hätte mir dieses Buch vor zehn bis zwölf Jahren besser gefallen, allerdings glaube ich auch, dass mich seine Oberflächlichkeit, seine fehlende emotionale Nahbarkeit und seine Logikfehler schon damals gestört hätten. Von meiner Seite aus möchte ich euch diesen Jugendthriller nicht weiterempfehlen, da gibt es in meinen Augen eindeutig überzeugendere und packendere Werke. 2/ 5 Sterne ⭐️

4. Nov. 2023
Kurzweilig, wechselhaft und oberflächlich. Ich hatte mich richtig gefreut, mal wieder einen Thriller zu lesen, aber leider wurden meine Erwartungen enttäuscht - In erster Linie, weil diesem Buch in meinen Augen typische Thrillerelemente fehlen, denn spannend war dieses Buch meines Erachtens leider nicht gerade. Ich hatte lange Zeit keine Ahnung, wer der:die Täter:in sein würde und trotzdem habe ich nicht mitgefiebert. Das Ganze war so konstruiert und kindlich aufgemacht, dass es mich einfach nicht catchen konnte. Das Buch ist definitiv für eine jüngere Zielgruppe gedacht und selbst dann ist und bleibt es einfach oberflächlich. Sowohl die Charaktere als auch die Handlung sind überzeichnet, voller Klischees und so unrealistisch. Die Aufgaben erschienen mir übertrieben und ihre Ausführungen hatten fast schon etwas Albernes an sich. Der gesamte Plot war einerseits gezwungen und anderseits viel zu einfach umgesetzt. Die Autorin hat es sich hierbei in meinen Augen viel zu leicht gemacht. Das Gesamtkonstrukt wirkte auf mich nicht ausreichend gut durchdacht und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Fragen kommen in meinen Gedanken auf. Fragen, auf die ich bis zum Ende keine Antwort erhalten habe, wobei ich Logikfehler leider auch nicht ausschließen kann. An vielen Stellen fehlte der Kontext, die Hintergründe wurden einfach nicht klar. Die Charaktere wirkten auf mich nicht nur blass und eindimensional, sondern auch unecht und gestellt. Gerade das Verhalten der Erwachsenen ergab für mich so wenig Sinn und war alles andere als authentisch. Es war so mies, um die Handlung so geschehen lassen zu können wie sie eben ablief, aber nachvollziehbarer machte es das natürlich nicht. Der Protagonistin Juul, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte auch erzählt wird, habe ich mich ebenfalls nicht nahe gefühlt. Sie war extrem naiv, handelte meist unbedacht und reagierte emotional über. Ich konnte ihr Denken und Handeln meist nicht nachvollziehen und unabhängig davon war sie für mich im Gesamten auch einfach nicht greifbar. Die Auszüge aus Sicht des:der Täter:in hätten eine feine Sache sein können, jedoch wurde dieses Potenzial in meinen Augen ebenfalls nicht voll ausgeschöpft. Nichts an diesem Buch hat mich fasziniert. Da war kein Nervenkitzel, keine Tiefe und kein Suchtfaktor. Aufgrund des geringen Umfangs des Buches von knapp 250 Seiten bin ich trotzdem schnell durchgekommen, aber ich war eben auch nicht böse als es vorbei war. Das Buch hat mich einfach nicht erreicht. Gegen Ende konnte mich die Geschichte kurzzeitig mal fesseln und der Ausgang hat mich überrascht, wobei das vielmehr daran lag, dass das Ende weit hergeholt war und nicht daher, dass es intelligent gelöst worden wäre. Das Ende war zwar, wie die restliche Geschichte auch nicht vorhersehbar, aber eben auch nicht realistisch oder gar glaubwürdig. Die Autorin verwendet eine klare, einfache Sprache, die sich locker-flockig und flüssig herunterlesen lässt. Ihr Schreibstil ist unkompliziert, gut verständlich und zügig lesbar. Womöglich hätte mir dieses Buch vor zehn bis zwölf Jahren besser gefallen, allerdings glaube ich auch, dass mich seine Oberflächlichkeit, seine fehlende emotionale Nahbarkeit und seine Logikfehler schon damals gestört hätten. Von meiner Seite aus möchte ich euch diesen Jugendthriller nicht weiterempfehlen, da gibt es in meinen Augen eindeutig überzeugendere und packendere Werke. 2/ 5 Sterne ⭐️
4. Nov. 2023







