Blick ins Buch

Fantasy

Die Zeitmaschine

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Über das Buch

Der Zeitreisende hat sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Maschine gebaut, mit deren Hilfe er sich in der vierten Dimension, der Zeit, bewegen kann. Er erklärt einem Kreis von skeptischen Freunden das Prinzip dieses Geräts sehr anschaulich und auch für den heutigen Leser durchaus nachvollziehbar. Bei seiner ersten Reise in die Zukunft erreicht er das Jahr 802.701. Dort findet er die Welt von zwei gegensätzlichen Arten von Lebewesen menschlicher Abstammung bewohnt, die sich im Verlauf von Jahrtausenden aus den beiden extremen Gesellschaftsklassen des viktorianischen England zu zwei Menschenrassen weiterentwickelt haben: den oberirdisch lebenden Eloi und den unterirdischen Morlocks (in der deutschen Übersetzung Morlocken). Die kindlichen Eloi leben scheinbar sorgenfrei und glücklich, aber völlig unreflektiert und verweichlicht in einer paradiesischen Umgebung, sehen ähnlich aus wie heutige Menschen und scheinen alle relativ jung zu sein. Es ist dem Zeitreisenden anfangs unverständlich, wer sie ernährt und kleidet, da sie offensichtlich nie zu arbeiten brauchen. Andererseits scheint eine namenlose Furcht vor der Dunkelheit, besonders den mondlosen Nächten, ihrer Idylle entgegenzustehen. Die Morlocks, nach Empfinden des Zeitreisenden hässliche, affenartige, lichtscheue Wesen, hausen in unterirdischen Höhlen. Bei seinen Nachforschungen stellt er fest, dass sie dort riesige Maschinen betreiben und auf diese Weise das Leben der oberirdischen Eloi ermöglichen und erhalten. Anfangs scheint es ihm, als seien die Morlocks die Sklaven der Eloi, so wie in der Vergangenheit die Arbeiterklasse ausgebeutet wurde, um den Wohlstand der oberen Klassen zu sichern. Allmählich aber erkennt er, dass sich das Verhältnis inzwischen umgekehrt hat: Die Morlocks halten sich die Eloi wie Bauern das Vieh, sie sorgen für ihr leibliches Wohl, weil die Menschenfresser sie als Nahrung brauchen. In den dunklen Nächten holen sie sich oben ihre Mahlzeiten.

Editionen (11)

ISBN9783748545439
Verlagepubli
Erscheinungsdatum22.05.19
Seitenzahl140

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

1 Rezensionen

3,3

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  • andino88
    andino88

    10 Follower

    4,0

    Abgesehen von der Wortwahl kaum zu glauben, dass dieser Klassiker der Science-Fiction mehr als 130 Jahre auf dem Buckel hat. Die Vorstellung eines Forschers, der mit einer selbstgebauten Zeitmaschine in eine weitentfernte Zukunft reist, wo die Sprache und menschenähnlichen Wesen schon ganz andere sind, wo die Welt fast apokalyptisch wirkt, überzeugt durch eine Sogwirkung wie es auch gute moderne Pageturner schaffen. Kurzweilig ist das ganze durch seinen Umfang ebenso. Kann man sich also auch heute noch gut antun, auch wenn man das ein oder andere altbackene Wort nachschlagen muss.

    5. Juni 2026

Autorin / Autor

Über Herbert George Wells

Herbert George Wells, geboren am 21. September 1866 in Bromley; gestorben am 13. August 1946 in London, war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells, der auch Historiker und Soziologe war, schrieb u. a. Bücher mit Millionenauflage wie Die Geschichte unserer Welt. Er hatte seine größten Erfolge mit den beiden Science-Fiction-Romanen (von ihm selbst als „scientific romances“ bezeichnet) Der Krieg der Welten und Die Zeitmaschine. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind.

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