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Über das Buch

Gottfried Wilhelm Leibniz: Die Theodizee'Essais de théodicée sur la bonté de dieu, la liberté de l'homme et l'origine du mal'. Erstdruck: Amsterdam 1710. Erste deutsche Übersetzung von einem Anonymus: Hannover 1720. Der Text folgt der Übersetzung durch Julius Heinrich von Kirchmann von 1879.Neuausgabe mit einer Biographie des Autors.Herausgegeben von Karl-Maria Guth.Berlin 2017.Textgrundlage ist die Ausgabe:Gottfried Wilhelm Leibniz: Die Theodicee. Übersetzt von J. H. von Kirchmann, Leipzig: Dürr, 1879 (Philosophische Bibliothek, Bd. 71).Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt.Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Christoph Bernhard Francke, Bildnis des Philosophen Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz, um 1695.Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.

Editionen (2)

ISBN9783743708006
VerlagHofenberg
Erscheinungsdatum24.03.17
Seitenzahl472
  • aristipp_girl
    aristipp_girl

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    Ich liebe es wenn Bücher aus der Lektüre von Büchern hervorgehen! In [b:Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren : Anleitung zum subversiven Denken|1910988|Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren Anleitung zum subversiven Denken|Hubert Schleichert|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1190202339l/1910988._SY75_.jpg|1912919] wir das Argument ad lapidem behandelt: "Im Argument ad lapidem wird eine handfeste triviale Tatsache angeführt, durch welche eine subtile, theoretische Argumentation widerlegt werden soll, ohne im einzelnen auf deren eventuell raffinierte Gedankenführung einzugehen. Es macht den Reiz einer Figur aus, dass nicht ohne weiteres zu entscheiden ist, ob sie überzeugend sein wird oder nicht. Ein geistesgeschichtlich berühmtes Beispiel ist der Roman [b:Candide|19380|Candide|Voltaire|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1345060082l/19380._SY75_.jpg|2833018], der sich in satirischer Form gegen Leibnizens These richtet, diese unsere Welt mitsamt ihrem ganzen Elend sie die beste aller möglichen. Leibniz hatte das Problem der Theodizee dadurch gelöst, dass er philosophisch nachwies, eine bessere Welt als diese, unsere, sei gar nicht möglich. Anstatt aber auf Leibnizens tiefgründige Argumentation einzugehen, schildert Voltaire im Candide ein einzelnes menschliches Leben, das buchstäblich von einem Unglück ins nächste taumelt. In die Schilderung aller Leiden und Unglücksfälle dieses Lebens werden gelegentlich Kommentare im Stile der Leibnizschen Philosophie eingeblendet. Voltaire erspart sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dieser Philosophie, er konfrontiert sie einfach mit der Realität, dies allerdings tut er drastisch.Die Bewertung von Voltaires Argumentation hat immer geschwankt. Für deutsche Metaphysiker geht Voltaire an Leibnizens Argumenten vorbei, ohne deren Tiefgründigkeit zu begreifen. Die Anhänger Voltaires anderseits meinen, der Roman Candide zeige ein für allemal die Lächerlichkeit der Leibnizschen "Theo-Philosophie", an der nichts tief sei, außer ihrem Unsinn." Wie werde ich dazu stehen?

    25. Juni 2023

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