Blick ins Buch

Romane

Andere nennen es Urlaub

3,7(8)
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Über das Buch

Netti (50) steckt privat und beruflich in einer Sackgasse: Die letzte Beziehung ist gescheitert, ihr Theatervertrag nicht verlängert, der Sohn auf dem Absprung. Und dann ist da noch ihr Vater Bruno, der seit dem Tod der Mutter nicht alleine klarkommt. Fast täglich schaut Netti bei ihm vorbei, obwohl sie und ihre erfolgreiche Schwester sich eigentlich gemeinsam kümmern wollten. Aber jetzt braucht Netti dringend eine Auszeit, um endlich mal durchzuatmen und ihr Leben neu zu ordnen. Und das am liebsten am Meer, irgendwo im Süden. Als sich ihr eine Mitfahrgelegenheit mit einem Italiener bietet, sagt sie sofort zu. Soll eben ihre Schwester nach dem Vater schauen. Doch als es losgeht, sitzt Bruno auf der Rückbank. Und Netti ahnt, dass es alles andere als ein entspannter Urlaub wird, denn ihr Vater hat eigene Pläne, und die Reisegruppe wird immer größer …

Editionen (1)

ISBN9783742440709
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum13.03.26

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

5 Rezensionen

3,7

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  • rina.p
    rina.p

    37 Follower

    3,5

    Ein Wohlfühlroman. Aber nicht ganz so witzig wie ich dachte. Es gab ein paar nette Momente, aber im Großen und Ganzen, war es doch eher ein Drama. Selbstfindung, Familienzusammenführung und ganz viele Erkenntnisse über Dinge, die nie ausgesprochen wurden. Wie man es bei einem Roadtrip erwartet. Netti fand ich  manchmal bisschen nervig. Bruno, der Vater, der war mit der witzigste in der Geschichte. Es wird viel, viel aufgearbeitet. Wobei die eigentliche Aufarbeitung dann erst in Italien stattfand. Es war eine schöne Geschichte und die Sprecherin hat das auch wirklich toll gemacht. Ich hätte mir nur ein paar mehr witzige Dinge gewünscht und nicht ganz so viel dunkle Tiefen. Es ist aber schon ein Buch, bei dem man sich entspannt durch lesen - oder hören kann. Fazit Eine nette Geschichte, die man sich in ruhigen Momenten, oder wenn man auch mal was zum Abschalten brauch, anhören, oder lesen kann. Mir fehlte bisschen der Witz, der kam zu Kurz. Es war eher so bisschen Familiendrama mit Happy End und ganz viel Erkenntnis, dass Reden doch einfach da A- und O einer Familie ist.

    1. Mai 2026

  • venjagaertner
    venjagaertner

    99 Follower

    3,0

    Urlaub den man nicht so schnell vergisst

    Ich habe es als Hörbuch zum Arbeitsplatz gehört und musste oft das ein oder andere Mal schmunzeln. Ich möchte die Familie und vor allem Dingen Papa Bruno, der seine eigenen Ideen im Kopf hatte. So manches Mal wäre ich gerne mit in Italien gewesen, aber wie gesagt, ich musste ja nun mal zur Arbeit fahren 🤭☀️🍀👍🏼

    26. Apr. 2026

  • hasirasi2
    hasirasi2

    218 Follower

    3,5

    Urlaub mit Hindernissen „Keine Ahnung, wohin unser Weg noch führt, aber eins weiß ich genau: Sobald ich wieder zu Hause bin, brauche ich dringend Urlaub.“ (S. 9) Netti ist Mitte 50, in den Wechseljahren und eine begabte, aber leider bisher unentdeckte Schauspielerin. An ihren großen Durchbruch glaubt sie schon lange nicht mehr und hält sich und ihren 18jährigen Sohn mit diversen Jobs über Wasser. Seit dem plötzlichen Tod ihrer Mutter vor 3 Monaten kümmert sie sich außerdem um ihren Vater Bruno. Neben dessen Haus befindet sich ein italienisches Reisebüro. Als Netti wieder mal sehnsüchtig vor dessen Schaufenster stehen bleibt, macht ihr die Inhaberin ein verführerisches Angebot: Ihr Neffe Giorgio fährt mit einem leeren Kleinbus nach Triest und 1 Woche später wieder zurück. Dort besitzt sie ein altes Ferienappartement, in dem Netti kostenlos wohnen kann, wenn sie dafür ein wenig Ordnung schafft. Netti kann ihr Glück kaum fassen und sagt sofort zu – um Bruno kann sich ja auch mal ihre Schwester Ellen kümmern. Doch Ellen hat eine viel bessere Idee: Netti soll Bruno einfach mitnehmen, im Auto und der Wohnung ist schließlich genug Platz. Statt eines erholsamen Urlaubs kümmert sich Netti nun rund um die Uhr um ihren Vater und stellt dabei fest, wie hilf- und mutlos er ohne sein Frau ist. Ich hatte zunächst einen unterhaltsamen Urlaubsroman erwartet, wurde dann aber, genau wie Netti, schnell mit den diversen Problemen der Protagonisten konfrontiert. Netti hat gerade ihren Hauptjob verloren, das Finanzamt fordert eine saftige Nachzahlung und ihr Sohn beginnt nach dem bestandenen Abi, sich abzunabeln. Ihr Vater hat immer ihre erfolgreiche Schwester bevorzugt, die sich wiederum in die Erziehung von Nettis Sohnes eingemischt hat. Also hat es sich Netti über die Jahre in der Opferrolle gemütlich gemacht. Da konnte ich mich in den wehmütigen Bruno fast besser einfühlen. Er klammert sich an die Lieblingsstrickjacke seiner verstorbenen Frau und ihre Urne, die er als ehemaliger Friedhofsverwalter zu Hause aufbewahrt – und tatsächlich auch mit in den Urlaub nimmt. Das führt zu ebenso witzigen wie emotionalen Zwischenfällen. Und auch Giorgio reist nicht ohne eigenes „Gepäck“. Schnell wird klar, dass nicht nur die Reisenden, sondern auch die Daheimgebliebenen vor der Entscheidung stehen, ob sie ihr Leben einfach weiterführen oder endlich etwas verändern wollen. „Sie nennen es Urlaub, ich nenne es Familientherapie.“ (S. 366) Am Ende wird aus der chaotischen Reise tatsächlich etwas, das einem Urlaub zumindest nahekommt, wenn auch auf ganz andere Weise als erwartet. Statt Erholung gibt es ehrliche Gespräche, überraschende Erkenntnisse und die Chance, alte Verletzungen zu verstehen und vielleicht sogar zu heilen. Der Roman verbindet humorvolle, manchmal skurrile Situationen mit nachdenklichen Momenten über Familie, Verlust und die Frage, ob es je zu spät ist, sein Leben zu verändern. Dazu kommt die herrliche Kulisse Italiens und viel Dolce Vita. Wer eine leichte Urlaubslektüre mit Herz, Humor und ein bisschen Tiefgang sucht, wird hier gut unterhalten, auch wenn die Reise für Netti und ihre Familie deutlich turbulenter verläuft, als sie sich das ursprünglich vorgestellt haben.

    15. März 2026

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Franka Bloom

Franka Bloom ist das Pseudonym einer erfahrenen Drehbuchautorin, die mit einem tollen Gespür für Themen, Figuren und Szenen begeistert. Sie verfasste Stoffe für TV-Formate wie »Tatort«, »SOKO Leipzig«, »Ein Fall für Zwei« und gewann zahlreiche Preise. Mit ihrer Familie lebt sie in Leipzig.

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